zur Startseite

Nachrichten

Seite durchblättern:

Nachrichten

IHK: „Angespannte Entwicklung auf dem Ausbildungsmarkt“

(halle.de/ps) Zum Endspurt auf dem Ausbildungsmarkt bleibt die Lage im südlichen Sachsen-Anhalt angespannt: Für die Unternehmen wird es zunehmend schwieriger, Azubis zu finden. Zum Stichtag 30. Juni 2019 – also einen Monat, bevor das neue Ausbildungsjahr 2019/20 beginnt – wurden bei der Industrie- und Handelskammer Halle-Dessau (IHK) exakt 1.758 kaufmännische oder gewerblich-technische Lehrverträge neu eingetragen. „Das sind etwa genauso viele wie Ende Juni 2018, oder besser gesagt: genauso wenige“, berichtet Dr. Simone Danek, IHK-Geschäftsführerin für Aus- und Weiterbildung. Wie eine aktuelle Umfrage der IHK belege, hätten im Ausbildungsjahr 2018/19 wieder gut die Hälfte der regionalen Lehrbetriebe (51 Prozent) nicht alle ihre angebotenen Ausbildungsplätze besetzen können. Rund ein Drittel davon hatten gar keine Bewerbungen erhalten, bei einem weiteren knappen Drittel traten die Jugendlichen die Lehrstelle trotz bestehendem Vertrag nicht an.

Die IHK-Geschäftsführerin ist alarmiert: „Die bedenkliche Entwicklung für unsere Wirtschaft und deren Wettbewerbsfähigkeit setzt sich leider fort!“ Zuerst blieben Aufträge ‚nur‘ liegen, dann aber müssten Unternehmen sie ganz ablehnen. „Dies kann praktisch Unternehmen aller Branchen in Schwierigkeiten bringen“, warnt sie. Die Ausbildungsunternehmen dringen laut Umfrage auf bessere Rahmenbedingungen: Mehr als die Hälfte der Befragten mahnten kürzere Entfernungen zur Berufsschule an. Genauso viele wünschen sich deutlich realistischere Berufsvorstellungen der Auszubildenden. „Die Berufsorientierung muss systematisch an allen Schulen ausgebaut werden, insbesondere an den Gymnasien. Zu viele Abiturienten kennen die Vorteile und Aufstiegschancen gar nicht, die ihnen eine duale Berufsausbildung bietet“, betont Danek.

Nahezu alle befragten Ausbildungsunternehmen beklagten die mangelnde Ausbildungsreife der Jugendlichen, erklärt die IHK-Expertin, vor allem was Leistungsbereitschaft und Motivation (72 Prozent) sowie Belastbarkeit betrifft (64 Prozent). Um lernschwächeren Jugendlichen eine Chance zu geben, organisiere gut ein Drittel der Unternehmen sogar eigene Nachhilfeangebote (35 Prozent). „Hier müssen wir Förderinstrumente wie Einstiegsqualifizierung oder assistierte Ausbildung in Sachsen-Anhalt noch bekannter machen“, sieht Danek auch die IHK in der Pflicht.

Jugendlichen, die aktuell noch einen Ausbildungsplatz suchen, rät sie: „Auf unserer IHK-Lehrstellenbörse sind noch freie Lehrstellen zu finden –und wer noch offene Fragen zum Thema duale Berufsausbildung hat, wendet sich am besten direkt an unsere Aus- und Weiterbildungsberater.“

08.07.2019

Kontakt

für Presse- und Corporate Design-Anfragen: 

Pressestelle

Marktplatz 1
06108 Halle (Saale)

zum Stadtplan

Postanschrift

Stadt Halle (Saale)
Pressestelle
06100 Halle (Saale)

Pressesprecher

Herr Bock

Presseassistenz

Frau Stein

0345 221-4013

0345 221-4027

E-Mail

Sprechzeiten

nach telefonischer Vereinbarung 

Wichtige Links

Anzeige EVH

Banner WG Freiheit

Banner BWG_Wohnung_des_Monats