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Trinkwasserlehrpfad

Im Süden der Stadt Halle (Saale) erstreckt sich eine weiträumige Auenlandschaft, die zu den ökologisch wertvollsten Naturräumen im Süden Sachsen-Anhalts zählt. Der Mündungsbereich der Weißen Elster in die Saale stellt einen bemerkenswerten Lebensraum für seltene Tiere und Pflanzen dar.
Der angelegte Trinkwasserlehrpfad erstreckt sich von Beesen/Ammendorf nach Planena. Auf neun Informationstafeln und einer Übersichtstafel soll auf anschauliche Weise das Gewinnen Fördern und Aufbereiten von Trinkwasser den Besuchern näher gebracht werden.

Der Lehrpfad umfasst folgende Stationen:

1. Trinkwasserschutzgebiet
Zum Schutz der Wasserressourcen wurde dieses Gewinnungsgebiet mit einer Größe von zirka 600 Hektar zum Trinkwasserschutzgebiet erklärt. In der Schutzzone I liegen die Infiltrationsbecken zur künstlichen Grundwasseranreicherung und die Vertikalfilterbrunnen mit den Heberleitungen. Darüber hinaus existieren noch eine engere Schutzzone II und eine weitere Schutzzone III.

2. Infiltrationsbecken
Lehrtafel auf einer WieseVorgereinigtes Wasser läuft zur Sauerstoffanreicherung über Kaskaden in diese Langsamsandfilter und versickert dann mit einer mittleren Filtrationsgeschwindigkeit von 1 bis 3 Zentimetern pro Stunde. Die Verweilzeit im Boden zwischen Infiltrationsbecken und Heberbrunnen beträgt mindestens 20 Tage. Diese Bodenpassage verbessert erheblich die chemisch-biologische Qualität des Rohwassers.

3. Vertikalfilterbrunnen
In dem Schutzgebiet Halle-Beesen existieren 4 Heberleitungen mit einer Gesamtlänge von 16,5 Kilometern. An die Heberleitungen sind zirka 380 Vertikalfilterbrunnen angeschlossen. Das grob gereinigte Wasser wird mit dem Grundwasser mittels Vakuum über das Heberleitungssystem gefördert.

4. Grundwassermesspegel
Es existieren 80 Grundwasserpegel, mit denen der Grundwasserstand und die Qualität des Wassers überwacht werden.

5. Vorreinigung
Hier werden Flockungsmittel dem Wasser zugesetzt, die sich mit dem Schweb- und Trübstoffen im Wasser verbinden. In zwei Schwebefilterbecken setzen sich die Flocken auf dem Boden ab. Das so vorgereinigte Wasser versickert danach über Infiltrationsbecken im Untergrund.

6. Geschützte Natur
Von herausragender Bedeutung sind die Reste eines typischen Hartholzauenwaldes in der Abtei und westlich um den Hohenweidenschen Werder. Das gesamte Gebiet wird bei mittlerem Hochwasser von Saale oder Weißer Elster direkt oder durch Qualwasser überflutet.

7. Siedlungsgeschichte
Im Jahre 1146 wurde die sorbische Fluss- und Fischersiedlung Beesen mit dem Namen „Beissem“ erstmals urkundlich erwähnt.

8. Gewässer
Folgende Gewässer befinden sich im Gebiet: Saale, Weiße Elster, Luppe und Gerwische.

9. Vögel
Bestandsbedrohte Brutvögel, wie Wespenbussard, Schwarzmilan, Rotmilan, Schlagschwirl und Eisvogel nisten hier.

Den Trinkwasserlehrpfad können Sie als Broschüre bestellen:

Wegweiser

Fachbereich Umwelt

Hansering 15
06108 Halle (Saale) 

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Postanschrift

Stadt Halle (Saale)
Fachbereich Umwelt
06100 Halle (Saale)

Ansprechpartner

Herr Dr. Katterle

0345 221-4672

0345 221-4667

E-Mail

Öffnungszeiten

Dienstag

09:00 - 12:00 Uhr und 13:00 - 18:00 Uhr

Donnerstag

09:00 - 12:00 Uhr und 13:00 - 15:00 Uhr

oder nach telefonischer Vereinbarung

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