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Chronik der ersten Hälfte des 20. Jahrhundert

Jahr Ereignis
1900 Die drei nördlich von Halle gelegenen Orte "Cröllwitz", "Giebichenstein" und "Trotha" werden eingemeindet. Damit hat sich das Stadtgebiet der Großstadt Halle (seit 1890 mehr als 100.000 Einwohner) auf eine Länge von rund 8 km bei einer Breite von rund 2 km ausgedehnt. Großbetriebe wie die Riebeckschen Montanwerke lassen sich nieder. 
1901 26. August. Das Hallesche Kaiserdenkmal am Hansering wird enthüllt.
1902 Die Überlandbahngesellschaft nimmt den elektrischen Straßenbahnbetrieb zwischen Halle und Merseburg auf, später bis Leuna und Bad Dürrenberg.
1908 Die "Galerie Moritzburg" wird als städtisches Kunstmuseum errichtet. 
1908 Die Feuerwache Süd in der Liebenauer Straße wird eröffnet. Da sich die Stadt immer mehr nach Süden ausdehnt, ist die Entfernung zur Hauptfeuerwache in der Ludwig-Stur-Straße (Margarethenstraße) zu groß geworden.
1913 Das Landesmuseum für Ur- und Frühgeschichte wird eröffnet.
1925 Mai. Der Marktbrunnen mit der Germania-Figur wird im Zuge der Umgestaltung des Marktes abgerissen, jedoch wieder auf dem Triangel am Steintor aufgebaut. Dort steht er bis zum Ende des 2. Weltkrieges. Das Bassin existiert noch heute, während die Brunnenfigur mit den Tafeln der im Krieg 1870/71 Gefallenen verschwunden ist.  
1925 Am Holzplatz zwischen dem heutigen Karstadt-Kaufhaus und der Saale wird in 520 Metern Tiefe eine Solequelle erbohrt. Die Sole hat eine bessere Ergiebigkeit als die des Gutjahrbrunnens. Notwendig geworden ist die Bohrung durch die allmähliche Erschöpfung der seit Jahrhunderten genutzten Quellen auf dem Hallmarkt.
1928 - 1930 Ein neues Verwaltungsgebäude für die Stadtverwaltung wird gebaut. Der Neubau wird hinter dem alten Rathaus errichtet, woraus sich zum einen die relativ schmucklose Fassade und zum anderen der Name "Ratshof" ergab. Nur an der Südwestecke des Neubaus, zur Leipziger Straße hin, werden Figuren von Gustav Weidanz angebracht.
1933 Die Universität erhält den Namen Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg.
1945 31. März. Schwerer Luftangriff auf Halle. Der 501. Fliegeralarm seit Beginn des Krieges bringt der Stadt schwere Zerstörungen in der Nähe des Bahnhofes. Auch Rathaus und Ratswaage fallen in Schutt und Asche. 
1945 14. April. Als eine der letzten "Verteidigungsmaßnahmen" werden neun Brücken über die Saale gesprengt, u.a. die Hafenbahnbrücke, Genzmerbrücke, Siebenbogenbrücke, Gimritzer Gutsbrücke, Peißnitzbrücke, Schwanenbrücke und Giebichensteinbrücke.
1945 16. April. Verantwortungsbewusste Hallenser initiieren Gespräche mit den vor den Toren stehenden Truppen der 104. US-Division. Als Vermittler fungiert Felix Graf v. Luckner, dessen Bekanntheit bei den Amerikanern Gesprächsbereitschaft aufkommen lässt. Halle wird schließlich weitgehend kampflos von den US-Truppen besetzt, größere Zerstörungen und Blutopfer somit vermieden. Als deutliches Zeichen für das der Stadt im Falle der Nichtkapitulation bevorstehende Schicksal wird der Rote Turm durch Artilleriegranaten in Brand geschossen. Die Ruine erhält bis 1948 ein Flachdach und eine neue Uhr mit Glockenspiel.
1945 April bis Juni. Amerikanische Besatzungszeit in Halle. Im Vollzug der im Februar 1945 in Jalta gefassten Beschlüsse ziehen die US-Truppen am 1. Juli 1945 ab. Ab 2. Juli 1945 übernimmt die Sowjetische Kommandantur die Macht in der Stadt.
1947 17. November. Durch eine Urkunde erhält Halle die amtliche Bezeichnung „Landeshauptstadt“.  
1948 Der erste Weitstreckenwaggon wird in Ammendorf in der ehemaligen Waggonfabrik von G. Lindner fertig gestellt. Die Fabrik hatte vor dem Krieg vor allem Straßenbahnwagen für zahlreiche Städte Deutschlands geliefert. Der Betrieb fungiert bis 1952 als so genannter SAG-Betrieb (Sowjetische Aktiengesellschaft) und wird 1952 in Volkseigentum übergeben. Seine Produktion bleibt bis 1990 weiter auf die Sowjetunion ausgerichtet.
1948 Das Händelhaus öffnet als Museum.
1948 November. Der erste HO-Laden in Halle öffnet im Kaufhaus Herrmann, dem späteren Kinderkaufhaus am Markt. Das Kaufhaus wird 1993 abgerissen und durch ein neues Gebäude durch den Kaufhof-Konzern ersetzt.
1950 Der Landtag von Sachsen-Anhalt beschließt die Angliederung / Eingemeindung von 14 umliegenden Orten an/in die Stadt Halle. Es handelt sich um Ammendorf, Bruckdorf, Büschdorf, Dölau, Diemitz, Kanena, Lettin, Mötzlich, Nietleben, Reideburg, Seeben, Wörmlitz-Böllberg, Tornau und Passendorf mit insgesamt 54.000 Einwohnern. Die Einwohnerzahl Halles steigt dadurch auf 289.119 Bürger.

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