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Ausgezeichnete Berufsorientierung: Acht Schulen prämiert

(halle.de/ps) Für ihre innovative und jugendgerechte Berufsorientierung sind acht Schulen aus dem südlichen Sachsen-Anhalt mit dem Förderpreis „BOF 5.000“ ausgezeichnet worden. Auf ihrem gemeinsamen Neujahrsempfang gaben die Handwerkskammer Halle (Saale) und die Industrie- und Handelskammer Halle-Dessau (IHK), die diesen Wettbewerb erstmals 2018 ausgelobt hatten, die Gewinner bekannt. Mit insgesamt 5.000 Euro belohnen die beiden Kammern gelungene Ideen von Lehrern und Schülern, Jugendliche im Schulalltag mehr über duale Ausbildungsberufe erfahren zu lassen. Das Preisgeld soll dabei helfen, die betreffenden Projekte zu verwirklichen. Die jeweiligen Sieger erhalten ihren Scheck in den kommenden Wochen.

Jeweils 800 Euro gehen an die Schule für (H)alle, das Gymnasium Landsberg, die Sekundarschule Jessen-Nord und die Förderschule an der Lindenallee in Gräfenhainichen. Mit einem Preisgeld zwischen 200 und 600 Euro fördern die beiden Kammern folgende Schulen: Die Sankt-Mauritius-Sekundarschule in Halle (Saale), die Sekundarschule Benndorf, die Ganztagsschule „Adolph Diesterweg“ Roitzsch und die Freie Schule Anhalt aus Köthen.

Bei den ausgezeichneten Projekten geht es unter anderem darum, eine eigene Berufsmesse für die Schüler (Gymnasium Landsberg) beziehungsweise einen „Tag der Berufe“ zu organisieren (Sekundarschule Jessen-Nord), die Schüler regelmäßig an einem Tag in der Woche ganz konkret und praktisch in Berufe hineinschnuppern zu lassen (Förderschule an der Lindenallee) oder in Kontakt mit regionalen Unternehmen und den dort angebotenen Ausbildungsberufen zu bringen (Schule für (H)alle).

„Es freut mich ganz besonders, dass wir auch ein Gymnasium prämieren konnten“, erklärte Handwerkskammer-Präsident Thomas Keindorf. „Gute Berufsorientierung gehört nämlich auch dorthin.“ Nicht nur ein Studium eröffne gute Karrierechancen. Eine Lehre mit anschließender Weiterbildung biete in unserer Region oft einen gut bezahlten und sicheren Arbeitsplatz. Das gelte im Handwerk ebenso wie für Industrie, Handel, Verkehr, Gastgewerbe oder Dienstleistung, ergänzte IHK-Präsident Prof. Dr.-Ing. Steffen Keitel.

Die nun ausgezeichneten acht Beispiele sollen in unserem Land Schule machen. Wer umfassend über alle beruflichen Chancen informiert sei, treffe im Zweifel die bessere Zukunftsentscheidung. Die beiden Präsidenten kündigten an, dass der „BOF 5.000“ im Jahr 2019 abermals ausgeschrieben werden solle.


Hintergrund:
Bis zum 30. November 2018 waren alle allgemeinbildenden Schulen aus dem südlichen Sachsen-Anhalt dazu aufgerufen, sich für den Förderpreis zur Berufsorientierung „BOF 5.000“ zu bewerben. Eine gemeinsame Jury aus den beiden gewerblichen Kammern, Vertretern des Landes und des Netzwerks „Berufswahl-SIEGEL“ hat die eingereichten Projekte eingesehen und bewertet.

09.01.2019

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