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Fragen und Antworten zur neuen Baumschutzsatzung

Der Stadtrat hat in seiner Sitzung am 23.11.2011 die neue Baumschutzsatzung (BSchS) der Stadt Halle (Saale) beschlossen.
Anhand der folgenden Fragen und Antworten sollen die wichtigsten Regelungen verdeutlicht werden:

Wann tritt die neue Baumschutzsatzung in Kraft? 

Antwort:                                                                                                Diese Satzung tritt am Tag nach der Veröffentlichung im Amtsblatt der Stadt Halle (Saale) in Kraft - also ab 22.12.2011.

Welche Bäume sind nach dieser Satzung geschützt?

Antwort:                                                                                        Geschützt sind alle Laubbäume, Ginkgo und Eibe mit einem Stammumfang  von 50 cm und mehr. Straßenbäume und Ersatzpflanzungen sind unabhängig vom Stammumfang geschützt.

Wo ist der Stammumfang zu messen?

Antwort:eintriebiger und mehrtriebiger Baumumfang

 

 

 

Welche Baumarten sind nach dieser Satzung nicht oder nicht mehr geschützt?

Antwort:                                                                                                  Nicht mehr geschützt sind

Welche Bereiche sind vom Schutz ausgenommen?

Antwort:
Vom Schutz der BSchS ausgenommen sind Bäume, im Geltungsbereich des Bundeswaldgesetzes (BWaldG), in Naturschutzgebieten, als Naturdenkmäler, in flächenhaften Naturdenkmälern und in geschützten Landschaftsbestandteilen. Bäume auf Parzellen der Kleingartenvereine unterliegen den gesetzlichen Regelungen des  Bundeskleingartengesetz (BKleingG). Alle gewerblichen Zwecken dienende Bäume in Baumschulen und Gärtnereien sowie Bäume des Botanischen Gartens unterliegen nicht dem Schutzstatus durch die Baumschutzsatzung.

Welche Verbote gelten?

(§ 6 BSchS) 

Antwort:
Grundsätzlich ist verboten, geschützte Bäume zu fällen oder Teile von ihnen zu entfernen, zu beschädigen, abzuschneiden oder in ihrem Aufbau wesentlich zu verändern. Dies gilt auch für den Wurzelbereich! Deshalb gelten für Baumaßnahmen im Bereich von Bäumen besondere Vorschriften. Diese sind in dem vorliegenden Merkblatt nachzulesen.  

 

 

Welche Arbeiten können genehmigungsfrei durchgeführt werden?

Antwort:
Bäume dürfen ohne weiteres gepflegt und Äste bis 5 cm Durchmesser zur Herstellung des Lichtraumprofils entfernt werden.
Die weiterhin genehmigungsfrei durchführbaren Maßnahmen, z. B. Sicherung oder Fällung wegen Gefahr im Verzuge, sind grundsätzlich vor dem Beginn schriftlich unter Vorlage geeigneter Beweise (z. B. Fotos) anzuzeigen.

Wie ist eine Fällung oder ein Rückschnitt zu beantragen?

Antwort:
Wenn ein Baum alters- oder baubedingt oder aus anderen Gründen an Grob- und Starkästen oder im Wurzelbereich zurückgeschnitten oder gefällt werden soll, ist eine formloser, begründeter schriftlicher Antrag bei der Naturschutzbehörde zu stellen (Anlage 2 BSchS). 

Wer ist antragsberechtigt?

Antwort:
Jeder Eigentümer eines Grundstückes auf dem sich der Baum befindet bzw. dessen Bevollmächtigter oder jeder Dritte mit Sachbescheidungsinteresse ist antragsberechtigt.

Welche Ersatzpflanzungen sind notwendig?

Antwort:                                                                                                    Die notwendigen Ersatzpflanzungen werden in der Genehmigung festgelegt. Sie werden hauptsächlich anhand des zur Baumschau vorhandenen Kronenvolumens und des  Baumzustandes bemessen. Ersatzpflanzungen sollen vorrangig auf dem Fällgrundstück erbracht werden.

Müssen Bäume gepflegt werden?

Antwort:
Kronenpflege ist nur in begründeten Fällen notwendig. Dazu gehört z. B. das Entfernen von unerwünschten Entwicklungen in der Krone wie Zwieselbildung und das Entfernen von toten, kranken, absterbenden, gebrochenen, sich kreuzenden und reibenden Ästen. Es ist überwiegend im Fein- und Schwachastbereich zu schneiden.
Gesunde Bäume ohne Totholz und Fehlentwicklungen werden nur geschnitten, wenn das der Standort erfordert (z. B. Lichtraumprofil an Straßen und Wegen, Freihalten von Laternen usw.). Aber auch dann werden störende Äste möglichst frühzeitig entfernt, d. h. mit einem Durchmesser kleiner 5 cm. Dies sichert eine gute Wundheilung. Für das Abschneiden oder Absägen starker Äste ist eine Genehmigung notwendig.

An Jungbäumen ist ein Erziehungs-/Aufbauschnitt vorzunehmen:
Das sind unter Berücksichtigung der arttypischen Wuchsform vorzunehmende Schnittmaßnahmen zur Vorbeugung von Fehlentwicklungen und Erzielung einer der vorgesehenen Funktion des Baumes entsprechenden Krone (z. B. Abschneiden zu dichter Äste, Entfernen eines Zwieselastes, Aufastung zur Erziehung eines langen Stammes). 

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