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Wiederherstellung Talstraße

Objekt:
Stadtstraße

Lage:
Stadtteil Kröllwitz
Talstraße zwischen Ernst- Grube- Straße und Untere Papiermühlenstraße

Bauherr:
Stadt Halle (Saale)

Leistungen:
Straßenbau und Leitungsbau

 

Angebauter Abschnitt - Bauabschnitt 1

Talstraße - Blickrichtung SüdBlickrichtung Süd

 

Talstraße - Blickrichtung NordwestBlickrichtung Nordwest

 

Anbaufreier Abschnitt - Bauabschnitt 2

Talstraße - Blickrichtung NordBlickrichtung Nord

 

Talstraße - Blickrichtung NordBlickrichtung Nord

 


 Zustand und Veranlassung

Die Talstraße befindet sich im Stadtteil Kröllwitz im Uferbereich der Saale. Der betreffende Bauabschnitt erstreckt sich von der Ernst-Grube-Straße bis zur Unteren Papiermühlenstraße.

Durch das Hochwasserereignis 2013 wurden eine Reihe von baulichen Anlagen in der Stadt Halle beschädigt, die als Hochwassermaßnahmen der Stadt Halle zusammenfasst  wurden und vom Land Sachsen-Anhalt gefördert werden. Die Maßnahme  "Wiederherstellung Talstraße" wird unter der Nr. HW 127 geführt.
Die Straße liegt im unmittelbaren Einzugsbereich der Saale und wurde vom Junihochwasser 2013 überschwemmt. Nach dem Rückgang des Hochwassers waren umfangreiche Schäden an der Straßenkonstruktion zu verzeichnen.

Straßenschäden Talstraße

Straßenschäden Talstraße

 

 

 

Auf Grund des Alters der Straße, der Vielzahl von Schadstellen und dem Umfang der Schädigung wäre eine Instandsetzung unwirtschaftlich. Daher ist eine grundhafte Erneuerung im Rahmen der Maßnahme Wiederherstellung Talstraße vorgesehen.

Der Straßenzug soll im Schadensbereich, dem  Abschnitt von der Ernst-Grube-Straße bis zur Unteren Papiermühlenstraße über eine Streckenlänge von 1.165 m wiederhergestellt werden. Die genaue Lage ist im Übersichtslageplan dargestellt.

Die Talstraße teilt sich am Anschluss der Kröllwitzer Straße verkehrlich und baulich in zwei Abschnitte, den angebauten Bauabschnitt 1 mit Anger (Kröllwitzer Straße - Untere Papiermühlenstraße) und den anbaufreien Bauabschnitt 2 (Ernst-Grube-Straße – Kröllwitzer Straße) im Bereich Amselgrund.

Im Bauabschnitt 1 erschließt die Talstraße ein angebautes Gebiet, das durch Wohnen und Gewerbe besiedelt ist. Städtebaulich sind der Straßenraum und die Bebauung als Dörflicher Anger angelegt. Der Bauabschnitt 2 nimmt die Verkehre des nordwestlichen Saaleufers auf und ist Teil der nahräumigen Verbindung zwischen den westlichen und nördlichen Stadteilen mit Durchgangsverkehren für eine Fahrtrichtung. Dieser Abschnitt ist weitgehend anbaufrei und alleeartig begrünt.
 

Ziele

Zielstellung der Maßnahme ist die Wiederherstellung der Verkehrsanlagen unter Berücksichtigung der Förderrichtlinien, des Landschaftsschutzes, des Bebauungsplanes sowie verkehrsplanerischer und straßenbaulicher Anforderungen. Die Förderung beinhaltet ausschließlich die Wiederherstellung der vorhandenen beschädigten Infrastruktur. Weitergehende Änderungen sind nicht förderfähig und können nicht berücksichtigt werden.

Der Bauabschnitt 1 besteht aus der Fahrbahn, seitlich angeordneten Parkbuchten und beidseitigen Gehwegen. Der Bauabschnitt 2 umfasst eine einstreifige Fahrbahn für den Einrichtungsverkehr, abschnittsweise einem Parkstreifen und einem durch einen Grünstreifen abgegrenzten Radweg auf der Nordseite sowie einem begleitenden Gehweg auf der Südseite.

Das Bestandsgrün wird weitgehend erhalten. Die Verkehrsführung für den Kraftfahrzeugverkehr bleibt auch nach dem Ausbau unverändert.

Der Bauabschnitt 1 wird weiterhin als Zone 30 angeordnet. Die Radfahrer benutzen weiterhin die Fahrbahn. Für den Fußgängerverkehr werden beidseitig Gehwege eingerichtet. Zum Parken können im Straßenbereich beider Abschnitte Stellplätze zur Verfügung gestellt werden.

Die Talstraße wird nach wie vor im Bauabschnitt 2 als Einbahnstraße in Richtung Westen geführt. Der Radverkehr wird auf den nördlichen Zweirichtungsradweg gelenkt. Für die Fußgänger ist saaleseitig die Anlage eines breiten Gehweges geplant, von dem am Amselgrund der Uferweg abzweigt.

 

Umfang

Verkehrsinfrastruktur

 

Bauabschnitt 1

In diesem Abschnitt verläuft die Talstraße durch ein Wohngebiet, das sich im Geltungsbereich des festgesetzten Bebauungsplanes Nr. 100 befindet. Wesentliches Anliegen des B-Planes ist die Erhaltung der Ortsstruktur des ehemaligen Fischerdorfes. Die Festsetzungen des B-Planes, die dem Gebietscharakter der angerartigen Bebauung Rechnung tragen, werden bei dieser Planung berücksichtigt. Die Trasse wird beibehalten und die Breiten für die Verkehrsarten bleiben unverändert. Lediglich das Fahrbahnparken wird in Parkbuchten verlagert. Es werden die vorhandenen Verkehrsanlagen zweistreifige Fahrbahn neben Borden, Stellplätze und Gehwege wiederhergestellt. Radverkehrsanlagen sind in diesem Abschnitt nicht vorhanden und aufgrund der Straßenkategorie, der Verkehrsbelastung und der bestehenden Tempo-30-Zone nicht erforderlich. In der Relation Bauabschnitt 1 wird daher der Radverkehr auf der Fahrbahn geführt. Die geplante Fahrbahnbreite beträgt 5,00 m, zuzüglich der Parkbuchten von 2,00 m. Die Gehwegbreiten differieren in Anpassung an den Bestand und betragen größer 1,62 m.
Die Fahrbahn wird hochwassergerecht asphaltiert. Die Parkbuchten erhalten baulich von der Fahrbahn abgetrennt eine Pflasterbefestigung. Die Gehwege werden entsprechend der vorhandenen Bausubstanz und in Übereinstimmung mit den Festsetzungen des geltenden Bebauungsplanes mit Mosaikpflaster befestigt. Bestandteil der Maßnahme ist die Erneuerung der Straßenentwässerungsanlage mit Straßenabläufen.
 

 

Bauabschnitt 2

Der Abschnitt durchläuft den geschützten Landschaftsbestandteil „Amselgrund und Kreuzer Teiche“. Weitere Flächenversiegelung und erhebliche Eingriffe in das Bestandsgrün sind mit der Maßnahme nicht verbunden. Die Aufteilung der Flächen erfolgt entsprechend der Nutzungsanforderungen.

Der Straßenabschnitt wird aus einer bordeingefassten 3,50 m breiten Fahrbahn, einem auf der Nordseite baumbestandenen Grünstreifen von größer 3,00 m Breite, einem Radweg von 3,00 m Breite und südlich einem 2,50 m breiten Gehweg angelegt. Am Übergang des Gehweges in den Uferweg wird der Weg als 1,50 m breiter Gehweg weitergeführt.

Im Bereich der Giebichensteinbrücke werden unter Ausnutzung des gesamten Lichtraumprofils des Bauwerkes gemeinsame Geh- / Radwege in Breiten von >= 2,50 m angelegt und bis zur Einmündung der Anbindung Kröllwitzer Straße (Rampe Kröllwitzer Straße - Talstraße) geführt. In der Einmündung wird der Radweg übergeleitet in die Anbindung und dort als Radfahrstreifen weitergeführt. In der Gegenrichtung kommt der Radverkehr auf der Fahrbahn Anschluss Kröllwitzer Straße an, biegt rechtsseitig auf die Talstraße ein und folgt zunächst dem nördlichen Geh- / Radweg, der in den Radweg hinter der Brücke in den Radweg übergeht. Die Fahrbahn, die Stellplätze und die Wege erhalten einen hochwassergerechten Asphaltoberbau.

 

Barrierefreies Bauen

Die Verkehrsanlagen werden barrierefrei wiederhergestellt. Für die blinde und sehbehinderte Bevölkerung wird die einen deutlichen Absatz bildende bzw. hellgraue Bordanlage im Kontrast zur anthrazitfarbenen Fahrbahn als Leiteinrichtung fungieren. Den mobilitätseingeschränkten Mitbürgern stehen die ebenflächigen vollfugigen Pflasterwege zur Verfügung. An den Querungsstellen werden Absenkungen und Bodenindikatoren angeordnet.

 

Bewuchs / Bepflanzung

Im Bauabschnitt 2 sind zur Regulierung der Grünstreifenbreite und Ausrichtung des westlichen Rad-/ Gehweges 2 Baumfällungen erforderlich, die im Rahmen dieser Maßnahme ausgeglichen werden. Es handelt sich um eine nicht heimische Robinie und einen Ahornbaum mit einem Stammdurchmesser bis 25 cm. Der Ausgleich und Ersatz findet in Form von Ergänzungspflanzungen im nördlichen Abschnitt statt. Insgesamt werden mit der Maßnahme 5 Bäume im Bereich des Straßenbegleitgrünes Anger ergänzt. Ein weiterer Baum, der im untermaßigen Grünstreifen wuchs, wurde durch Fahrzeugeinwirkung beschädigt und gefällt.

 

Straßenbeleuchtung

Die Straßenbeleuchtung verbleibt im Bestand, eine Erneuerung ist im Rahmen dieser Maßnahme nicht förderfähig.

 

Unterirdische Leitungen

Der Leitungsbestand im Untergrund umfasst Schmutz-, Misch- und Regenwasserkanäle, Trinkwasser- und Gasleitungen der Stadtwerke sowie Strom-, Bahnstrom- und Infokabel verschiedener Versorgungsträger. Folgende erforderliche Maßnahmen an den Versorgungsleitungen werden koordiniert:

Die Kanäle und die Trinkwasserleitung der HWS werden abschnittsweise im Rahmen der Hochwassermaßnahmen HWS019 und HWS018 erneuert. Die Gasleitung tangiert die Entwässerungszone und wird abschnittsweise verlegt. Die Bahnstromtrasse im Bereich des Radweges wird aufgrund der ausreichenden Tiefenlage der Bestandkabel überbaut oder verlegt. Der Kanalbau wird im Bauabschnitt 1 als separate Maßnahme zeitlich vor der Straßenbaumaßnahme realisiert.

Die Baumaßnahmen werden sofern nicht vorgezogen zu einer Komplexmaßnahme zusammengefasst und realisiert.

 

Bauausführung

Der Bauablauf wurde in Abhängigkeit von den Maßnahmen Sanierung Hochstraße Nordbrücke und Ausbau Gimritzer Damm in das Bauprogramm der Stadt Halle eingeordnet. Die Bauabschnitte 1 und 2 werden zeitlich nacheinander realisiert. Planmäßig erfolgt die Ausführung des Bauabschnittes 1 (Anger) in 2018 und der Bauabschnitt 2 (Amselgrund) folgt in 2019. Vorab werden in 2017 im Bauabschnitt 1 die Kanäle und die Trinkwasserleitung durch die HWS verlegt. Alle weiteren Maßnahmen werden als Komplexmaßnahme gemeinsam mit den beteiligten Versorgungsunternehmen durchgeführt. Voraussetzung für die termingemäße Realisierung ist der Vergabeerfolg an eine Baufirma.

Der Bauabschnitt 1 wird in 3 Baubereiche untergliedert. An 2 Bereichen wird gleichzeitig gebaut. In jeweils 3 Baustufen werden die Straßenbestandteile westlicher Gehweg und Fahrbahn, östlicher Gehweg und östliche Fahrbahn unter Vorbeiführung des Kraftfahrzeugverkehrs in Richtung Giebichensteinbrücke realisiert. Die konkrete Festlegung der Bauabschnitte erfolgt in Abstimmung mit der Baufirma.

Während der Bauausführung ist eine Lärmbelästigung nicht auszuschließen. Zur Beschränkung der Auswirkungen der Bautätigkeit wird werktags in Tagschicht gearbeitet und es werden lärmarme Maschinen und Geräte eingesetzt. Wir bitten um Ihr Verständnis für die vorübergehende Immissionsbelastung.
 

 

Verkehrsführung während der Bauzeit

Während der Bauzeit wird der Straßenabschnitt Kröllwitzer Straße bis Untere Papiermühlenstraße halbseitig gesperrt. Der Verkehr wird im Einrichtungsverkehr (Einbahnstraße) in Richtung Giebichensteinbrücke an der Baustelle vorbeigeleitet. Die Umleitung erfolgt über die Kröllwitzer Straße, Grellstraße und Dölauer Straße. Der Anlieger- und Anlieferverkehr ist während der Bautätigkeit nur eingeschränkt möglich, d.h. temporäre Sperrungen der Zufahrten werden erforderlich. Der Rettungsverkehr wird über die gesamte Bauzeit aufrechterhalten. Der fußläufige Verkehr (Fußgänger und Fahrradabsteiger) erfolgt einseitig im Baubereich über teilweise provisorische Befestigungen entlang der Baustelle. Der Zugang zu den Gebäuden wird gewährleistet. Notwendige Transporte der Anlieger sind nur nach vorheriger Absprache mit der Bauleitung zulässig. Mitarbeiter der Baufirma werden bei der Müll- und Wertstoffentsorgung für die Anlieger behilflich sein.

 

Informationsquelle

Am 28.02.2017 fand im Krug zum grünen Kranze das Anliegerinformationsforum statt. Die Stadt und die HWS informierten über die Baumaßnahmen und den Bauablauf.

Zu weiteren Hinweisen, Anliegen und Anregungen wenden Sie sich bitte an die genannten Ansprechpartner!

Die Stadt Halle (Saale) wird in Zusammenarbeit mit den anderen Bauherren dafür Sorge tragen, dass die Unannehmlichkeiten auf ein Mindestmaß beschränkt bleiben und bittet Sie für die auftretenden Erschwernisse um Verständnis!

 

Wegweiser

Bauherr

Stadt Halle (Saale)

Fachbereich Bauen

Fachbereichsleiterin: 
Frau Foerster

 

Ansprechpartner:

Sachbearbeiterin Planung:

Frau Schulz

0345 221-2409

0345 221-2402

 

Teamleiter Baukontrolle:

Herr Vorsprecher

0345 221-2444

0345 221-2417

 

Weitere Bauherren

Hallesche Wasser-
und Stadtwirtschaft GmbH

Karlsruher Allee 20
06132 Halle (Saale)

 

Energieversorgung Halle GmbH

Bornknechtstraße 5
06108 Halle (Saale)

 

Deutsche Telekom Netzproduktion GmbH
Technische Infrastruktur Niederlassung Mitte-Ost

Kaiserslauterer Str. 75
06128 Halle

 

S+K ServiceKabel GmbH

Veszpremer Str. 36
06130 Halle (Saale)

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