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Porträt Paul Frankl am 10. Oktober

(halle.de) Am Montag, dem 10. Oktober 2005, um 19.30 Uhr, findet eine Veranstaltung des Vereins Hallische Philosophische Bibliothek in der  Buchhandlung Jacobi &  Müller, Harz 2, statt.

Der Titel des Vortrags von Prof. Dr. Günter Schenk lautet:
"Grundbegriffe eines Systems der Kunstwissenschaft nach Paul Frankl".

"Das System der Kunstwissenschaft" erschien 1938 in Brünn, eine von Prof. Dr. Heinrich Dilly (Halle) kommentierte Ausgabe wurde 1998 herausgegeben.

Die auf etwa 30 Veröffentlichungen konzipierte Reihe "Hilosophisches Denken in Halle" (Hrsg. Hallische Philosophische Bibliothek e. V.)  dokumentiert anhand ausgewählter Abhandlungen herausragender Wissenschaftler die Entwicklung des philosophischen Denkens seit Gründung der hallischen Universität. 
Zwei Bände der Edition erfassen "Ästhetische und kulturphilosophische Denkweisen" - u.a. Texte  von Paul Frankl, Emil Utitz, Wilhelm Worringer, und Adolph Goldschmidt.
Die Reihe soll im Jahr 2010 zum hundertjährigen Bestehen des Philosophischen Instituts in Halle abgeschlossen sein.

Paul Frankl wurde am 22. April 1878 in Prag geboren. Nach dem Studium der Baukunst und ihrer Geschichte an den Technischen Hochschulen Prag, München und Charlottenburg arbeitete Frankl als Architekt in einem Büro. 1907 begann er ein Studium der Kunstgeschichte in München, das er 1910 mit der Promotion abschloss. 1914 habilitiert, wurde er 1920 zum außerordentlichen Professor ernannt und 1921 als ordentlicher Professor der Kunstgeschichte nach Halle berufen (Nachfolger Wilhelm Waetzoldts).

Ab 1921 war Frankl länger als ein Jahrzehnt ordentlicher Professor an der Universität in Halle. Seiner jüdischen Herkunft wegen wurde auch er im April 1933 beurlaubt und dann - allerdings ein Jahr später als die meisten Beamten jüdischer Abkunft, sozialistischen und kommunistischen Engagements - 1934 - aus dem Universitätsdienst entlassen. Erst vier Jahre später emigrierte er in die USA. Seit 1940 war er dann neben Erwin Panofsky der zweite Ordinarius unter den 252 deutschsprachigen Emigranten des Berufszweigs Kunsthistoriker. 1948 war er kurzfristig Gastprofessor an der Universität Berlin. Frankl starb am 30. Januar 1962 in Princeton, New Jersey.

 

05.10.2005

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