zur Startseite
Seite durchblättern:
Seite 4 / 10

Chronik 16. Jahrhunderts

Jahr Ereignis
1506 Der Rote Turm wird nach rund 88-jähriger Bauzeit als freistehender Glockenturm nach der Art der italienischen Campanile "zum Ruhme der Heiligen Jungfrau Maria und der Stadt Halle..." fertig gestellt.
1503 Albrecht von Brandenburg wird Magdeburger Erzbischof und Administrator des Bistums Halberstadt.
1519 Das von Kardinal Albrecht neben der Domkirche errichtete "Neue Stift" wird bestätigt. Dieses Stift sollte das ramponierte Ansehen der katholischen Kirche wieder aufbessern.
1520 Auf Veranlassung durch den Landesherrn, Kardinal Albrecht von Brandenburg, zugleich Kurfürst von Mainz, wird mit dem Umbau der alten Dominikanerkirche zum Dom begonnen. Der Umbau ist 1526 im Wesentlichen beendet.
1524 Die Salzarbeiter schließen sich zur "Salzwirkerbrüderschaft im Thale zu Halle" (Halloren) zusammen.
1529 Mai. Die Stadt Halle und der Erzbischof schließen ein Abkommen über den Abbruch der beiden alten Kirchen auf dem Marktplatz und den Bau einer neuen Marktkirche. Schon Ostern 1534 wird in der Kirche, d.h. dem bereits erbauten Teil, gepredigt. Der Neubau ist 1554 fertig gestellt.
1529 Der Bau des neuen Stadtgottesackers beginnt. Da mit dem Umbau der beiden alten Marktkirchen zur neuen Marktkirche auch die alten Kirchhöfe entfernt wurden, baute man auf dem Martinsberg östlich der Stadt einen neuen Gottesacker.
1530 Kardinal Albrecht verfügt die Auflösung des alten Klosters Neuwerk.
1539 21. April. In Halle erklingt zum ersten Mal der "Nachtwächterruf".
1541 Kardinal Albrecht verlässt enttäuscht Halle, nachdem es ihm trotz vielfältiger Versuche nicht gelang, Halle zur antiprotestantischen Hochburg und damit zum Gegenpol gegen das lutherische Wittenberg zu machen.
1541 15. April. Mit der Predigt durch Justus Jonas beginnt die Reformation in Halle.
1546 20. Februar. Die Leiche Martin Luthers wird auf dem Wege von Eisleben nach Wittenberg über Nacht in der halleschen Marktkirche aufgebahrt. Zahlreiche Bürger der Stadt nehmen Abschied vom großen Reformator.
1554 Dezember. Die Marktkirche U.L. Frauen wird endgültig fertig gestellt. Trotz heftiger Bekämpfung durch den Landesherrn hat in Halle die evangelische Glaubenslehre festen Fuß gefasst. Von den ursprünglich zwei Kirchen wurden nur die beiden Turmpaare übernommen und zwischen ihnen ein neues Kirchenschiff gebaut.
1562 Der auf der Moritzburg residierende Erzbischof Sigismund führt öffentlich in Halle die Reformation des Erzstifts Magdeburg ein. Mit diesem Akt verliert er seinen Titel "Erzbischof" und nennt sich fortan "Administrator" (evangelischer Landesherr). Unmittelbar nach der Einführung der Reformation beginnen im ganzen Lande die Arbeiten an den Visitationen der Klöster.
1563 Die Vorstadt Glaucha Alt-Glaucha vor Halle erhält vom Administrator Sigismund ein Wappen verliehen, das die Umschrift trägt: SI RICHTER VUD SCHOPPEN ZV GLAVCHA VOR HALLE. 
1567 Der neu gewählte Administrator, Joachim Friedrich, zieht in Halle ein und nimmt zwei Tage später die Huldigung der Stadt und der Bürgerschaft entgegen. Sein Vorgänger im Amt, Sigismund, war 1566 gestorben.
1573 Baubeginn für das "Feier- und Hochzeitshaus" der Stadt, das auch die städtische Waage aufnimmt. Von dieser Funktion erhielt das Gebäude auch den Namen "Rats-Waage". Nach Gründung der Universität in Halle wurde mangels eines geeigneten anderen Bauwerks in die erste Etage der "Waage" das Auditorium Maximum gelegt – gegen den Willen der Stadt. 1945 wurde das Gebäude bei einem der letzten Luftangriffe zerstört. Einzig der Portalbogen bleibt erhalten und wird im Hof der Moritzburg wieder aufgestellt.
1593 Auf dem Marktplatz wird durch alle Steinmetze und Maurer der "Pranger", auch "Staupsäule" genannt, errichtet. Da sich niemand freiwillig für diese Arbeit fand, wurden die Handwerker per Ratserlass dazu verpflichtet. Der Pranger steht auf dem Markt bis 1807, als der französische Stadtkommandant die Entfernung befiehlt.
1594 Der Bau des neuen Stadtgottesackers ist beendet.

 

Anzeige HWG

Anzeige Dorint Hotel - Charlottenhof Halle (Saale)