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Digitale Steinschleuder - studentische Beteiligung am ISEK Halle 2015

Am 3. Juni 2014 fand auf dem Universitätsplatz im Rahmen der Party zum 25-jährigen StuRa (Studierenden Rat)-Geburtstag die Veranstaltung „Die Stadt gehört mir“ statt. Ziel war es, Studierende an der Entwicklung des Integrierten Stadtentwicklungskonzeptes 2025 zu beteiligen und ihnen eine eigene, zielgruppengerechte Plattform zur Meinungsbildung zu bieten. Zu ausgewählten Fragestellungen zur halleschen Stadtentwicklung sollten Studierende mithilfe der Digitalen Steinschleuder ihre Kommentare und Meinungen publik machen. Die jeweilige Fragestellung wird dazu auf die Beamerleinwand projiziert.

In Vorbereitung der Veranstaltung wurden die Leitfragen dem Format entsprechend auf vier Themenkomplexe komprimiert:

  • Die Stadtverwaltung sollte: Wünsche der Studierenden an die Stadtverwaltung; 
  • Vision Halle 2025: Wünsche, Ideen und Zielvorstellungen von Studierenden für Halle im Jahr 2025;
  • Abriss Ost?: Assoziationen zum Thema Schrumpfung und Leerstand;
  • Reclaim what?: Was gehört den Bürgern/Studierenden? Welche Orte sollen (zurück-) erobert werden?

Nach Auswertung der Aussagen muss insgesamt festgestellt werden, dass sich die digitale Steinschleuder entgegen den Erwartungen als Beteiligungsinstrument für Studierende nicht eignet. Trotz sichtbarer Fragestellung bzw. Themenvorgabe bezieht sich die übergroße Mehrzahl der Kommentare nicht darauf.

Nach dem Verständnis der Studierenden ist Stadtentwicklung Aufgabe und Auftrag der Stadt bzw. des Stadtplanungsamtes. Ihre eigene Einflussmöglichkeit und ihre Beteiligungspotentiale wurden der Mehrzahl der Teilnehmer erst durch die Erläuterungen der Veranstalter bewusst. Die Gesprächspartner sahen sich fast alle nicht in der Rolle handelnder Akteure bei der Gestaltung der Stadt als Lebensraum oder ihres direkten Lebensumfeldes.

Nach dem Verständnis der Studierenden ist Stadtentwicklung Aufgabe und Auftrag der Stadt bzw. des Stadtplanungsamtes. Ihre eigene Einflussmöglichkeit und ihre Beteiligungspotentiale wurden der Mehrzahl der Teilnehmer erst durch die Erläuterungen der Veranstalter bewusst. Die Gesprächspartner sahen sich fast alle nicht in der Rolle handelnder Akteure bei der Gestaltung der Stadt als Lebensraum oder ihres direkten Lebensumfeldes.

Kreativlandschaft/Kreative Orte: Anhand der Karten zur Wahrnehmung der Kreativität in Halle sowie zur Verteilung kreativer Akteure verorteten auch die Studierenden analog zu den bisherigen Befragungsergebnissen vorrangig die Stadtgebiete Innenstadt, Halle Ost, Paulusviertel, Glaucha als kreativ. Als aktueller und zukünftiger kreativer Ort wurde – gestützt durch den direkten Bezug zur MoMa /Freiraumgalerie – vor allem die Freiraumgalerie genannt.

Bildungslandschaft: Für eine vitale Stadtkultur ist ein Erhalt der Hochschulen mit aktuellen Standards unerlässlich. Die leidige Diskussion um Kürzungen bringt ein wiederkehrendes Gefühl der Unsicherheit und Unattraktivität Halles als Bildungsstandort. Kommentare der Studierenden fordern daher eine stabile, finanziell gesicherte Hochschulpolitik, an deren Erfolg sich nicht zuletzt Gewerbe und Wohnindustrie misst.

Melting Pot: Halles Vielfalt an ethnischen und sozialen Gruppen soll gestärkt werden. Ein Imagewandel weg von "rechts" nach außen ist genauso wichtig wie die Förderung und Gleichberechtigung der vielschichtigen Gesellschaft der Stadt. Die Naziaktivität fand unter den Studierenden besonders hohe Verachtung, hier werden stärkere Vorgehensweisen gefordert, ob nun aus der Bevölkerung oder von Seiten der Stadtverwaltung blieb vorerst unklar.

Finanzielle Handlungsfähigkeit: Ein Wunsch der Studierenden ist die Besserung der generelle Finanzlage der Stadt. In erster Linie hängt davon natürlich auch der Erhalt von Hochschulen ab, dazu ist finanzieller Handlungsspielraum Grundlage für eine funktionale Stadt (Infrastruktur, Arbeitsplatz- und Gewerbestruktur, soziale Dienstleistungen...)

 

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