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Sehenswürdigkeiten / Brunnen

Hodscha-Nasreddin

Wegweiser

Hodscha-NasreddinDer erste Standort des Hodscha-Nasreddin-Brunnen war seit 1981 das Kinderdorf in Halle-Neustadt. Der Brunnen ist von 1974 bis 1977 entwickelt worden, er bestand ursprünglich aus einem Betonskelett auf dem Kalksteinplatten angebracht waren. Allerdings lösten sich diese durch Frost und Vandalismus und verschwanden. Anfang der 1990er Jahre standen auch die Figuren nur noch locker in ihren Verankerungen und  wurden vom Grünflächenamt abmontiert und verwahrt.

Mit der Neugestaltung der Freifläche zwischen dem Landratsamt und dem Einkaufszentrum wurden die Figuren überholt, die Schlange zu den Füßen des Nasreddin vergoldet und der Brunnen neu konzipiert. Anstelle der ursprünglich starren fünfstöckigen  Pyramide steht jetzt eine, durch Brechen der Pyramidenflächen, scheinbar Abbröckelnde. Am Fuße der Pyramide sind 4 Bronzefiguren positioniert: die eines Polizeichefs, eines Wucherers und eines Emirs. Die Vierte Figur ist die seiner Geliebten Gültschan.

Der Brunnen steht in einer Senke, an die den Platz umfassende Sitzmauer schließen sich mit Bäumen bepflanzte trapezoide Hügel an. Die Kronen der Bäume sollen im Laufe der Zeit zusammenwachsen und so ein Dach bilden, unter dem man den Platz einsehen kann.
Zwei sich auf dem Platz befindlichen Kanalschächte sind mit Bronzeplatten abgedeckt. Auf dem einen stehen 12 Sprüche/Weisheiten aus verschiedenen Kulturen, auf dem anderen die Geschichte der deutschen Einheit. Der Brunnen an sich ist wartungsfrei und für Kinder besteigbar. Ein schönes Wasserspiel und integrierte Beleuchtung sorgen für einen schönen Anblick und einen optischen Gegenpol zum mächtigen Bau des Neustadtcenters.

zur Geschichte Hodscha Nasreddin:
Wie der deutsche Spaßvogel Till Eulenspiegel ist auch Hodscha Nasreddin eine historische Gestalt, ein wahrer Volksheld. Wie alle echten Volkshelden kämpft er nicht mit dem Schwert, sondern mit der Waffe eines scharfen Verstandes und einer spitzen Zunge, ein Beschützer der Armen und gefürchteter Kritiker der Reichen. Er soll etwa 1208 in Sivrihisar in der Türkei geboren worden sein. Schon früh soll ihn sein Vater in Arabisch und islamischer Religion unterrichtet haben. Nach dem Besuch auf einer Religionsschule soll er in Aksehir gelebt und dort 1284 gestorben sein.

Jahrhundertelang haben die Völker in der Türkei, in den Balkanländer in Kaukasien, im Nahen Osten und in Zentralasien über seine Witze gelacht. Jedes Jahr im Juni wird in Aksehir “Nasreddin Hodscha Festlichkeiten“ veranstaltet. Über 500 Anekdoten werden ihm zugerechnet.

zum Künstler:

Bernd Göbel studierte von 1963 bis 1969 an der jetzigen Hochschule für Kunst und Design Halle, Burg Giebichenstein, in der Fachrichtung industrielle Formgestaltung bei Prof. Lichtenfeld. Von 1969 bis 1978 war er dessen Assistent. Seit 1978  ist er Dozent und Leiter der Bildhauerklasse und seit 1982 Professor für Plastik.
 

Freifläche zwischen Landesamt und Einkaufszentrum Halle-Neustadt
 
errichtet:
1980 im Kinderdorf Neustadt,
am jetzigen Standort 2001
 
zum Brunnen:
Die zentral stehende Bronzefigur des Nasreddin schaut auf vier Bronzeplastiken herab.
Die aus Thüringer Tavertin bestehende Brunnenanlage hat eine Größe von sechs mal sechs Metern.

Technik:
Der Brunnen fasst 10 m³ Wasser und hat eine Pumpe mit 40m³/h Leistung. 24 Scheinwerfer erleuchten die Anlage.
 
Künstler:
Prof. Bernd Göbel

Schaltzeiten:
18. April bis 3. Oktober
Montag bis Sonntag
11:00 - 22:00 Uhr

Kontakt
Herr Kramer

0345 5200009 und
0151 26449563

brunnen@halle.de
 

 

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