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„Geschichten, die fehlen – Aus dem Leben von Menschen mit Beeinträchtigungen in Halle“

(halle.de/ps) Anlässlich des „Europäischen Protesttages zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderungen“ lädt Stadtmuseum Halle am Samstag, 11. Mai 2019, um 17 Uhr zu einer Zwischenbilanz des im März gestarteten Projektes „Geschichten, die fehlen – Aus dem Leben von Menschen mit Beeinträchtigungen in Halle“ in die Große Märkerstraße 10 ein.

Im Foyer des Stadtmuseums wird eine Installation präsentiert, die über das Projekt mittels Fotos und einem barrierefreien Kurzfilm informiert. Den Kurzfilm gestaltete Maria Taebling, eine Designern, die auch Projektteilnehmerin ist. Marcus Graubner, Vorsitzenden des Allgemeinen Behindertenverbandes in Deutschland, wird als Schirmherr anwesend sein. Er gehört auf Bundesebene zu den größten Streitern für die Rechte der Behinderten.

Zu den „Geschichten, die fehlen“ sind Menschen mit Beeinträchtigungen eingeladen, persönliche Beiträge leisten. Bis August 2019 finden Stammtische statt, in denen über mitgebrachte Dinge und deren Geschichten in der Gruppe gesprochen werden kann. Außerdem gibt es wöchentliche Sprechstunden für den direkten Dialog mit einem Mitglied des Museumsteams. Eine Sprechstunde findet im Anschluss an die Veranstaltung am 11. Mai ab 18 Uhr im Foyer des Stadtmuseums statt. 

Hintergrund zum Projekt:
Ob tastbare Orientierungspläne, taktile Leitlinien, Objekte zum Anfassen – seit Jahren erweitert  das Stadtmuseum Halle die barrierearmen Zugänge zu seinen Ausstellungen. Unterfahrbare Vitrinen und die geräumige Anordnung erleichtern Menschen mit Rollstühlen den Besuch der stadtgeschichtlichen Dauerausstellung. Mobile Hörschleifen stehen zur Verfügung.

Mit den „Geschichten, die fehlen“ geht das Stadtmuseum einen Schritt weiter: Menschen mit Behinderungen gestalten das Museum mit. Sie tragen Dinge zusammen, anhand derer die Geschichten von Hallenserinnen und Hallensern mit Behinderungen in ihrer individuellen Vielschichtigkeit ablesbar werden sollen. In einem mehrmonatigen Prozess mit unterschiedlichen Sammlungsformaten treffen sich die Teilnehmer*innen im Museum, um miteinander über ihre Erfahrungen ins Gespräch zu kommen. Die Dinge und deren Geschichten werden in einer Ausstellung ab November 2019 gezeigt.

Ausstellungsbegleitend findet eine Veranstaltungsreihe statt, die zur öffentlichen Debatte über das Miteinander von Menschen ohne und mit Behinderungen in der Stadtgesellschaft anregen will.

Die Vielfalt der Stadtgesellschaft stärker als bisher abzubilden, ist die Herausforderung, der sich das Stadtmuseum stellt – schließlich versteht es sich als Ort, in dem sich die Menschen aus Halle wiederfinden können. Es sind die Geschichten der Dinge aus vielen unterschiedlichen Bevölkerungsgruppen, die noch in der Sammlung des Museums fehlen und somit nicht im „Gedächtnis der Stadt“ für die Nachwelt aufbewahrt werden können. Zu den fehlenden Gruppen gehören Menschen mit Beeinträchtigungen. Diese lädt das Museum nun ein, eine der Lücken in der Sammlung zu schließen.

Für das Vorhaben hat sich das Team des Stadtmuseums erfahrene Partner ins Boot geholt: Nadine Wettstein ist Beraterin für Inklusion. Vom Allgemeinen Behindertenverband in Halle e. V. ist Uwe Willamowski ebenfalls schon in der Planungsphase eingestiegen.

Das Projekt wird gefördert im Fonds STADTGEFÄHRTEN der Kulturstiftung des Bundes. Parallel dazu wird eine Ausstellung über Menschen mit Behinderungen in der Geschichte der Stadt erarbeitet und gezeigt.

09.05.2019

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