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Dom und Neue Residenz

Dom

Unter einem Dom stellt man sich im allgemeinen ein mächtiges Bauwerk mit hohen Türmen vor. Halles turmloser Dom erscheint - gemessen an dieser Erwartung - bescheiden. Das hat mit seiner Geschichte zu tun, denn es ist eine ehemalige Klosterkirche des 1271 gegründeten Dominikanerklosters. Aufgrund der bemerkenswerten Akustik wird die Kirche gern für Konzert- und Theateraufführungen genutzt. Die lang gestreckte Pfeilerhalle mit leicht überhöhtem Mittelschiff und den schmalen Seitenschiffen zählt zu den frühesten Hallenkirchen Mitteldeutschlands.

In der Reformationszeit wurde sie im Stil der Renaissance umgestaltet. Kardinal Albrecht nutzte ab 1520 die Kirche zur Aufbewahrung seiner umfangreichen Reliquien- und Kunst-sammlung. Von der Innenausstattung sind lediglich der Zyklus der 17 Standbilder an den Pfeilern, die Kanzel und Teile des Chorgestühls erhalten geblieben. Auf die vom Mainzer Bildhauer Schro geschaffene Weihetafel von 1523 geht nach Meinung einiger Historiker die Bezeichnung des Gotteshauses als Dom zurück. 
Seit 1692 wurde die Kirche ausschließlich als Pfarrkirche der evangelisch-reformierten Gemeinde genutzt und ist noch heute deren Gottesdienststätte. 1702/03 wirkte hier Georg Friedrich Händel als Organist. Ende der fünfziger Jahre unseres Jahrhunderts erfolgte eine größere Instandsetzung im Inneren. Die Bausubstanz des Domes konnte durch Sanierungsarbeiten erhalten werden. Die Kirche befindet sich im Besitz der Domstiftung Sachsen-Anhalt.

Standort im Stadtplan

Neue Residenz

Der 1523 geweihte Dom steht in einem engen inhaltlichen und baulich-funktionalen Zusammenhang zur Neuen Residenz. Kardinal Albrecht gründete bereits 1520 als Gegengewicht zum reformatorischen Wittenberg eine katholische Universität, das "Neue Stift". 1529 ließ er das südlich des Domes stehende Cyriakshospital abreißen und ab 1531 auf dem schmalen, zur Saale abfallenden Gelände eine weitläufige Bauanlage errichten. Material dazu kam unter anderem aus dem abgebrochenen Kloster Neuwerk. Eine klerikale Universität zog in die Neuschöpfung nicht ein, aber Albrecht baute weiter. Die zweigeschossigen Gebäude dienten ihm als Stadtpalast, von dessen Ausstattung die Chronisten sagen, dass ihm an Pracht im mitteldeutschen Raum nichts Ebenbürtiges zur Seite stand. Architekt der Gesamtanlage war der Generalbaumeister der Erzbistümer Magdeburg und Mainz, Andreas Günther. An die Residenz des 16. bis 18. Jahrhunderts erinnern nur noch wenige Details. An Albrecht, den großen Bauherren der Renaissance in Halle, erinnert sein Wappen über der Fußgängerpforte zur Residenz. Gut erhalten, wenn auch mehrfach umgestaltet, ist die Kardinalskapelle "Aller Heiligen", die 1537/38 an der Nordostseite zwischen Neuer Residenz und Dom errichtet wurde. Nach tiefgreifenden Zweckumbauten im 19. Jahrhundert war die Neue Residenz bis 2011 unter anderem Sitz des Geiseltalmuseums.  

Standort im Stadtplan

Wegweiser

Dom zu Halle

Domplatz 3
06106 Halle (Saale)

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