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Geistige Jugendlichkeit und „gewichtige“ Tradition

Löwengebäude der MLUDie Wurzeln der ältesten und größten Hochschule Sachsen-Anhalts gehen auf die 1502 in Wittenberg gegründete sächsische Universität und die 1694 in Halle eröffnete brandenburgisch-preußische „Fridericiana“ zurück. Seit 1817 sind die Wittenberger „Leucorea“ und die hallesche Alma Mater miteinander vereinigt. Diese Besonderheit findet im Doppelsiegel der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg symbolischen Ausdruck.

Die „Leucorea“ gelangte im 16. Jahrhundert vor allem durch Philipp Melanchthon und das reformatorische Wirken Martin Luthers zu Weltgeltung. Nach Luthers Thesenanschlag gegen die päpstliche Ablasspraxis wurde die Stadt Wittenberg zum Zentrum der Reformation. Annähernd zweihundert Jahre später kam es zur Gründung der halleschen Universität, zu deren bedeutendsten Gelehrten der Naturrechtler Christian Thomasius sowie der Professor für alte Sprachen und Theologie, August Hermann Francke, gehörten.

Unter ihrem Einfluss entwickelte sich die Alma Mater zum Zentrum der Frühaufklärung und des Pietismus. Francke wirkte ab 1692 in der Saalestadt und begründete mit den Franckeschen Stiftungen Halles Ruf als Schulstadt. Noch heute kündet sein Bauensemble mit Waisenhaus, Armen- und Bürgerschule, Druckerei, Buchhandlung und Apotheke vom Erbe des halleschen Pietismus.

Auch prägten der Philosoph Christian Wolff, der Landwirt Julius Kühn und der Mathematiker Georg Cantor, Begründer der Mengenlehre, das wissenschaftliche Leben an der Lehr- und Forschungsstätte. Der heutige Standort der 1817 vereinigten Universität ist die Saalestadt Halle. Seit 1933, dem Jahr des 450. Geburtstages Martin Luthers, trägt die Hochschule den Namen des berühmten Reformators.
 

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