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Hochhäuser am Riebeckplatz

(halle.de/AB) "Was sind uns die Hochhäuser am Riebeckplatz wert?" Unter diesem Motto hat der "Hochhaustisch" gestanden, den die Oberbürgermeisterin Dagmar Szabados und Dr. Heinrich Wahlen, Geschäftsführer der Halleschen Wohnungsgesellschaft mbH (HWG), am 27. August 2008 im Dorint Hotel Charlottenhof abgehalten hat.

Die beiden Hochhäuser am Riebeckplatz sind eines von sechs Projekten der Internationalen Bauausstellung Stadtumbau 2010 (IBA Stadtumbau) in Halle.  In einer außergewöhnlichen Diskussionsrunde werden sich Vertreterinnen und Vertreter des Ministeriums für Landesentwicklung und Verkehr, der Stadtratsfraktionen, der HWG und des Architekturkreises Halle mit Verwaltungsspitze und der IBA-Koordinierung Halle eine Meinung zum Umgang mit den Hochhäusern am Riebeckplatz bilden. Die mit der Thematik gut vertrauten Moderatoren, der Stadtplaner Prof. Thomas Sieverts und der Ökonom Peter Kramer (GEWOS, Hamburg) leiten das Gespräch.

Worum geht es? Der Riebeckplatz ist das wichtigste Eingangstor von Halle, das tagtäglich tausende Menschen passieren. Während die neue Gestaltung der Verkehrsanlage mit hohem Einsatz erfolgreich abgeschlossen werden konnte, stehen die beiden Hochhäuser seit vielen Jahren leer. „Dies ist ein Missstand , der nicht länger verantwortet werden kann“, so Dagmar Szabados. Die Hochhäuser sind im Besitz der Halleschen Wohnungsgesellschaft mbH; als weithin sichtbares Stadtzeichen und als fester Bestandteil des Riebeckplatzes gehören sie aber vor allem zur Stadt. Deshalb kann die „Hochhausfrage“ nur in enger Kooperation zwischen der Stadt und ihrer „Tochter“, der HWG, geklärt werden.

Der Hochhaustisch soll die Möglichkeit zum offenen Austausch von kontroversen Positionen bieten. Nach einem Architekturwettbewerb lauten die Optionen: Abriss, Neubau oder Erhalt. Die unterschiedlichen Szenarien wurden von der HWG in Abstimmung mit der Bauverwaltung zu Kosten, Nutzen und Gestaltung gründlich geprüft. „Die vorliegenden Aussagen sind sehr fundiert, jetzt können die entscheidenden Fragen behandelt werden .“ sagt der frühere Baudezernent und Hallenser IBA Stadtumbau Koordinator Dr. Friedrich Busmann. „Der hohe Wohnungsleerstand und der „entspannte Markt“ (nicht nur der Wohnungsmarkt) in der Stadt  machen die Beantwortung nicht leicht. Sie ist nur im gesamtstädtischen Kontext möglich und erfordert ein hohes Maß Konsensbereitschaft.“

Kernfrage ist, ob die Häuser die geschätzten 20 Millionen Euro Baukosten wert sind. Ein Totalumbau birgt erheblichen Risiken, ist offenbar eine Voraussetzung für den Erhalt. Die möglichen Alternativen werden von den Experten zwiespältig beurteilt. Auf dem Hochhaustisch soll es aber auch vor allem um die Chancen gehen und darum, wie die Situation städtebaulich einzuschätzen ist.

Das Diskussionsergebnis soll Entscheidungen der HWG und städtischer Gremien nicht vorgreifen, diese aber erleichtern und  dazu beitragen, dass die Thematik in der Stadt möglichst breit kommuniziert wird. Eben dies sind die Gründe, weshalb der „Hochhaustisch“ zu den Projekten zählt, mit denen sich die Stadt Halle unter dem Motto „Balanceakt Doppelstadt. Kommunikation und Prozess“  an der Internationalen Bauausstellung Stadtumbau Sachsen-Anhalt 2010 beteiligt.

27.08.2008

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