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Stadtgottesacker

Die Friedhofsanlage, ein einmaliges Renaissancedenkmal, wurde von 1557 bis 1590 unter der Leitung von Ratsbaumeister Nickel Hoffmann nach italienischem Vorbild der Campo Santi erbaut. Nachdem der Stadtgottesacker im zweiten Weltkrieg schwere Beschädigungen davontrug, wurde er in den fünfziger Jahren teilweise und nach 1990 komplett wiederaufgebaut. 

Auf der Anlage liegen Händels Eltern Georg und Dorothea und seine beiden Schwestern Dorothea Sophia und Johanna Christiana begraben. Händels Vater hatte den Schwibbogen 60 schon 1674 als Familiengrab vor dem Tod seiner ersten Frau Anna errichten lassen. 

Georg Händels erste Frau starb an der Pest, Georg heiratete 1683 erneut – die Tochter eines Pfarrers. Aus dieser Ehe ging als erstes Kind Georg Friedrich hervor. Sein Vater war bereits 63 Jahre alt und verstarb, als der kleine Händel zwölf Jahre alt war. Aus Händels Jugend ist wenig überliefert, von daher kann man nur spekulieren, wie das Verhältnis zwischen Vater und Sohn ausgesehen haben mag. Bekannt ist nur, dass der Vater als Hofchirurg sehr oft auf Reisen war und Georg Friedrichs musikalisches Talent anfangs nur mit Widerwillen unterstützte, weil er ihm lieber mit einem Jurastudium ein wohlhabendes Leben sichern wollte.

 

Standort im Stadtplan

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