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Dolmetscher und Übersetzer- Nachweis der fachlichen Eignung feststellen

Leistungsbeschreibung

Die Feststellung der fachlichen Eignung für das Übersetzen oder Dolmetschen für gerichtliche, behördliche und notarielle Zwecke ist eine unerlässliche Voraussetzung für alle Personen, die eine allgemeine Beeidigung und öffentliche Bestellung zu beantragen beabsichtigen.

Die Feststellung führt zur Staatlichen Anerkennung, die eine Grundlage der Beeidigung ist und berechtigt zur Führung des Prädikats "Staatlich anerkannte ..." oder "Staatlich anerkannter ..." als Bestandteil der Berufsbezeichnung.

Der Nachweis der Feststellung erfolgt gegenüber dem zuständigen Landgericht durch eine Urkunde nach einem bestimmten Muster. Die Urkunde enthält Angaben

  • zur Person der Inhaberin oder des Inhabers,
  • zur Muttersprache und den Zielsprachen sowie
  • zu den Fachgebieten, für die Sprach- und Sachkompetenz nachgewiesen worden sind.

An wen muss ich mich wenden?

Die Feststellung der fachlichen Eignung erfolgt durch das Ministerium für Bildung, Referat 34.

Das Verfahren kann nach dem Dolmetschergesetz auch über den „Einheitlichen Ansprechpartner (EA) des Landes Sachsen-Anhalt“ abgewickelt werden.

Voraussetzungen

Die fachliche Eignung für die allgemeine Beeidigung und öffentliche Bestellung besitzt, wer im Geltungsbereich des Grundgesetzes über

  • den Abschluss eines einschlägigen akkreditierten Studienganges an einer Hochschule oder
  • einen vergleichbaren Studienabschluss einer Hochschule einschließlich einer berufspraktischen Tätigkeit oder
  • eine einschlägige staatliche Prüfung
  • einen Zertifikatsabschluss einer Hochschule aufgrund eines Weiterbildungsstudiums im Bereich Übersetzen und Dolmetschen für Gerichte und Behörden einschließlich einer mindestens zweijährigen Berufspraxis

als Übersetzerin oder Übersetzer, Dolmetscherin oder Dolmetscher verfügt

oder

außerhalb des Geltungsbereiches des Grundgesetzes

  • über den Abschluss eines Studienganges oder
  • über eine bestandene staatliche Prüfung

als Übersetzerin oder Übersetzer, Dolmetscherin oder Dolmetscher verfügt, der oder die gleichwertig ist.

Welche Unterlagen werden benötigt?

  • ausgefülltes Antragsformular
  • Lebenslauf, abgefasst in deutscher Sprache
  • Nachweis der Staatsangehörigkeit
  • Abschlusszeugnis einer Hochschule, ein „Diploma Supplement“, das Zeugnis über eine bestandene staatliche Prüfung oder sonstige Berufsqualifikationsnachweise als Übersetzerin/Übersetzer oder Dolmetscherin/Dolmetscher
  • Nachweise über Inhalte und Dauer des Studiums und der Ausbildung in Form von Studienordnungen, Prüfungsordnungen, Studienbüchern oder andere geeignete Unterlagen (detaillierte Übersichten mit Unterrichtsfächern, Noten, Stundenanzahl), aus denen die Anforderungen, die zur Erlangung des Abschlusses geführt haben, hervorgehen
  • Bescheinigungen über die Art und Dauer der nach Erwerb des Berufsqualifikationsnachweises ausgeübten Tätigkeiten in der Fachrichtung des Qualifikationsnachweises
  • Nachweis über Kenntnisse in einem oder mehreren der folgenden Fachgebiete: Rechtswesen, Wirtschaft, Technik, Naturwissenschaften, Geisteswissenschaften oder Sozialwissenschaften

Unterlagen wie z. B. Zeugnisse und Zertifikate sind als amtlich beglaubigte Kopien vorzulegen. Wurden Dokumente in einer fremden Sprache ausgestellt, ist neben der amtlich beglaubigten Kopie zusätzlich eine bestätigte deutsche Übersetzung beizufügen.

Welche Gebühren fallen an?

Kosten für Übersetzungen und Beglaubigungen und ggf. weitere Gebühren zur Vorbereitung des Antragsverfahrens müssen von den Antragstellern selbst getragen werden.

Gebühr: EUR 106,00 - 212,00

Welche Fristen muss ich beachten?

Es müssen keine Fristen beachtet werden.

Bearbeitungsdauer

Die Frist für die Feststellung eines vergleichbaren Abschlusses bzw. für die Feststellung eines gleichwertigen Abschlusses oder einer gleichwertigen staatlichen Prüfung beträgt drei Monate. Die Frist beginnt nach Eingang der vollständigen Unterlagen.

Anträge / Formulare

Die Feststellung der fachlichen Eignung erfolgt auf schriftlichen Antrag. Lesen Sie auch die Hinweise für die Antragstellung.

Was sollte ich noch wissen?

Die korrespondierende Sprache muss in jedem Fall Deutsch sein.

zuständige Stelle

Referat 34

Telefon
+49 391 567-01

E-Mail
referat34@mk.sachsen-anhalt.de

Formulare

Antrag auf Anerkennung der fachlichen Eignung gem. § 3 Abs. 1 Nr. 4 des Dolmetschergesetzes des Landes Sachsen-Anhalt (DolmG LSA) download
Hinweise für die Antragstellung zur Feststellung der fachlichen Eignung gemäß § 2 der Dolmetschereignungsverordnung (DolmEigVO) vom 11.06.2010 download


Quelle
Landesportal  www.sachsen-anhalt.de

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