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25. bis 27. August 2017

Traditionell am letzten Augustwochenende feiert die Saalestadt eines der schönsten Volks- und Heimatfeste Mitteldeutschlands. Ganz Halle scheint zum Laternenfest auf den Beinen. Aber auch Neugierige aus Nah und Fern zieht es dann in die malerische Auenlandschaft der Saale am Fuße der Burg Giebichenstein.

Die Wurzeln des Festes reichen weit zurück, sind untrennbar mit Geschichte und Brauchtum der Pfänner und Salzsieder - der Halloren - verbunden. Der Vorläufer des Laternenfestes war der Blumenkorso. Die Idee zum Laternenfest kam 1928 dem Halleschen Wirtschafts- und Verkehrsverbund. Die oft besungene Schönheit des Saaletales sollte ins "rechte Licht" gerückt werden und für die Verkehrswerbung der Stadt nutzbar gemacht werden. Die bisher passiv teilnehmenden Spaziergänger, insbesondere die Kinder, sollten zu aktiven Festteilnehmern werden. Damit die 30.000 verteilten Stocklaternen zur Geltung kommen konnten, wurde das Fest auf das letzte Augustwochenende verschoben und in die Abendstunden verlegt. Heute schmücken noch mehr Lichter und Laternen das Saaletal zwischen Saaleaue und Burg Giebichenstein als damals.

Die Pflege von Bräuchen gehörte von Anfang an zum Laternenfest. Dazu zählen das Fischerstechen, bei dem sich die Halloren unter großem Hallo auf schwankenden Booten gegenseitig ins Wasser stoßen, ebenso wie der mit Lichtern geschmückte Bootskorso. Die Gala der beleuchteten Schiffe beginnt bei Einbruch der Dämmerung, damit auch die abertausend Glühwürmchen (kleine schwimmende Lichter) richtig zu sehen sind. Im Laufe der Jahre kamen neben den Veranstaltungen auf dem Wasser auch zu Lande immer mehr Attraktionen hinzu, so das Höhenfeuerwerk, das vom Turbinesportplatz und von der Burg Giebichenstein abgebrannt wird, und das Entenrennen. Anknüpfend an die alte Tradition von Mitgliedern der Bruderschaft, welche einst als Schwimmmeister und "Badehalloren" tätig waren, wird auch der "Saale-Schwimmschein" wieder abgenommen. Seit 2016 gibt es am Laternenfest-Sonntag als neuen Höhepunkt das Brückenspringen von der Giebichensteinbrücke. Mutige Wasserspringer tauchten in z. T. historischen Kostümen in die Saale und belebten damit eine Tradition der Halloren.

In allen Veranstaltungsbereichen von Peißnitzinsel, Ziegelwiese über Riveufer bis Amselgrund und Promenadenufer gibt es mit Unterstützung von regionalen Rundfunksendern Non-Stop-Programme mit Musik, Show und Unterhaltung. Das Besondere an diesem Fest ist die Vielfalt der Veranstaltungen, so dass für jede Altersgruppe und jeden Geschmack etwas dabei ist. Diejenigen, die lieber selbst aktiv werden, kommen bei Sport, Spiel und zahlreichen Aktivitäten auf ihre Kosten.

Das Riveufer wird zur Plattform für Kleinkunst, Kunsthandwerk sowie für Design aus Halle. 

Um zu den Schauplätzen der Unterhaltung im Freien zu gelangen, sollten möglichst die ÖPNV-Dienste der HAVAG in Anspruch genommen werden.

Halle leuchet - Laternenfest Halle 2015 || MDR SPUTNIK

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