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Expressionistisch wie in Bremen: Das Kaufhaus C.F. Ritter in Halle (Saale)

(halle.de/ps) Das Stadtmuseum Halle lädt am Sonntag, dem 6. Januar 2019, um 15 Uhr zu einer weiteren thematischen Führung durch die neu eröffnete Sonderausstellung „Kleinwohnung, Modehaus, Kraftzentrale – Neues Bauen und neues Leben im Halle der 20er Jahre“ in die Große Märkerstr. 10 ein. Die Ausstellungsführung „Expressionistisch wie in Bremen: Das Kaufhaus C.F. Ritter in Halle (Saale)“ mit Tom Binner -  Mitglied des Kuratorenteams – bildet den Auftakt im neuen Jahr des umfangreichen Begleitprogrammes der bis zum 16. Juni 2019 präsentierten Jahresausstellung. Dass man in Halle ebenso wie in Bremen dem Expressionismus angelehnte verklinkerte Fassaden zu schätzen wusste, erläutert der Referent anhand der Baugeschichte des Kaufhauses der halleschen Familie Ritter.

Auf 400 Quadratmetern Ausstellungsfläche zeigt das Stadtmuseum, wie die wachsende und aufstrebende Industriestadt Halle nach den schweren Kriegs- und Nachkriegsjahren des 1. Weltkrieges einen eigenen Weg in die Moderne ging. Um den Anforderungen großstädtischer Entwicklung zu genügen  – ausreichend Wohnraum, Energie, Bildung und Unterhaltung – entstand eine Vielzahl von Gebäuden im Stil des Neuen Bauens, die das Stadtbild Halles bis heute prägen. Aber auch neu entstanden Kaufhäuser und Fachgeschäfte – wahre Konsumtempel – prägten das Bild in der Innenstadt. Große Schaufenster warben mit gut sortierten Auslagen, die in der Dunkelheit verführerisch leuchteten. Das Bummeln wurde zum Freizeiterlebnis. Anhand ausgewählter Objekte, wie Wandkeramiken und Plastiken, stellt der Referent am Bespiel der Geschichte des Kaufhauses Ritter in der Leipziger Straße hallesche Kaufhausgeschichte vor. In der Leipziger Straße bestimmte das von Bruno Föhre (1883 – 1937) entworfenen und 1927 eröffnete Kaufhaus C.F. Ritter das Straßenbild, denn neben seinen großen Arkaden war der Neubau für seine ausdrucksvolle Keramikverblendung gekannt. Der Künstler Ludwig Vierthaler (1875 – 1967) hatte dafür großfigurige Plastiken und ornamentale Schmuckplatten geschaffen. Die meisten Plastiken wurden 1938 abgeschlagen und sind somit ein konkretes Beispiel für die Auswirkungen der nationalsozialistischen Aktion „Entartete Kunst“. Die in der Ausstellung gezeigten Plastiken und Schmuckplatten stehen daher für ein besonderes Kapitel hallescher Geschichte.

Führungsgebühr: 3 Euro (inkl. Besuch der Sonderausstellung)

03.01.2019

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