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Chronik 17. Jahrhundert

Jahr Ereignis
1604 1. Januar. Gottfried Olearius wird geboren. Er ist der Verfasser der "Halygraphia", der ersten Monografie zur Halleschen Stadtgeschichte. Markant ist darin u.a. ein Grundplan der Stadt mit topografisch genauem Straßenverlauf.
1633 Der schwedische Reichskanzler Oxensternja rückt in Begleitung des Herzogs von Lüneburg als neuer Gebieter in Halle ein. Halle wird nun von den Schweden beherrscht.
1636 27. Januar. Im Malzhaus der Unterburg Giebichenstein bricht ein Feuer aus – vermutlich durch die hier lagernde Reiterei der Schweden fahrlässig ausgelöst. Dem Brand fallen die Gebäude der Oberburg zum Opfer, während der Schaden auf der Unterburg begrenzt bleibt. Nach dem 30-jährigen Krieg verwenden die Einwohner Giebichensteins viele Steine der Oberburgruine zur Reparatur ihrer durch den Krieg beschädigten Häuser. Im Ergebnis dessen verschwinden die einstigen Bauwerke auf der Oberburg weitgehend.
1637 7. Januar. In der belagerten Moritzburg bricht ein Großfeuer aus und zerstört den Westflügel der Burg gänzlich. Die Ursachen wurden nie geklärt. Wahrscheinlich führte ein nicht gewarteter Kamin zu einem Balkenbrand, der sich schnell ausbreitete. Einer anderen Überlieferung nach sollen Soldaten auf dem Holzfußboden ein offenes Feuer angezündet haben, um sich zu wärmen.
1644 Erster protestantischer Gottesdienst im Dom.
1660 19. Februar. Friedrich Hoffmann, berühmter Gelehrter der Chemie, Physik und Medizin, wird in Halle geboren (gest. 11. Januar 1742). Er studierte in Jena und Erfurt, war später als Arzt tätig. Ihm wird die Erfindung der "Hoffmannstropfen" zugeschrieben.
1680 In der Neuen Residenz stirbt der letzte Administrator des Erzstifts Magdeburg, Herzog August von Sachsen. Nach den am Ende des 30-jährigen Krieges getroffenen Regelungen fällt dadurch das alte Erzstift an das Kurfürstentum Brandenburg. Bereits am 6. Juni erscheint vor den Toren Halles eine militärische Abordnung und fordert die Herausgabe der Torschlüssel. Dieser symbolische Akt bedeutet die Inbesitznahme der Stadt durch den neuen Landesherrn.
1681 2. bis 6. Juni. Anlässlich der Übernahme Halles in das Kurfürstentum Brandenburg findet eine große Huldigungsfeier für den neuen Landesherrn statt.
1681 Friedrich Mateweis wird als erster Postmeister in Halle eingesetzt. Er richtet in kürzester Zeit eine beständige Verbindung zu allen umliegenden Orten ein und gründet am Großen Berlin, Brauhausstraße 17, das erste staatliche Postamt in Halle. Dessen Aufgabe besteht auch in der Personenbeförderung.
1685 23. Februar. Georg Friedrich Händel wird als Sohn eines angesehenen halleschen Wundarztes in Halle geboren.
1687 Der aus Frankreich vertriebene Abraham Valery erhält das Recht, in der Kleinen Klausstraße eine Tuchfabrik zu errichten. Obwohl Valery zu den reichsten Einwanderern gehörte, wird er von der Absatzkrise nicht verschont. Er kann den Bankrott seiner Fabrik nicht aufhalten.   
1687 Der Kurfürst von Brandenburg, seit 1680 Landesherr auch über Halle, erlässt eine Anordnung, die fortan den Haushaltsetat der Stadt Halle regelt.
1692 Aus Erfurt vertrieben, trifft August Hermann Francke in Halle ein. Neben einer Lehrstelle für orientalische Sprachen war auch das Pastorat an der St. Georgenkirche zu Glaucha für seine künftige Tätigkeit vorgesehen. Dort wird er konfrontiert mit der schlimmsten Armut und deren Folgen für das Leben der Menschen. Seine Erkenntnisse lassen ihn 1695 mit dem Aufbau seines grandiosen Stiftungswerkes beginnen.
1694 12. Juli. Die Universität Halle wird gegründet. Die Bestrebungen nach einer Universität gehen bis ins 16. Jahrhundert zurück. Ab 1690/91 beginnen ernsthafte Aktivitäten für einen wissenschaftlichen Lehrbetrieb in Halle, die dann in die offizielle Gründung münden.
1695

August Hermann Francke gründet die Franckeschen Stiftungen.

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