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Stiftung Moritzburg - Kunstmuseum des Landes Sachsen-Anhalt

Die Moritzburg – gegen Ende des 15. Jahrhunderts erbaut  - präsentiert nur wenige Minuten vom Marktplatz entfernt  Kunstwerke vom Mittelalter bis zur Gegenwart, vornehmlich aber der Moderne. Dank des 2008 eröffneten Erweiterungsbaus präsentiert sich das Kunstmuseum des Landes Sachsen-Anhalt inmitten der Stadt als einer der wichtigsten Ausstellungsorte für die Klassische Moderne.

 

Klassische Moderne

Blick in die neue Dauerausstellung im Erweiterungsbau (West- und Nordflügel der Anlage) Blick in die neue Dauerausstellung im Erweiterungsbau (West- und Nordflügel der Anlage) Im Zentrum stehen die Gemäldesammlung des Hauses mit exzellenten Werken der Brücke-Künstler und Meisterwerke wie die von Gustav Klimt, Emil Nolde, Franz Marc oder Max Beckmann und die Dauerleihgabe der Sammlung Hermann Gerlinger zur Kunst der Brücke-Maler. Die neu konzipierte Dauerausstellung ermöglicht einen differenzierten Blick auf die Kunst des 20. Jahrhunderts und der Gegenwart, der neben herausragenden Einzelwerken auch auf Zusammenhänge, Gegenüberstellungen und Konfrontationen setzt und – mit Bezug auf die Klassische Moderne – Kontinuitäten, aber auch Brüche in der Kunst nach 1945 aufgezeigt.  

Lyonel Feiniger 

Blick von der Feininger-Empore auf den Dom, Foto: Moritzburg, Ludwig RauchDer Bauhausmeister Lyonel Feininger hat in der Moritzburg einen ganz besonderen Platz. Auf einer Galerie im Westflügel des Erweiterungsbaus werden der frühe Artist-in-Residence und seine Serie der Halle-Bilder gefeiert. Ein „Fenster zur Stadt“ bietet einen atemberaubenden Blick auf die Motive des Künstlers, der zwischen 1929 und 1931 im Torturm der Moritzburg diese berühmten Stadtansichten schuf, die der Kulturbarbarei der „Entarteten Kunst“ zum Opfer fielen. Drei der einst elf Werke der Halle-Bilder (und zahlreiche Skizzen) befinden sich heute wieder im Besitz des Museums: der „Dom zu Halle“, die „Marienkirche mit dem Pfeil“ oder der „Roten Turm I“. Letzteres Werk galt jahrzehntelang als verschollen und konnte nach seiner Wiederentdeckung 2009 für das Kunstmuseum angekauft werden.

 

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