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Schleiermacherhaus, Große Märkerstraße 14/15 und Rannische Straße 9

Schleiermacherhaus - Größter Renaissancehauskomplex an der "Professorenstraße"

Die heute als Doppelhaus nummerierten repräsentativen dreigeschossigen Hauptgebäude errichtete 1561/62 vermutlich der Ratsbaumeister Nickel Hoffmann. Der nördliche Hofflügel ist eines der ältesten mittelalterlichen Wohngebäude und stammt aus spätromanisch-frühgotischer Zeit um 1200/1220. Berühmtester Bewohner war 1804-07 der Theologe und Religionsphilosoph Daniel Friedrich Schleiermacher (1768-1834), damals Professor an der halleschen Universität. Die umfangreiche Sanierung des verwahrlosten Anwesens begann 1992 mit der Dach- und Fassadeninstandsetzung.

Bemerkenswertes Ergebnis der denkmalpflegerischen Bemühungen ist u. a. die Wiederherstellung des großen repräsentativen Saales im 1. Obergeschoss. Das "Schleiermacherhaus" ist heute Sitz des Landesamtes für Denkmalpflege Sachsen-Anhalt.

 

Große Märkerstraße 14/15 - Platzbildprägende Hausgruppe an der Westseite des Kleinen Berlin

Im Kern mittelalterlich, wurden die Häuser 1700 und um die Mitte des 19. Jahrhunderts mehrfach umgebaut. Deutlich ablesbar kann man an der Hausfront und an der Dachzone verschiedene Bauphasen erkennen, was auf die Zusammenlegung mehrerer Grundstücke zurückzuführen ist. Nach jahrelangem Leerstand und Verfall wurden die Häuser mit ihren schlichten Fassaden für Wohn- und Bürozwecke saniert. Nach drastischen Bauschäden im Hofbereich wurde die rückwärtige verfallene Fachwerkwand durch eine tragende Stahlbetonkonstruktion mit Ganzverglasung ersetzt.

Rannische Straße 9 - Renaissancegiebelhaus mit stattlichem Portal

Das 1540 erbaute Haus stellt eines der letzten spätmittelalterlichen Giebelhäuser in Halle dar. Bei der aufwändigen Rekonstruktion 1999 / 2000 erfolgte die bauliche Durchführung unter der Maßgabe, die denkmalgeschützte Bausubstanz nicht nur äußerst schonend zu behandeln, sondern auch soweit wie möglich zu erhalten. Im Erdgeschoss wurde das noch vorhandene restaurierte Renaissanceportal wieder eingesetzt. Die wertvollen Deckenmalereien im Erdgeschoss sowie die barocken Stuckdecken im 1.Obergeschoss sind nach restauratorischen Befunden wiederhergestellt worden.
 

Standort im Stadtplan

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