zur Startseite
Seite durchblättern:
Seite 3 / 11

 Moritzburg

Vierflügelanlage der Spätgotik, erbaut 1484-1503, seit 1637 Ruine, 1901-1904 Museumsneubau. Baugeschichtlich steht die dem Schutzpatron des Erzbistums geweihte Moritzburg zwischen Gotik und Renaissance, sie ist nicht mehr Burg im herkömmlichen Sinn und noch nicht Schloss. 1514-1541 nutzte Kardinal Albrecht die Burganlage als Wohnsitz. Nach dem Brand im Dreißigjährigen Krieg, im Januar 1637, wurde die Burg teilweise wieder aufgebaut. Heute beherbergt die einstige Feste die Stiftung Moritzburg - Landeskunstmuseum Sachsen-Anhalt.

Erweiterungsbau der Stiftung Moritzburg im Nord- und Westflügel der Anlage, Foto: Ludwig RauchIn der Südbastion befindet sich der sogenannte Kuppelsaal, der für Ausstellungszwecke genutzt wird. Die Nordbastion beherbergt den Studentenclub "Turm". In der niedergebrannten Nordseite, an der die Fensterfassungen original erhalten sind, richtete die Universität um die Jahrhundertwende einen Turnsaal ein. Bis 1992 blieb es bei diesem Verwendungszweck, danach wurden die Räume für Museumszwecke benutzt. 2008 wurde im West - und Nordflügel der Moritzburg ein spektakulärer zeitgenössischer Erweiterungsbau der spanischen Architekten Nieto Sobejano fertig gestellt, der die historische Bausubstanz mit moderner Architektur verbindet und sich durch eine markante Dachlandschaft auszeichnet. Im Westflügel wird die "Brücke"-Sammlung Hermann Gerlingers und Werke der Klassischen Moderne aus Museumsbeständen sowie Kunst nach 1945 gezeigt.

1912 bis 1914 entstand neben dem historistischen Talamt im Süden für das damalige Stadtmuseum  Halles an der Ostseite mit den sogenannten Wehrgängen ein weiterer Bau. In jenen Jahren wurde auch der Torturm, der an der Stadtseite das Wappen des Erzbischofs Albrecht und das Standbild der heiligen Katharina trägt, ausgebaut. In letzterem wirkte Lyonel Feininger und schuf seine bekannten Halle-Bilder.

 

 

Standort im Stadtplan

Anzeige HWG

Anzeige Dorint Hotel - Charlottenhof Halle (Saale)