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15. Stein Naturlehrpfad I Dölauer Heide

rechts

Temporäres Gewässer (Tümpel) mit Binsen und Ufer-Wolfstrapp

Binsen (Steckbrief)

grüne Wiese mit grasähnlichem GewächsBinsen sind grasähnliche Kräuter mit meist knotenlosem, markgefülltem Stängel stängelähnlichen stielrunden, borstlichen oder rinnigen Blättern, reichblütigen, rispen - oder doldenähnlichen Blütenständen, kleinen unscheinbaren Blüten und Kapselfrüchten. In Mitteleuropa gibt es 30 Binsenarten. Binsen sind immer ein Anzeichen für stehendes Wasser.


 

 

 

 

Ufer-Wolfstrapp (Steckbrief)

vierkantiger grüner StängelLippenblütengewächse
Lycopus europaeus L.
Lycos (gr.) = Wolf; pous (gr.) = Fuß, wegen Ähnlichkeit der Blätter mit Wolfstatze

  •  

 

 

 

 

  • 0,2 bis 1,0 Meter hohe Staude mit ästigem, vierkantigem Stängel und gegenständigen, kurz gestielten, grob gezähntenbis gesägten, bis 4 Zentimeter breiten Blättern
  • Blütezeit: Juli bis September
  • kleine, fünfzählige Blüten in vielblütigen, dichten, blattachselständigen Scheinquirlen, Kronblätter weiß, innen rot punktiert, behaarte Kelchzähne länger als Kronröhre
  • Verbreitung auch durch Wasser (Hydrochorie): die vier Teilfrüchte bleiben am Grund verbunden, fallen auf Wasseroberfläche und zwischen ihnen wird eine Luftblase eingeschlossen
  • Heimat: Europa, Westasien
  • Verbreitung auch durch unterirdisch kriechendes Rhizom

 links

Auf der linken Seite ist noch ein Rest der Sandgrubenwand erkennbar, anstehender verwitterter Oberer Hallescher Porphyr und Porphyrsand.
Hier war der Obere Hallesche Porphyr so weit verwittert, dass das entstandene Lockermaterial (feinkörniger Porphyrgrus) abgebaut und als Bausand genutzt werden konnte. Dieser „Sand“ hat also eine andere stoffliche Grundlage und Entstehungsgeschichte als die in der Dölauer Heide sonst sehr verbreiteten Quarzsande. 

Nun den Weg wieder zurück zu Nr. 13 und auf dem gekennzeichneten Naturlehrpfad weiter. Der Untergrund ist ab hier bis Stein 24 nun kein Porphyr mehr, sondern Quarzsand.

 

Sande

Von den tertiären Sedimenten haben die Quarzsande der Dölauer Heide als Ausgangsmaterial für die Bodenbildung große Bedeutung. Der sogenannte Obere Sand ist ein weißer, kleinkörniger Feinsand (0,2 Millimeter Korngröße vorherrschend). Deshalb sind hier als Böden Sand - Pondsole mit einer deutlichen Profildifferenzierung in einen grauen Auswaschungs- und einen rostbraunen bis schwarzbraunen Anreicherungshorizont verbreitet.

Die Sande wurden als Stuben- und Mauersande verwendet und vermischt mit Kalk zu Kalksandstein bzw. Hartziegeln verarbeitet.

Der unter dem Oberen Sand gelagerte Untere Sand wurde in größerem Maße in Sandgruben am Rande der Heide abgebaut, jetzt noch in einer Grube im Ortsteil Granau. Dieser sehr helle, feinkörnige Sand fand Verwendung als Bausand, Formsand in Gießereien, in der Glasproduktion und auch als Streusand für die gescheuerten Stubenfußböden. Die tertiären Sedimente wurden im Alttertiär (Paläogen) vor 65 bis 25 Millionen Jahren, abgelagert.
 

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