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Hallesche Mundart ziert Hauswand am Neuen Städtischen Gymnasium

Die gestaltete Wand am Neuen Städtischen Gymnasium(halle.de/ps)  Worte und Redewendungen der halleschen Mundart zieren seit kurzem die Hauswand der Dreyhauptschule in unmittelbarer Nähe vom Hallmarkt. Der vielbesuchte zentrale Platz der Stadt, der insbesondere von Bustouristen gern angesteuert wird, hat damit eine Attraktion mehr. Der Förderverein Pro Halle e.V. steht hinter der Idee und deren Umsetzung.
 
„Die Idee, Fassaden großflächig für „Pro-Halle-Zwecke“ zu nutzen, ist nicht ganz neu“, sagt Andreas Nowak, Mitglied des Fördervereins Pro Halle und Geschäftsführer des MMZ Mitteldeutsches Multimediazentrum Halle GmbH. „Bereits im vergangenen Jahr haben wir eine Fläche in der Kleinen Ulrichstraße gestaltet. Dort ging es um „Wort-Antiquitäten“, also Wörter, die immer mehr in Vergessenheit geraten. Auf der Fassade der Dreyhauptschule sind nun hallesche Sprachschätze zu finden. Wir wollen auf den hiesigen Dialekt aufmerksam und neugierig machen.“

Der Ort für die Fassadenmalerei ist in Halle prominent: die Dreyhauptschule am Hallmarkt, jetzt das Neue Städtische Gymnasium. Herr Andreas Nowak:  „Wir haben uns sehr gefreut, dass die Aktion zur Aufwertung des Standortes durch den Schulleiter, Jan Riedel, Unterstützung fand und er uns sein Einverständnis gab. Ebenfalls das Denkmalamt der Stadt unterstütze uns unter anderem durch Vororttermine tatkräftig bei der Umsetzung der Auflagen und Hinweise an diesem historischen Klinkerbau.“

Nun heißt es in großen Lettern: „Was schmust der Lubbert?“ – Für Nichthallenser ist diese Frage kaum zu beantworten. Denn hier handelt es sich um eine Redewendung, die wohl nur in der Saalestadt so gebraucht und noch verstanden wird. Aber auch andere lokale Wortschöpfungen aus der alten bis jüngeren Vergangenheit, wie „Hornske“ und „Bunabelzer“ zieren die Hauswand. Für all jene, die diese Wörter nicht deuten können, gibt es zur Übersetzung die entsprechenden Fußnoten an der Wand.


 

02.07.2018

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