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Lärmaktionsplan Stufe 2 (Entwurf)

Im Technischen Rathaus, Hansering 15, in der 1. Etage, im Zimmer 131, können Interessenten vom 14. Februar bis 14. März 2017 den Entwurf des Lärmaktionsplanes Stufe 2 zu folgenden Öffnungszeiten einsehen:

  • Montag/Mittwoch/Donnerstag von 9 bis 12 Uhr und von 13 bis 15 Uhr
  • Dienstag von 9 bis 12 Uhr und von 13 bis 18 Uhr
     
  • Freitag von 9 bis 12 Uhr.

Anregungen, Hinweise oder Einwände zum Entwurf des Lärmaktionsplanes Stufe 2 müssen schriftlich bis 29.03.2017 an die Stadt Halle (Saale), FB Umwelt, 06100 Halle (Saale) oder auf elektronischem Wege unter umwelt@halle.de eingereicht werden.

Stadtplan von Halle mit Verkehrsschildern zur Verkehrslaermminderung

Im Rahmen der Umsetzung der 2. Stufe der EG-Umgebungslärmrichtlinie 2002/49/EG (EU, 2002) in Verbindung mit den §§ 47a-f BImSchG (Bundesimmissionsschutzgesetz) und der Verordnung über die Lärmkartierung (34. BImSchV, 2006) wurde durch die Stapelfeldt Ingenieurgesellschaft mbH Dortmund im Auftrag der Stadt Halle eine Lärmkartierung für sämtliche Emissionsarten vorgenommen, die in der Verantwortung der Stadt zu bearbeiten sind, d. h. Straßen-, Straßenbahn- und Industrielärm. Für die Verkehrslärmarten des Straßenverkehrs sind entsprechend der 34. BImSchV die betroffenen Flächen und Einwohner zu ermitteln.

Die Bereiche Flug- und Schienenlärm werden durch andere Institutionen bearbeitet und auch dort veröffentlicht.

Betrachtet werden außerhalb der Ballungszentren die Hauptverkehrsstraßen ab 3 Millionen Kfz/Jahr (entspricht mehr als 8.200 Kfz/Tag) sowie die Hauptschienenwege ab 30.000 Zugbewegungen pro Jahr. Innerhalb der Ballungszentren, d. h. für Städte mit über 100.000 Einwohnern, wird auch der Einfluss der Nebenstrecken erfasst.
Bezogen auf die Stadt Halle ist das Untersuchungsgebiet rund 135 km² groß, bei einer Einwohnerzahl von 233.700 und wird deshalb als Ballungszentrum im Sinne der einschlägigen EU-Vorschriften angesehen.

Zur Lärmkartierung wurden für die gesamte Stadtfläche im 10-Meter-Raster Pegel für den Zeitraum Tag-Abend-Nacht berechnet. Für das Straßenverkehrsnetz wurden Fassadenpegel entsprechend den Vorgaben der "Vorläufigen Berechnungsmethode zur Ermittlung der Belastetenzahlen durch Umgebungslärm (VBEB)" berechnet.
Es ergab sich die in dem Bericht zur Lärmkartierung ausgewiesene Anzahl von betroffenen Personen, Wohnungen, Krankenhäusern und Schulen.
Diese textlichen Ergebnisse der Lärmkartierung können zu den Sprechzeiten im Fachbereich Umwelt, Hansering 15, 06108 Halle bei der Unteren Immissionsschutzbehörde in einem Bericht eingesehen werden.
Die Lärmkarten aus der Lärmkartierung sind im Umweltatlas der Stadt Halle zur online Einsichtnahme hinterlegt.

Zum besseren Verständnis der Ergebnisse der Lärmkartierung gleich ob Text oder Karte, sind die folgenden Hinweise hilfreich:

Die Ergebnisse der Lärmkartierung beruhen auf Berechnungsverfahren, die in Abhängigkeit von der Art der Geräuschemission wie folgt zu wählen sind:

  • Straßenverkehrsgeräusche nach VBUS
  • Schienenverkehrsgeräusche nach VBUSCH
  • Industriegeräusche nach VBUI
  • Belastung der Einwohner und Wohnungen nach VBEB

Es werden hier also nicht die in Deutschland ansonsten benutzen Rechenvorschriften angewendet!

Über die Lärmindizes nach EU-Verordnung

Die Lärmbelastungen werden auf Grundlage der "Vorläufigen Berechnungsmethode zur Ermittlung der Belastungszahlen durch Umgebungslärm (VBEB)" ermittelt. Dabei wird die Anzahl Einwohner nach einem festgelegten Verfahren den in 4 m Höhe über Gelände berechneten Fassadenpunkten zugeordnet. Entsprechend dem jeweiligen LDEN bzw. LNight (siehe unten) wird die Zahl der Einwohner in 5 dB(A)-Klassen aufsummiert. Gebäude, die nur Pegel unterhalb der Relevanzgrenze von 55 dB(A) am Tag, bzw. Abend und 45 dB(A) in der Nacht ausweisen, bleiben unberücksichtigt.

LDEN stellt den in der Umgebungslärmrichtlinie verwendeten Lärmindex für den Tag-Abend-Nacht-Pegel (day: 6.00 Uhr bis 18.00 Uhr/evening: 18.00 Uhr bis 22.00 Uhr/night: 22.00 Uhr bis 6.00 Uhr) dar.
Entsprechend 34. BImschV, § 4 Abs. 4 wird die Geräuschsituation für den LDEN Pegel in den folgenden Isophonenbändern mit einer Klassenbreite von 5 dB(A) dargestellt:

55 dB(A) < LDEN <= 60 dB(A),
60 dB(A) < LDEN <= 65 dB(A),
65 dB(A) < LDEN <= 70 dB(A),
70 dB(A) < LDEN <= 75 dB(A) sowie
LDEN > 75 dB(A).

LNight stellt den in der Umgebungslärmrichtlinie verwendeten Lärmindex für die Pegel der Nachtstunden (night: 22.00 Uhr bis 6.00 Uhr) dar.
Für den Pegel LNight, werden die Lärmbelastungen in den folgenden Isophonenbändern mit einer Klassenbreite von 5 dB(A) dargestellt:

50 dB(A) < LNight <= 55 dB(A),
55 dB(A) < LNight <= 60 dB(A),
60 dB(A) < LNight <= 65 dB(A),
65 dB(A) < LNight <= 70 dB(A) sowie
LNight > 70 dB(A).

Die Farben für die Darstellung der Isophonenbänder sind entsprechend dem Anhang B der DIN 18005, Teil 2 gewählt. Das orangebraun skalierte Farbband entspricht also Isophonenwerten von weniger als 55 dB(A), das Ocker-Farbband entspricht Werten von größer als 55 bis 60 dB(A), das rote Farbband von größer als 60 bis 65 dB(A) usw. LNight stellt den in der Umgebungslärmrichtlinie verwendeten Lärmindex für die Pegel der Nachtstunden (night: 22.00 Uhr bis 6.00 Uhr) dar.

In diesem Zusammenhang noch die folgenden Tipps zur Betrachtung der Lärmkarten:

Verengen sich die Isophonen, liegt dies meist an Unebenheiten im Gelände. Steigt beispielsweise direkt neben einer Straße das Gelände stark an, kann sich der Schall nicht gleichmäßig ausbreiten und es kommt somit zum Einschnüren der Isophonen. In der Umgebung von Brücken ist das Isophonenbild gleichfalls gestört.
 

Der Schall erfährt jedoch auch auf seinem Weg in einer Geländesenke bereits eine Dämpfung. Somit ist es möglich, dass es in Bereichen, die näher an einer Straßenachse liegen, leiser ist, als in solchen Bereichen, die weiter entfernt, aber auf Straßenhöhe liegen.
 

Wegweiser

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06108 Halle (Saale)

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Fachbereich Umwelt
06100 Halle (Saale)

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0345 221-4665/73

0345 221-4667

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