zur Startseite

Bundesweiter Heizspiegel

Seite durchblättern:

Neuer Heizspiegel 2017: Deutlich geringere Heizkosten für Bewohner
von energetisch optimierten Häusern

Energetischer Zustand: wichtigster Faktor bei Heizkosten und Klimaschutz / Prognose: Zeit der sinkenden Heizkosten ist vorbei

Die Stadt Halle (Saale) nutzt das Heizspiegelprojekt, das vom Bundesumweltministerium gefördert wird, und bietet allen Bürgerinnen und Bürgern den Heizspiegel für Deutschland 2017 an.

geografische Darstellung von Deutschland mit Tabelle im Hintergrund und HeizkörperDie Broschüre mit den neuen Vergleichswerten ist kostenlos erhältlich im Technischen Rathaus, Hansering 15,  Fachbereich Umwelt, Zi. 152 sowie im Dienstleistungszentrum Klimaschutz, Zi. 452. Der Heizspiegel steht auch in der Servicespalte als Download zur Verfügung. 

Mit dem Heizspiegel können Verbraucher herausfinden, ob ihr Heizenergieverbrauch im Vergleich zu ähnlichen Gebäuden gering oder hoch ist.

550 Euro bis 1.170 Euro – das war im Jahr 2016 die Spanne bei den Heizkosten einer durchschnittlichen 70 Quadratmeter großen Vergleichswohnung in einem Mehrfamilienhaus. Im Schnitt lagen die Kosten bei 800 Euro. Hauptgrund für die großen Unterschiede ist der energetische Zustand der Gebäude. Das zeigt der Heizspiegel für Deutschland 2017, den die gemeinnützige Beratungsgesellschaft co2online im Auftrag des Bundesumweltministeriums und in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Mieterbund e. V. veröffentlicht hat.

„Wenn es um Heizkosten geht, schauen alle auf die Entwicklung der Energiepreise. Der Sanierungsstand eines Hauses wird leider oft vergessen. Dabei ist er der wichtigste und meistunterschätzte Faktor für Heizkosten – und für die CO2-Emissionen, die durchs Heizen entstehen“, sagt Tanja Loitz, Geschäftsführerin von co2online. „In der Vergleichswohnung beträgt der Unterschied zwischen einem energetisch besseren und einem energetisch schlechteren Haus fast drei Tonnen CO2 pro Jahr. Das entspricht in etwa den Emissionen von 18.000 Kilometern Fahrstrecke in einem Mittelklassewagen.“

Verbrauch prüfen, Sparmöglichkeiten nutzen

Der Heizspiegel hilft Eigentümern und Mietern, einen Überblick über die Verbräuche und Heizkosten des eigenen Wohngebäudes zu bekommen. Mit dem Heizspiegel lassen sich die eigenen Sparpotenziale erkennen und nutzen. „Das gilt übrigens auch für Mieter: Sie haben zwar meist wenig Einfluss auf den Sanierungsstand des Hauses – sie können ihre Heizkosten aber häufig durch ein optimiertes Nutzerverhalten senken. Und das, ohne auf Komfort zu verzichten!“

Prognose: Zeit der sinkenden Heizkosten ist vorbei

Die Heizkosten sind im Jahr 2016 in Deutschland im Schnitt noch einmal gesunken. Das lag vor allem an den niedrigeren Energiepreisen. In der Vergleichswohnung zahlten die Bewohner mit Erdgasheizung im Durchschnitt 810 Euro, also 25 Euro weniger als im Jahr zuvor. In Wohnungen mit Heizölheizung waren es etwa 665 Euro (minus 90 Euro) und bei Fernwärme rund 930 Euro (minus 35 Euro).
Aber: Schon für 2017 deutet sich eine Trendwende an. Vor allem Bewohner von ölbeheizten Häusern müssen aufgrund steigender Preise mit voraussichtlich 10 Prozent Mehrkosten rechnen. In Häusern mit Erdgas- und Fernwärmeheizung dürften die Kosten moderat steigen.

Hinweise zur Berechnung

Als Vergleichswohnung wird hier eine 70 Quadratmeter große Wohnung bezeichnet, die in einem 501 bis 1.000 Quadratmeter großen Mehrfamilienhaus liegt.
Die Spanne der Heizkosten ergibt sich aus einem Vergleich der Heizspiegel-Kategorien „niedrig“ und „zu hoch“. Dabei werden die in der jeweiligen Kategorie angegebenen Kosten pro Quadratmeter mit 70 multipliziert (70 Quadratmeter beträgt die Größe der Vergleichswohnung). Für das Abrechnungsjahr 2016 ergeben sich folgende Spannen: für Erdgas 540 bis 1.175 Euro, für Heizöl 475 bis 925 Euro und für Fernwärme 645 bis 1.415 Euro.

Über den Heizspiegel für Deutschland und seine Vergleichswerte

Der Heizspiegel für Deutschland ist ein Projekt von co2online, unterstützt durch „Mein Klimaschutz“ im Auftrag des Bundesumweltministeriums. Er entsteht in Kooperation mit dem Deutschen Mieterbund e. V. und wird seit 2005 jedes Jahr von co2online realisiert.
Der Heizspiegel lässt sich auf Wohngebäude anwenden, die zentral mit Erdgas, Heizöl oder Fernwärme beheizt werden. In den Vergleichswerten sind die Anteile für Raumwärme (Heizen) und für die Warmwasserbereitung enthalten. Für den Heizspiegel 2017 hat co2online rund 60.000 Gebäudedaten zentral beheizter Wohngebäude aus ganz Deutschland ausgewertet.

Über „Mein Klimaschutz“ und co2online

„Mein Klimaschutz“ ist eine Mitmachkampagne von co2online im Auftrag des Bundesumweltministeriums. Die gemeinnützige Beratungsgesellschaft co2online setzt sich für die Senkung des klimaschädlichen CO2-Ausstoßes ein. Seit 2003 helfen die Energie- und Kommunikationsexperten privaten Haushalten, ihren Strom- und Heizenergieverbrauch zu reduzieren.

Wegweiser

Dienstleistungszentrum Klimaschutz

Hansering 15
06108 Halle (Saale)

zum Stadtplan

Postanschrift

Stadt Halle (Saale) Dienstleistungszentrum Klimaschutz
06100 Halle (Saale)

Ansprechpartner

Frau Rust

0345 221-4444

0345 221-4094

E-Mail

Öffnungszeiten

Dienstag

09:00 - 12:00 Uhr und 13:00 - 18:00 Uhr

Donnerstag

09:00 - 12:00 Uhr und 13:00 - 15:00 Uhr

oder nach telefonischer Vereinbarung

Download:
Weitere Informationen:
Gesprächsreihe Klimawandel:

Alle Bürgerinnen und Bürger sind recht herzlich zur Gesprächsreihe eingeladen! Die Teilnahme ist kostenfrei.

Anzeige EVH

Banner WG Freiheit

Abfallberater