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Nachtarbeit

Beschreibung der Dienstleistung

Baustellen, auf denen über einen längeren Zeitraum Arbeiten unter Einsatz von Geräten und Maschinen nach dem Anhang der 32. BImSchV oder anderer lärmintensiver Technik durchgeführt werden, sind gemäß § 22 BImSchG so zu betreiben, dass nach dem Stand der Technik vermeidbare schädliche Umwelteinwirkungen (Baustaub, Baulärm, Erschütterungen) verhindert werden und unvermeidbare Umweltbeeinträchtigungen auf ein Mindestmaß beschränkt werden.

Anwohnerinformation
Die Genehmigung beinhaltet eine Informationspflicht des Antragstellers gegenüber den von der Baumaßnahme betroffenen Anwohnern, welche bei einer reinen Informationspflicht mindestens drei Tage vorher zu erfolgen hat. Sollten die unvermeidbaren Lärmbelästigungen durch den Baulärm so hoch sein, dass der Richtwert für die Gesundheitsgefährdung von 60 dB (A) in der Nacht überschritten wird, müssen den betroffenen Anwohnern ab 65 dB (A) Ausweichquartiere angeboten werden, sofern baustellenzugewandte Schlafräume betroffen sind. Dafür beträgt die Angebots- bzw. Informationsfrist mindestens fünf Tage vor Beginn der Nachtarbeiten.  

Gebühr

Nach Allgemeiner Gebührenordnung im Land Sachsen-Anhalt (lfd. Nr. 76) beträgt die Gebühr mindestens 80 Euro.

Bearbeitung

Beantragung mindestens zwei Wochen vor Beginn der Baumaßnahme

Erforderliche Unterlagen

Das Formular zur Beantragung der Nachtarbeiten ist der Dienstleistung beigefügt und kann aber auch bei der zuständigen Stelle (siehe unten) abgefordert werden.

Zusätzliche Hinweise

Maschinen und Geräte dürfen nach § 7 Absatz 1 der 32. BImSchV
 - in reinen, allgemeinen und besonderen Wohngebieten,
 - Kleinsiedlungsgebieten
 - Sondergebieten, die der Erholung dienen,
 - Kur- und Klinikgebieten,
- Gebieten die der Fremdenbeherbergung nach der Baunutzungsverordnung
- sowie auf dem Gelände von Krankenhäusern und Pflegeheimen
an Sonn- und Feiertagen ganztägig sowie an Werktagen in der Zeit von 20.00 Uhr bis 07.00 Uhr im Freien nicht betrieben werden, wenn sie im Anhang dieser Verordnung genannt sind.

In Gebieten, die nicht im § 7 der 32. BImSchV benannt sind und für Geräte und Maschinen, die nicht im Anhang dieser Verordnung enthalten sind, kann eine Bearbeitung auf der Grundlage des § 24 Bundesimmissionsschutzgesetz nach der AVV Baulärm erfolgen.

Für diese Sachverhalte gelten die Lärmwerte der AVV Baulärm. Dazu zählt vor allem die Einhaltung des gebietsbezogenen Immissionsrichtwertes.

Als Immissionsrichtwerte wurden festgesetzt für

  • a) Gebiete, in denen nur gewerbliche oder industrielle Anlagen  70 dB(A) und Wohnungen für Inhaber und Leiter der Betriebe sowie für Aufsichts- und Bereitschaftspersonen untergebracht sind,
  • b) Gebiete, in denen vorwiegend gewerbliche Anlagen unter tagsüber 65 dB(A) untergebracht sind, nachts 50 dB (A),
  • c) Gebiete mit gewerblichen Anlagen und Wohnungen, in denen  tagsüber 60 dB (A) weder vorwiegend gewerbliche Anlagen noch vorwiegend nachts 45 dB (A) Wohnungen untergebracht sind,  
  • d) Gebiete, in denen vorwiegend Wohnungen untergebracht sind, tagsüber 55 dB (A), nachts 40 dB (A),
  • e) Gebiete, in denen ausschließlich Wohnungen untergebracht sind, tagsüber 50 dB (A), nachts 35 dB (A),
  • f) Kurgebiete, Krankenhäuser und Pflegeanstalten tagsüber 45 dB (A), nachts 35 dB (A).

Ergibt sich aus dem Antrag, dass es sich nicht um Gebiete, Geräte oder Maschinen der
32. BImSchV handelt, erteilt die zuständige Behörde, bei Vorliegen der erforderlichen Voraussetzungen, einen Bescheid zur Zulässigkeit, Duldung oder Versagung der Bauarbeiten.

Grundsätzlich werden nur diejenigen nächtlichen Bauarbeiten, die mit schädlichen Umwelteinwirkungen verbunden sind, positiv beschieden, sofern deren Ausführung nachweislich im öffentlichen Interesse liegt! Diese Genehmigung soll möglichst nicht  den kompletten Nachtzeitraum zur Sicherstellung einer angemessenen Nachtruhe für die betroffenen Anwohner umfassen.

Antragstellung

persönlich, durch Dritte mit Vollmacht, schriftlich, online

Rechtsgrundlagen

Geräte- und Maschinenlärmschutzverordnung - 32. BImSchV

Gesetz zum Schutz vor schädlichen Umwelteinwirkungen durch Luftverunreinigungen, Geräusche, Erschütterungen und ähnliche Vorgänge - BImSchG

 

 

Formulare und andere Dokumente

Ansprechpartner/-in

zur Telefonbuchansicht von Herr Benning

Sachbearbeiter Untere Immissionsschutzbehörde

Zimmer: 135
Hansering 15
06108 Halle (Saale)

zum Stadtplan

Telefon: 0345 221-4689

Faxnummer: 0345 221-4667

E-Mail: zum Online-Kontaktformular von Herr Benning

zuständige Stelle

zur Telefonbuchansicht von Untere Immissionsschutzbehörde/Untere Abfallbehörde

Hansering 15
06108 Halle (Saale)

zum Stadtplan

Telefon: 0345 221-4661

Telefon: 0345 221-4444

Faxnummer: 0345 221-4667

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