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Schöpfwerk Passendorfer Damm

Das Schöpfwerk dient der Hebung und der Überleitung von Oberflächenwasser aus dem Deichhinterland in das Deichvorland bei Hochwasser der Saale. Die untere Aue im Bereich der Rennbahn wird bei hohen Wasserständen überschwemmt. Der freie Abfluss des Roßgrabens über das geöffnete Deichsiel Richtung Saale ist dann nicht mehr möglich.

(Quelle: LHW)

Erreicht steigendes Wasser der Saale eine festgelegte Pegelmarke, wird der Roßgraben am Deichsiel geschlossen und das Eindringen von Saalehochwasser zur Ortslage Neustadt verhindert.

(Quelle: LHW)Das Schöpfwerk nimmt dann automatisch den Betrieb auf und hebt mit zwei Förderschneckenwellen das im Dreiecksteich aufgestaute Oberflächenwasser aus dem Neustädter Einzugsgebiet über den Deich in die untere Aue. 

Technische Daten: 

  • erbaut 1969 als Hochwasserschutzanlage Passendorfer Damm
  • erneuert 1994/95 eletro- und steuerungstechnische sowie maschinentechnische Ausrüstungen
  • 2000 Erneuerung der bautechnischen Anlagenteile und Fassade
  • Förderleistung 4320 m³ pro Stunde
  • Förderhöhe 4 m

Mit der Errichtung von Halle-Neustadt westlich der Saale stand man vor der technischen Herausforderung, das Grundwasser für große Teile der zu bebauenden Fläche dauerhaft abzusenken.
Bereits 1966 wurde durch den damaligen Rat des Bezirkes veranlasst, eine ca. 4 km lange und mit 146 Brunnen versehene Brunnengalerie zu errichten. Bis heute hält man damit den Grundwasserspiegel bis ca. 4-5 m unter der Geländeoberkante und das geförderte Grundwasser wird in die Saale und in den Roßgraben gepumpt.

Im Hochwasserfall steigt allerdings der Grundwasserspiegel in der Neustadt stark an, aber durch eine ausreichend hohe Pumpenleistung der Brunnengalerie können die Gebäude und Infrastruktur des Stadtteils vor Folgeschäden geschützt werden. Das Schöpfwerk springt automatisch an, um das Wasser des Roßgrabens über den Deich in die Saale abzupumpen.

Im Juni 2013 fielen fast alle Pumpen der bereits überalterten Brunnengalerie aus, was zu Überschwemmungen in Kellern führte. 

 Betonring mit zwei silbernen Kreisensichtbarer Tei eines Brunnens (Quelle: MZ Verlag)
Die Brunnengalerie wurde von 2017- 2019 für über 7 Millionen Euro aus Fluthilfemitteln grundlegend saniert.

 

 

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