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1. Stein des Naturlehrpfades I Dölauer Heide

an der Straße

Robinie (Steckbrief)

(Baum des Jahres 2020)

 

lat.: Robinia pseudoacacia
Robinie, nach dem französischen Botaniker und Hofgärtner Jean Robin (1550 bis 1629), der diese Art um 1600 nach Europa einführte; Pseudes (lat.) = vorgetäuscht, falsch;  acacia =  Akazien;      somit: Scheinakazie
Familie:  Schmetterlingsblütengewächse
 

 

  • hat wie die echten Akazien auch Dornen, gefiederte Blätter und Hülsenfrüchte
  • 20 bis 25 Meter hoher Baum mit unregelmäßiger Krone
  • 15 bis 30 Zentimeter lange, wechselständige, unpaarig gefiederte Blätter mit 2 bis 12 Fiederblattpaaren, die Fiederblättchen sind 3 bis 6 Zentimeter lang, länglich elliptisch bis eiförmig, kurz gestielt, nur das Endblatt ist länger gestielt, die Nebenblätter sind zu Dornen umgewandelt
  • Blütezeit: Mai bis Juni
  • weiße, 2 Zentimeter große und stark duftende, lange gestielte Blüten zu 15 bis 30 in hängenden Trauben
  • schwarzbraune, flache, leicht gewellte, vier- bis zehnsamige Hülsen
  • erreichbares Alter: 50 bis 60 Jahre (Maximalalter 200 Jahre)
  • Heimat: Nordamerika
  • sehr dauerhaftes Holz (dreimal so dauerhaft wie Eichenholz), Verwendung als Konstruktionsholz in Schiff- und Brückenbau und als Sperrholz
  • als Straßenbaum und für Ödlandaufforstungen geeignet, als Mitglied der Schmetterlingsblütengewächse sammeln an der Wurzel symbiontisch lebende Knöllchenbakterien Stickstoff aus der Luft und stellen sie der Pflanze zur Verfügung, damit ist sie als „Pionierpflanze“ für nährstoffarme Ödländer gut geeignet
  • durch die Eigenschaft als „Stickstoffsammler“ verändert die Robinie allerdings den Nährstoffhaushalt von Böden und damit auch die vorherige Artenzusammensetzung des Standortes 
  • als Bienenweide beliebt 
  • Fiederblätter nehmen nachts und bei trübem Wetter eine „Ruhestellung“ ein, indem sie sich abwärts zusammenlegen
  • wird teilweise als invasiver Neophyt betrachtet, da sich die Robinie in Europa als langlebiger herausstellt als in ihrer Heimat Nordamerika und sich nach dem Fällen stark über Wurzelaustriebe vermehren und ausbreiten kann.

Am Eingang zum Naturlehrpfad sind rechts eine Kornelkirsche  und ein Europäisches Pfaffenhütchen
(siehe Erläuterungen am Stein Nr. 10) zu sehen.


Kornelkirsche, Herlitze (Steckbrief)

Detail der Kornelkirsche in noch nicht ausgereiftem ZustandHartriegelgewächse
Cornus mas L.
cornu (lat.) = Horn, wegen Härte des Holzes (cornum ist eine Lanze aus Hartriegelholz); mas (lat.) = männlich

 

  • 2 bis 10 Meter hoher Strauch, dessen jüngere Zweige behaart und auf der Lichtseite rötlich überlaufen sind
  • 4 bis 10 Zentimeter lange, gegenständige, elliptische, ganzrandige Blätter, deren drei bis vier Paar Nerven bis zur Spitze bogig verlaufen, unterseits in den Nervenwinkeln weiße Bärtchen, es treten die Seitenadern 1. Ordnung hervor (bei Blutrotem Hartriegel die Seitenadern 1. und 2. Ordnung)
  • Blütezeit: März bis April
  • zehn- bis 25blütige, aufrechte Dolde mit Hochblatthülle
  • gelbe, vierzählige Blüten mit  0,5 bis 0,8 Zentimeter langem, behaartem Stiel, Blüten erscheinen vor den Blättern
  • hängende, länglich elliptische, bis 2 Zentimeter lange, glänzend rote, säuerliche, essbare Steinfrucht
  • Alter: 100 Jahre
  • Heimat: Südeuropa
  • die Frucht liefert eine gute Marmelade; das schwere, zähe Holz ist gut geeignet für Drechslerarbeiten 

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