zur Startseite

Nachrichten

Seite durchblättern:

Nachrichten

Nachricht 100 / 112

Stadt Halle startet am 15. März die Filmreihe „Stumm-Film Revolutionen“

Ein echter Filmklassiker: „Das Cabinet des Dr. Caligari“. Foto: Friedrich-Wilhelm-Murnau-Stiftung (halle.de/ps) Die Stadt Halle (Saale) veranstaltet dieses Jahr eine ungewöhnliche Filmreihe: Unter dem Titel „Stumm-Film Revolutionen“ werden berühmte Stummfilmklassiker gezeigt, einige Vorführungen werden von Livemusik begleitet, zu jeder gibt es eine Filmeinführung. Den Auftakt bildet am Freitag, 15. März 2019, 19 Uhr, im Puschkino Robert Wienes Film „Das Cabinet des Dr. Caligari“ aus dem Jahr 1919.

Die Filmreihe ist eine Kooperation der Stadt Halle, des Stadtmuseums Halle, des Puschkinos, des Kunstmuseums Moritzburg Halle (Saale) und der International Academy of Media and Arts. Die Reihe läuft über das gesamte Jahr 2019 und ist Teil des Themenjahres „Halle und die Moderne“. Die Reihe wird im Auftrag der Stadt Halle (Saale) durch Thomas Jeschner kuratiert. Der hallesche Filmproduzent setzt sich seit Jahren intensiv mit der Kino- und Filmgeschichte der Stadt Halle (Saale) auseinander und moderiert immer wieder auch Filmveranstaltungen (zuletzt für die Filmmusiktage Sachsen-Anhalt). Die Leihe der raren Stummfilme erfolgt durch Torsten Raab vom Puschkino. Die ersten sieben Termine im Puschkino, dem Dom und dem Stadtmuseum bis Juli 2019 stehen fest. Weitere Veranstaltungen werden im Puschkino und im Kunstmuseum Moritzburg Halle (Saale) folgen.

Weitere Informationen zu den Filmveranstaltungen und zum Themenjahr 2019 „Halle und die Moderne“ unter: www.moderne-halle.de

Programm
Freitag, 15. März 2019, 19 Uhr, Puschkino
Das Cabinet des Dr. Caligari, Robert Wiene, 1919
Es ist die Geschichte des Dr. Caligari, der mit Hilfe des Somnambulen Cesare eine norddeutsche Kleinstadt in Angst und Schrecken versetzt. Die Rahmenhandlung öffnet den Film für Interpretationen. Der Film wird heute als einflussreichster deutscher Stummfilm angesehen, ein expressionistisches Meisterwerk mit Auswirkungen weit in die Filmgeschichte hinein. Er verhalf dem deutschen Kino zur Weltgeltung und wurde 1933 verboten.

Sonntag, 31. März, 17 Uhr, Stadtmuseum
Kuhle Wampe – Oder wem gehört die Welt, Slatan Dudow, 1932

„Und wer wird die Welt ändern?“– „Na die, denen sie nicht gefällt!“. Die Geschichte der Arbeiterfamilie Bönike in den Zeiten der Weltwirtschaftskrise. Der Film ist ein Meilenstein des politischen Kinos und entstand unter Mitwirkung von Ernst Ottwalt, Hans Eisler und Bertolt Brecht, dessen Entfremdungstechniken des Theaters hier Eingang fanden. Erst nach zensurbedingten Kürzungen frei gegeben, wurde der Film 1933 sofort wieder verboten.

Dienstag, 16. April 2019, 19 Uhr, Puschkino
Die Unehelichen, Gerhard Lamprecht, 1926
Ein Ausnahmefilm dieser Jahre. Eine egoistische, gefühlskalte Welt der Erwachsenen steht gegen die fürsorgliche Welt der Kinder. Der Film möchte aufklären, wach rütteln. Peter, Lotte und Frieda sind bei Pflegeeltern untergebracht, weil sie unehelich sind. Der Regisseur Gerhard Lamprecht wurde für seine sozialkritischen Filme vom Grafiker Heinrich Zille beraten und drehte dann 1931 „Emil und die Detektive”.

Montag. 20. Mai 2019. 19 Uhr. Puschkino
Menschen am Sonntag, Robert Siodmak, Edgar Ulmer, 1930
Vier spätere Hollywoodregisseure drehen im Sommer 1929 diese wunderbar leichte Sommergeschichte über ein Wochenende in Berlin. Radikal, charmant. Ein Lebensgefühl. Durch den semidokumentarischen Stil wirkt der Film heute wie ein wertvolles Zeitdokument. Der vielleicht schönste Film jener Epoche. Neben Siodmak und Ulmer wirkten noch Billy Wilder und Fred Zinnemann mit.

Sonntag, 09. Juni 2019, 17 Uhr, Stadtmuseum
Wege zu Kraft und Schönheit, Wilhelm Prager, 1925
Der erste sog. „Kulturfilm” der UFA propagiert in sechs Teilen den idealen Körper nach antikem Vorbild. Körperpflege, Gymnastik, Sport und Tanz in stilisierten Bildern. Im Zeitalter der Lebensreformbewegung, von Freikörperkultur und Sport als Massenphänomen erreichte der Film in der Weimarer Republik ein Millionenpublikum. Der Film gilt heute auch als Vorläufer der NS-Ästhetik von Leni Riefenstahl.

Montag, 17. Juni 2019, 19 Uhr, Puschkino
M, Fritz Lang, 1931
Einer der meistinterpretierten Filme im Übergang zur Tonfilmzeit. Thriller, Drama, Satire, Psychoanalyse einer ganzen Stadt. Ein unbekannter Kindermörder wird gejagt. Fritz Lang, der große Erfinder des Kinos, zeichnet den Zustand der Weimarer Republik um 1930 und bezieht Stellung gegen populistische Lynchjustiz. Für viele spätere Filmschaffende das wichtigste Werk der deutschen Filmgeschichte.

Freitag, 12. Juli 2019, 21 Uhr, Dom zu Halle
Der letzte Mann, Friedrich Wilhelm Murnau, 1924
Die erste „entfesselte” Kamera der Filmgeschichte, geführt von Karl Freund. 180 Drehtage unter der Regie von F. W. Murnau. Das Schauspiel von Emil Jannings. Alle drei waren danach berühmt. Der Film lohnt heute noch. Die Geschichte eines Hotelportiers als Parabel über die Wechselhaftigkeit des Lebens. Im Dom zu Halle mit musikalischer Begleitung an der Orgel durch Kantor Gerhard Noetzel.

08.03.2019

Kontakt

für Presse- und Corporate Design-Anfragen: 

Pressestelle

Marktplatz 1
06108 Halle (Saale)

zum Stadtplan

Postanschrift

Stadt Halle (Saale)
Pressestelle
06100 Halle (Saale)

Pressesprecher

Herr Bock

Presseassistenz

Frau Stein

0345 221-4013

0345 221-4027

E-Mail

Sprechzeiten

nach telefonischer Vereinbarung 

Wichtige Links

Anzeige EVH

Banner WG Freiheit

Banner BWG_Wohnung_des_Monats