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Ausbau Mansfelder Straße, Erneuerung Klausbrücke, Ausbau Hallorenring mit Ertüchtigung Überbauung Gerbersaale

Die Mansfelder Straße zwischen Elisabethbrücke und Klausbrücke/Robert-Franz-Ring ist baulich in einem desolaten Zustand. Dies betrifft die Fahrbahn einschließlich der Nebenanlagen ebenso wie die Gleisanlagen der Straßenbahn. Neben diesen baulichen Defiziten wird die Mansfelder Straße in diesem Bereich stadtgestalterisch ihrer Funktion als wichtige Verbindung zwischen der Alt- und der Neustadt nur eingeschränkt gerecht. Mit Baubeginn im März 2010 wollen die Stadt Halle (Saale) und die Stadtwerke Halle gleichzeitig drei Bauvorhaben umsetzen. Alle Vorhaben befinden sich in einem Bereich westlich des Hallmarktes im Hallorenring und weiter nach Westen in der Mansfelder Straße. Die entsprechenden Baubeschlüsse hat der Stadtrat im November 2009 gefasst.

Für diese Vorhaben sind unterschiedliche Fördermittel des Landes Sachsen-Anhalt beantragt und bewilligt. Für Bauvorhaben, deren Förderung mit Fördermitteln noch nicht abschließend bewilligt sind, ist ein vorzeitiger Maßnahmebeginn genehmigt.

Was wird gemacht?

Erneuerung der Klausbrücke 

Die Klausbrücke führt den Hallorenring über den Mühlgraben und bindet sowohl nach Westen an die Mansfelder Straße als auch nach Norden an den Robert-Franz-Ring an. Sie ist schon seit einigen Jahren nur noch mit Einschränkungen befahrbar.

Die Brücke besteht baulich aus zwei unterschiedlichen Konstruktionen. Die eigentliche Überbrückung des Mühlgrabens ist eine gemauerte Gewölbekonstruktion aus der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Auf diese vorhandene Brücke wurde im Jahr 1908 eine Stahlbetonkonstruktion aufgelagert. Dieser Oberbau aus Stahlbeton ist so sehr von Bauschäden betroffen, dass er nicht erhalten werden kann. Er wird durch einen Neubau ersetzt. Die Gewölbe werden dabei als Denkmal erhalten und instandgesetzt.

Für dieses Vorhaben investiert die Stadt insgesamt rund 1,8 Millionen Euro. Das Vorhaben wird aus Mitteln des städtebaulichen Denkmalschutzes vom Land Sachsen-Anhalt gefördert.

Ausbau der östlichen Mansfelder Straße und des Hallorenringes 

Nach dem Bau der neuen Brückenplatte für die Klausbrücke werden Straßenbahngleise, Fahrbahn, Rad- und Gehwege ausgebaut. In der Fachsprache der Ingenieure wird hier von einem grundhaften Ausbau gesprochen, weil die Anlagen einschließlich des Unterbaus erneuert werden. Dabei werden vorhandene Mängel der Verkehrsführung behoben. Unter anderem können die Straßenbahngleise durch die Verbreiterung der Brückenplatte so verlegt werden, dass das bestehende Begegnungsverbot für Straßenbahnen aufgehoben werden kann. 

Auch der östliche Abschnitt der Mansfelder Straße wird grundhaft ausgebaut. Die Straßenbahnhaltestelle Ankerstraße wird dabei so ausgebaut, dass diese auch für mobilitätseingeschränkte Personen optimal nutzbar wird. Außerdem erneuern die Stadtwerke im Zuge der Maßnahme zahlreiche Ver- und Entsorgungsleitungen: beispielsweise werden zwischen der Herrenstraße und dem Robert-Franz-Ring die Abwasserkanäle samt Hausanschlüssen neu verlegt. Das vorhandene Abwassertrennsystem wird dabei beibehalten, das heißt Niederschlags- und Schmutzwasser werden separat abgeleitet. Durch die Veränderung der Straßenführung und -höhen passen die Stadtwerke ebenfalls Strom-, Gas- und Wasserleitungen an die veränderten Randbedingungen an. Im Bereich des Hallorenringes werden zudem die Deckenplatten des Abwasserhauptsammlers ausgewechselt und die Trinkwasserleitung erneuert.

Gleisabzweig Franckeplatz 

Die HAVAG baute bereits im März 2010 einen Gleisabzweig am Franckeplatz ein, der von und zur Rannischen Straße in Richtung Saline / Halle-Neustadt führt. Damit wird für die Bauzeit eine Umleitung der Straßenbahnen vom Markt in Richtung Halle-Neustadt und zurück ermöglicht, die so hätte nicht vorgenommen werden können. Durch diese Maßnahme wird es möglich, das hohe Fahrgastaufkommen zu bewältigen und gleichzeitig Stausituationen durch einen anderenfalls notwendigen Schienenersatzverkehr zu verhindern. 

Ertüchtigung der Überbauung über der Gerbersaale 

Die Gerbersaale lag bis 1895 vor der Stadtmauer und führt vom heutigen Glauchaer Platz aus bis zur Klausbrücke. Der ursprüngliche Flusslauf wurde 1895 im Zuge der Anlage des Halleschen Altstadtringes mit einem betonierten Gewölbe überbaut. Auf diesem Bauwerk verläuft der heutige Hallorenring. Das Bauwerk ist inzwischen so stark geschädigt, dass eine Ertüchtigung zwingend notwendig wird.

Dazu muss zunächst das Bauwerk trockengelegt werden. Es werden mehrere Wasserleitungen für die Bauzeit benötigt, die größte mit 1,50 m Nennweite im Verlauf der Herrenstraße, südlich des Stadtwerke-Gebäudes bis zum Mühlgraben. Anschließend muss der vorhandene Schlamm aus dem Bauwerk entfernt und fachgerecht entsorgt werden.

Erst danach beginnt die eigentliche Ertüchtigung der Konstruktion. Dabei wird eine neue Betonschale in das vorhandene Bauwerk eingebracht.
Alle Arbeiten sind in einer so genannten geschlossenen Bauweise vorgesehen. Das heißt, sie sollen möglichst störungsfrei im Inneren des vorhandenen Gewölbes ablaufen. Offene Baugruben finden sich nur am Glauchaer Platz und in Höhe der Kellnerstraße.
Die Investitionssumme beträgt rund 6,4 Millionen Euro. Hiervon trägt das Land Sachsen-Anhalt einen erheblichen Anteil aus Fördermitteln, ferner ist die Hallesche Wasser und Stadtwirtschaft GmbH an den Kosten beteiligt und begleitet die Maßnahme fachtechnisch.

Wann und Wo beginnen die Bauarbeiten? 

Insgesamt ist eine Bauzeit von März 2010 bis November 2011 geplant.

Dieser Zeitraum verteilt sich wie folgt auf die einzelnen Baumaßnahmen:

Sperrmaßnahmen und Verkehrsführung während der Bauzeit

Ab dem 18. April 2011 ist der Baubereich Hallorenring (ab der Talamtstraße), die Klausbrücke und die  Mansfelder Straße wieder für den Verkehr freigegeben. Aufgrund möglicher erforderlicher Restleistungen bis zum 31. Mai 2011 kann es in den Gehwegbereichen noch zu Verkehrsbehinderungen an einzelnen Stellen in der Art einer Tagesbaustelle kommen.
Der gesamte Bereich ist ansonsten bis dahin nur für den Anliegerverkehr befahrbar. Es wird eine großräumige Umleitung über den halleschen Innenstadtring ausgeschildert.

Die Straßenbahnhaltestellen Talamtstraße (Hallmarkt) und Ankerstraße werden bis Mitte April 2011 in beiden Richtungen nicht bedient. Eine Umleitung der Linienführung zwischen Neustadt und Markt erfolgt in beiden Richtungen über Herrenstraße, Glauchaer Platz, Franckeplatz und Rannische Straße. Es besteht für Fahrzeuge, Radfahrer und für Fußgänger keine Möglichkeit einer Querung über den Mühlgraben.

Auch auf dem Hallmarkt und am Hallmarkt kommt es zu erheblichen Einschränkungen. So müssen die Busstellplätze des Tourismusverkehrs und die Taxistellplätze verlegt werden, Veranstaltungen sind nur mit einem eingeschränkten Platzangebot möglich.

Für den touristischen Busverkehr werden zu der bereits bestehenden Haltestelle im Hansering zwei weitere Stellplätze eingerichtet. Des Weiteren soll hauptsächlich der neue Zentrale Omnibus Bahnhof (ZOB) am Hauptbahnhof genutzt werden.
Der Hallorenring ist nur in Richtung Süden vom Hallmarkt bis Glauchaer Platz befahrbar.
In Richtung Hallmarkt wird eine Umleitung vom Glauchaer Platz über den Moritzkirchhof und Dreyhauptstraße eingerichtet.
 

 

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Kontakt

Stadt Halle (Saale) 

Straßen- und Tiefbauamt

Herr Cudrig (Bauleiter)

0345 221-2421

0345 221-2417

E-Mail

HAVAG 

Herr Riedel

0345 581-5416 

E-Mail

Bauoberleitung

Müller-Ingenieurplan GmbH

Wolfgang Piller 

0345 5600375 

E-Mail

Projektsteuerung

H+B Stadtplanung GbR

Cornelia Eßrich 

0345 2080918

E-Mail

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