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Gut Gimritz - Leben am Fluss

Gebäude mit Bäumen umgebenHerrenhaus Gut Gimritz (Quelle: Stadtarchiv)Im Mittelalter gehörte das auf einer Anhöhe an der Saale gelegene Gut Gimritz zum reichen Kloster Neuwerk. 1530 kam es an das Neue Stift und wurde 10 Jahre später für 150 Gulden jährliche Erbpacht dem halleschen Magistrat zur Bewirtschaftung überlassen. Auf Grund hoher Kriegsschulden musste die Stadt im Jahr 1821 das Gut an den Giebichensteiner Domänenpächter Bartels verkaufen. 1887 kaufte die Stadt das Gut Gimritz und  auch die Peißnitzinsel für über eine Million Mark , um das gesamte Gebiet für Erholungssuchende zu erschließen.
2001 begann durch einen Privatunternehmer die aufwändige Sanierung der vorhandenen Gebäudeanlagen auf der 16 645 m² umfassenden Gutsanlage. Über 30 Millionen Mark wurden investiert.


Mauer mit MarkierungHochwassermarken am ehemaligen Wohnhaus der alten Klostermühle (Quelle: Pro Deich)Mit Hochwasser musste man nach  historischen Überlieferungen und zahlreichen historischen Hochwassermarken an den alten Gutsgebäuden  jedoch immer rechnen. Katastrophen wie das Extrem-Hochwasser im Juni 2013 sollten uns immer wieder daran erinnern:  Naturereignisse kann man nicht beliebig kontrollieren, schon gar nicht steuern!
 

Ein Leben am Fluss kann der Mensch in Zukunft nur gestalten, wenn  die drei wesentlichen  Säulen  der Hochwasserschutzkonzeption  unseres Landes  dazu  umgesetzt werden!
 

1. Natürlicher Wasserrückhalt - zusätzliche Schaffung von  Rückhalteräumen in der Fläche

2. Technischer Hochwasserschutz – die Errichtung neuer und die Unterhaltung, Pflege und Ertüchtigung  bestehender Hochwasserschutzanlagen ist eine permanente gesellschaftliche Aufgabe und darf nicht vernachlässigt werden!

3. Hochwasservorsorge

  • Flächenvorsorge - Verbot weiterer  Bebauung im Überschwemmungsgebiet
  • Bauvorsorge - dem Hochwasserschutz angepasste Bauweise
  • Risikovorsorge  -  versicherungsgestützte Eigenvorsorge 

Immer wieder aufkommende „Hochwasserdemenz“ führt im Bewusstsein der Bevölkerung oft zum Verniedlichen von Hochwassergefahren. Das darf nicht passieren. Auch in deichgeschützten Gebieten kann es keinen 100% Schutz geben!  Ein geschultes  und zielgerichtetes Handeln für den Hochwasserfall gehört deshalb zur persönlichen Vorsorge.

Denn nicht nur Flusshochwasser,  auch immer öfter auftretende Starkregenereignisse können in kürzester Zeit in allen Landesteilen zu Hochwasser mit unkalkulierbaren persönlichen Gefahren werden.
 

Wie gut sind Sie informiert und auch darauf vorbereitet ?
 

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