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Grunderwerbsteuer

Leistungsbeschreibung

Grunderwerbsteuerliche Erwerbsvorgänge
Der Grunderwerbsteuer unterliegen Rechtsvorgänge, soweit sie sich auf inländische Grundstücke beziehen. Ihr unterliegen u. a. folgende Erwerbsvorgänge:

  • Grundstückskauf,
  • Grundstückstausch,
  • Übergang von Grundbesitz im Rahmen von Gesellschaftsverträgen (z. B. mit Einbringung eines Grundstücks in eine GmbH),
  • Übertragung von mindestens 95 Prozent der Anteile am Vermögen einer Personengesellschaft mit Grundbesitz,
  • Vereinigung von mindestens 95 Prozent der Anteile an einer (Kapital-)Gesellschaft mit Grundbesitz in der Hand des Erwerbers sowie Übertragung der vereinigten Anteile,
  • Auflösung einer Gesellschaft mit Grundbesitz,
  • Enteignung.

Ausnahmen von der Besteuerung
Von der Grunderwerbsteuer sind u. a. befreit:

  • Erwerb eines zum Nachlass gehörigen Grundstücks durch Miterben zur Teilung des Nachlasses,
  • Grundstückserwerb durch den Ehegatten oder Lebenspartner des Verkäufers,
  • Erwerb eines Grundstücks durch Personen, die mit dem Veräußerer in gerader Linie verwandt sind,
  • Erwerb eines geringwertigen Grundstücks (Kaufpreis/Wert liegt unter 2.500 Euro).

Bemessungsgrundlage
Die Steuer bemisst sich grundsätzlich nach dem Wert der Gegenleistung (Kaufpreis). Ist eine Gegenleistung nicht vorhanden oder nicht zu ermitteln, z. B. bei Einbringung eines Grundstücks oder Erwerbsvorgängen auf gesellschaftsvertraglicher Grundlage, wird die Steuer nach dem Grundbesitzwert bemessen.

Steuersatz
Der Steuersatz beträgt für Erwerbsvorgänge, die sich auf im Land Sachsen-Anhalt belegene Grundstücke beziehen, 5 Prozent .

Steuerschuldner
Steuerschuldner sind regelmäßig die an einem Erwerbsvorgang beteiligten Personen (Erwerber und Veräußerer des Grundstücks).

An wen muss ich mich wenden?

Zentrale Zuständigkeiten für die Grunderwerbsteuer liegen in den Finanzämtern Dessau-Roßlau bzw. Stendal.

Was sollte ich noch wissen?

Mit der Änderung des Gesetzes über die Festsetzung des Steuersatzes für die Grunderwerbsteuer des Landes Sachsen-Anhalt durch das Haushaltsbegleitgesetz 2012/2013 ist der Steuersatz für Erwerbsvorgänge, die sich auf im Land Sachsen-Anhalt belegene Grundstücke beziehen, ab 1. März 2012 von 4,5 auf 5 Prozent erhöht worden. Der neue Steuersatz ist somit auf Erwerbsvorgänge anzuwenden, die nach dem 29. Februar 2012 verwirklicht werden. Die Verwirklichung eines Erwerbsvorgangs bedeutet die Umsetzung des auf einen Erwerbsvorgang abzielenden Wollens in rechtsgeschäftlichen Erklärungen (in der Regel Abschluss des notariellen Kaufvertrages).


Quelle
Landesportal  www.sachsen-anhalt.de

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