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Tipps zur Abfallentsorgung

1. Warum Abfall trennen?

Abfalltrennung ist ein Beitrag zum Ressourcen- und Klimaschutz. Die meisten natürlichen Rohstoffe sind begrenzt und nur schwer ersetzbar. Durch Recycling werden Abfälle wieder zu Rohstoffen. Das funktioniert aber nur bei getrennt gesammelten Abfällen wirklich gut.
Viele Stoffe benötigen bei ihrer Herstellung sehr viel Energie. Für das Wiedereinschmelzen von Altglas oder zum Altpapierrecycling wird weitaus weniger Energie benötigt als zur Herstellung von Glas oder Papier aus „neuen“ Rohstoffen. Und wer richtig trennt, schont auch seinen Geldbeutel, denn die Entsorgung von Restmüll ist in der Regel am teuersten. Aus den privaten Haushalten kommt immerhin der größte Teil aller Abfälle, die entsorgt werden müssen. Die Erhaltung der Umwelt, Ordnung und Sauberkeit im Wohngebiet und niedrige Kosten für die Abfallentsorgung lohnen den Aufwand. Darum trennen Sie Ihre Abfälle!

2. Vortrennung bereits in der Wohnung

Wenn Sie Ihren Müll bereits in der Wohnung vortrennen, können Sie Ihre Restmüllmenge erheblich reduzieren. Das gilt in besonderem Maße für die Bioabfälle, die erfahrungsgemäß leider oft im Restmüll landen. Im Handel gibt es dafür geeignete Abfallsammler mit mehreren Kammern (2 bis 3) in verschiedenen Farben. Als Sammelort empfiehlt sich die Küche oder ein Abstellraum. Leisten Sie so Ihren persönlichen Beitrag zum Umweltschutz!

3. Bioabfall: Papiertüte statt Plastik

Bioabfälle sind bei getrennter Erfassung sehr gut verwertbar. Ziel der getrennten Sammlung ist die Herstellung von Kompost und Gärrest als Dünger oder als Ersatz für Torf in der Landwirtschaft oder im Gartenbau. Dadurch werden Nährstoffe und Humus, die in organischen Abfällen enthalten sind, in den natürlichen Kreislauf zurückgeführt. Aus Bioabfällen wird aber auch Energie erzeugt, zum Beispiel in Form von Biogas.
Geben Sie deshalb Ihre Küchen- und Gartenabfälle in die Biotonne oder kompostieren Sie selbst. Sammeln Sie Ihre Bioabfälle lieber in Zeitungspapier oder Abfalltüten aus Papier, da diese schneller verrotten als z. B. Maiskunststoffbeutel. Letztere können in der für die Stadt Halle tätigen Biogasanlage aufgrund der geringen Gärungstemperaturen nicht vollständig abgebaut werden. Unterstützen Sie den natürlichen Kreislauf, verwenden Sie nur Bioabfalltüten aus Papier!

4. Wo entsorge ich Kaffeekapseln?

Portionskapseln für Kaffeeautomaten werden meist aus Aluminium hergestellt. Das ist wenig umweltfreundlich, deshalb sollten Sie nach Gebrauch wenigstens richtig entsorgt werden. Auch Kaffeekapseln, die noch den Kaffeesatz enthalten, können über die gelbe Tonne entsorgt und so dem Recycling zugeführt werden. Umweltfreundlicher sind allerdings Filterkaffee oder Kaffeepads. Letztere bestehen auch aus Filterpapier und können einfach im Bioabfall entsorgt werden.

5. Alte Batterien und Akkus zurückgeben

Altbatterien können giftige Schwermetalle wie Quecksilber, Cadmium und Blei enthalten. Um Mensch und Umwelt zu schützen und Wertstoffe in hohem Maße wiederzugewinnen, müssen sie getrennt von den restlichen Abfällen gesammelt und recycelt werden. Anstatt die leeren Energiespender zu Hause zu horten, geben Sie sie lieber im Handel, auf den drei Wertstoffmärkten, am Schadstoffmobil oder in öffentlichen Einrichtungen in den grünen Sammelboxen kostenlos ab. Nur so können die enthaltenen wertvollen Rohstoffe wie Eisen, Zink oder Mangan recycelt werden.
Entsorgen Sie Ihre gebrauchten Batterien und Akkus umweltgerecht!

6. Schadstoffhaltige Haushaltsabfälle

Schadstoffhaltige Haushaltsabfälle sind z. B. Farben, Lacke, Pflanzen- und Holzschutzmittel, Möbel- und Autopflegemittel, aber auch Spraydosen mit Restinhalt, Frostschutzmittel oder Fotochemikalien. Sie enthalten Stoffe in gesundheits- oder umweltgefährdender Konzentration und dürfen deshalb nicht zusammen mit dem Hausmüll entsorgt werden.
Für schadstoffhaltige Abfälle existieren spezielle Entsorgungswege und -verfahren, die eine sichere und umweltverträgliche Zerstörung der enthaltenen Schadstoffe gewährleisten. Geben Sie Schadstoffe am Schadstoffmobil oder an der Schadstoffannahmestelle der Halleschen Wasser und Stadtwirtschaft GmbH (HWS) möglichst in der Originalverpackung ab!

Verbrennungsmotoren- und Getriebeöle sowie Starterbatterien unterliegen jedoch einer Rücknahmepflicht und sind dem Handel (Vertreiber) zurückzugeben.

7. Altmedikamente

Medikamente gelangen auf verschiedenen Wegen in die Umwelt und können Organismen und Ökosysteme belasten. Um unsere Umwelt und Gewässer nachhaltig zu schützen und die Wirksamkeit von Medikamenten zu erhalten, ist eine sachgemäße Entsorgung der abgelaufenen Arzneimittel sehr wichtig. In Deutschland gibt es bisher keine einheitliche Regelung zur Erfassung von nicht mehr verwendeten Medikamenten und Arzneimitteln. Für die Stadt Halle gilt Folgendes:
Werfen Sie keine Altmedikamente in den Restmüll oder in die Toilette. Bringen Sie sie besser zum Schadstoffmobil oder zur Schadstoffannahmestelle der HWS!

8. Bau- und Abbruchabfälle

Bei Renovierungen, Reparaturen oder Baumaßnahmen fallen die unterschiedlichsten Abfälle wie Ziegelsteine, Putz, Keramik, Holz, Metallschrott oder Dämmstoffe an. Diese verschiedenen Bauabfälle von Anfang an getrennt zu sammeln macht Sinn, denn viele davon, wie z.B. der Bauschutt, sind recyclingfähig. Abfallwirtschaftliches Ziel ist es, das Verwertungspotenzial dieser Abfälle auszuschöpfen. Nur sortenrein gesammelte Bauabfälle können effektiv und umweltschonend verwertet werden. Die Entsorgung von Baumischabfällen ist wesentlich aufwendiger und teurer.

Asbesthaltige Abfälle sind aufgrund ihrer besonderen Gefährlichkeit bereits am Anfallort getrennt von anderen Abfällen zu halten und in staubdichten, zugelassenen und gekennzeichneten Asbest-Big-Bags zu verpacken.
Bestellen Sie für Ihre Bau- und Abbruchabfälle bedarfsgerecht Container bei der HWS. Kleinmengen bis zu 1 m³ können Sie sortenrein an den Wertstoffmärkten der HWS abgeben. 

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