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Grünes Halle / Friedhöfe
Sehenswürdigkeiten

Stadtgottesacker

Wegweiser

Standort

zum Stadtplan

Kontaktinformationen

Friedhofsleiter: Herr Bade

Gottesackerstraße 7
06108 Halle (Saale)

Telefon: 0345 2021172

SkulpturDer Stadtgottesacker ist eine 1,9 ha große Friedhofsanlage mit 2.000 Grabstellen in Halle. Am 25. August 1529 fand die Weihe des Stadtgottesacker statt, nachdem Kardinal Albrecht den Auftrag gegeben hatte einen neuen innerstädtischen Begräbnisplatz an der Stelle des Kirchhofs der Martinskapelle zu errichten. Die Friedhofanlage wurde nach dem Vorbild des Camposanto im italienischen Pisa angelegt und gilt heute noch als ein Meisterwerk der Renaissance nördlich der Alpen. Bereits in 17. und 18. Jahrhundert wurde über Einsturzerscheinungen berichtet. Im zweiten Weltkrieg wurden 26 Bögen durch Bombardierungen zerstört. Nach 1947 wurde der Schutt beseitigt und später erhaltenswürdige Gräber erfasst. 1979 folgten freiwillige Arbeitseinsätze zur Sicherung und Pflege der Anlage. Erst seit den 90er Jahren wird die Restaurierung Stück für Stück vorangetrieben. Mittlerweile können alte Nutzungsrechte erneuert werden und Urnenbeisetzungen in den Rundbögen stattfinden. Der Stadtgottesacker wurde 2011 mit dem Bestattungen.de-Award ausgezeichnet und zählt nun offiziell zu den drei schönsten Friedhöfen Deutschlands. Auf dem Stadtgottesacker fanden viele verdienstvolle hallesche Bürger wie Christian Thomasius, Gründer der halleschen Universität, Ludwig Wucherer und August Hermann Francke ihre letzte Ruhestätte.

Architektur
Der Stadtgottesacker ist eine geschlossene Schwibbogenanlage (Camposanto), die Mitte der 50er Jahre des 16. Jahrhunderts nach Plänen und unter der Leitung von Nickel Hoffmann errichtet wurde. Der Stadtbaumeister und Steinmetz gestaltete in der mehr als 30 Jahre währenden Bauzeit 94 Schwibbögen. Die Anlage hat die Form eines Rhombus und misst circa 110 x 120 x 130 x 150 Meter. Die Seiten sind mit einer ungefähr 5 Meter hohen Mauer gesichert. Der Stadtgottesacker wirkt dadurch wie eine Festung. Bastionen und Schießscharten lassen vermuten, dass der Friedhof auch als Teil der Stadtverteidigung genutzt wurde. 1590 wurde der Friedhof zusätzlich mit einem Torturm versehen und dann Anfang des 18. und 19. Jahrhunderts je nach Norden und Osten hin erweitert. Pfeiler zwischen den Bögen sind mit Rankenornamenten und teilweise mit Putten, Gestalten oder Symbolen geschmückt. Auf den Rundbögen sind Bibelverse des alten und neuen Testaments zu lesen. Die einzelnen Grabnischen sind kapellenähnlich voneinander getrennt. Die komplette Arkadenanlage ist mit einem Satteldach gedeckt. Durch die „Stiftung Stadtgottesacker“ konnte man die denkmalgeschützte Anlage sanieren. Dabei konnte leider nur ein Teil der Reliefs kopiert werden, für 24 von 89 kunstgeschichtlichen Reliefs, gibt es keine Vorlagen. Die neu entstandenen Reliefs wurden 2007 mit dem höchsten Preis der Deutschen Stiftung Denkmalschutz und des Steinmetzhandwerks, dem Peter-Parler-Preis, gekrönt.

Grabarten

Urnenbeisetzungen:
Wahlgrabstätten
Urnennischen im Kolumbarium


Verkehrsanbindung

Straßenbahn Linien 2, 5, 7, 9 und 12 bis Haltestelle Universitätskliniken

 

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