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32. Stein des Naturlehrpfades I Dölauer Heide

links vom Weg

Hier sehen Sie einen sogenannten „Gabel-Baum“.
Es handelt sich um eine Winter-Linde mit Doppelstamm. Zwei Bäume sind während ihres Sämlingsstadiums zusammengewachsen.

„Gabel-Baum“

Gabelförmige Stämme können bei allen Baumarten auftreten. Ursache der Gabelung sind zum einen Umwelteinflüsse, wenn beispielsweise in einem frühen Entwicklungsstadium der Spitzentrieb gekappt wird (oft durch Tierfraß) und sich zwei Seitenknospen zu Stämmen entwickeln. Zum anderen entstehen nur scheinbar gabelige Bäume, wenn zwei Sämlinge sehr eng beieinanderstehen, im Laufe der Zeit zusammenwachsen und sich die oberen Stammteile beim weiteren Wachstum wieder voneinander entfernen.

Winter-Linde (Steckbrief)

lat. Tilia cordata
tilia = lateinischer  Pflanzenname, von tilos (gr.) und tela (lat.) = Gewebe, frühere Verwendung der Bastfasern; cor (lat.) = Herz (Blattform)
Familie: Lindengewächse

  • bis 30 Meter hoher Baum mit runzliger, schwarzgrauer, rissiger Rinde, dessen Stammumfang mehr als 15 Meter betragen kann
  • wechselständige, herzförmige, gesägte Blätter, unterseits in den Nervenwinkeln gelblich oder rostrot bärtig
  • Blütezeit: Juni bis Juli
    drei-  bis siebenblütige, manchmal auch zehnblütige Trugdolde mit Hochblatt
  • Frucht dünnschalig, schwach kantig mit flügelartigem Hochblatt
  • erreichbares Alter: mehr als 1000 Jahre (umstritten)
  • Heimat: Europa, Westasien
  • Nutzung wie Sommer-Linde; wichtige Bienenweide (Zuckergehalt des Nektars um 40 Prozent höher als bei Sommer-Linde
  • erträgt mehr Kälte als Sommer-Linde; großes Ausschlagvermögen aus Stubben und Wurzeln

Rechts steht ein alter Kiefernbestand. Die Kiefern sind bis 35 Meter hoch.

 

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