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Archivale des Monats März 2018

160. Geburtstag des hallischen Fotografen Gottfried Riehm

Blick in die Geiststraße mit HäusernLebendige Straßenszene an der Einmündung der Breiten Straße auf die Geiststraße, um 1900.Wie kaum ein zweiter Fotograf hat Gottfried Riehm, dessen Geburtstag sich am 6. März 2018 zum 160. Mal jährt, dazu beigetragen, die Entwicklung der Stadt Halle während der Gründerzeit kurz vor und nach der Jahrhundertwende zu dokumentieren.

Gottfried Riehm wurde am 6. März 1858 als Sohn eines Predigers in Mannheim geboren. Schon früh kam die Familie nach Halle, da der Vater Eduard Riehm im Jahre 1862 eine Berufung zum Professor an die Theologische Fakultät der Universität annahm. Gottfried besuchte in Halle die städtische Vorschule, aus der kurz darauf das Stadtgymnasium hervorging und wo er im September 1876 das Abitur bestand, um dann von 1876 bis 1878 in Halle Naturwissenschaften und Mathematik zu studieren.
Nach vier Semestern in Berlin und Leipzig kehrte er im Oktober 1880 an die alma mater halensis zurück und beendete seine Studien mit der Promotion zum Doktor der Philosophie im August 1881, zu einem Zeitpunkt, wo sein Vater als Rektor der Universität amtierte. Nachdem er im Januar 1883 vor der Wissenschaftlichen Prüfungskommission auch die Lehramts-Befähigung nachgewiesen hatte, trat er Ostern des Jahres als Hilfslehrer in das Kollegium des Stadtgymnasiums ein, dem er Zeit seines Lebens verbunden bleiben sollte. Dr. Riehm, der 1903 den Professorentitel verliehen bekam, trat am 1. April 1923 nach vierzigjähriger Lehrtätigkeit in den Ruhestand.
Besonders verbunden war er dem „Naturwissenschaftlichen Verein“ und der „Photographischen Gesellschaft“, wo er als aktives Vorstandsmitglied viel für die Fotografie tat. Seine ganze Liebe galt insbesondere der Stadt Halle, deren reiche Geschichte er gut kannte. Diese Verbundenheit ließ ihn schließlich zum fotografischen Chronisten Halles werden. Seine fotografischen Aufnahmen fertigte er zu einer Zeit an, als sich das Stadtbild unter dem Einfluss der stürmischen Industrialisierung seit den letzten zwei Jahrzehnten des 19. Jahrhundert grundlegend wandelte.
Prof. Dr. Gottfried Riehm starb im 71. Lebensjahr am 25. April 1928 und wurde wenige Tage später auf dem Laurentiusfriedhof zur letzten Ruhe gebettet.

Schon kurz nach dem Tode Gottfried Riehms übergab seine Witwe, Marie Riehm geb. Jellinghaus, ca. 2000 Positive und Negative dem Stadtarchiv Halle.

 

 


 

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