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36. Stein Naturlehrpfad I Dölauer Heide

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Grabhügel

Urgeschichtliche Funde auf dem sich vom Langen Berg über die Bischofswiese, den Tonberg bis zum Schwarzen Berg erstreckenden Hochplateau lassen erkennen, dass hier von 3000 bis 1000 vor unserer Zeitrechnung mit zum Teil langen Unterbrechungen ein Siedlungsgebiet stein- und bronzezeitlicher Menschengruppen war. Hier fanden die Vorgeschichtler Grabstellen, Gräben, Wälle, Palisaden, sogar Toranlagen und Hinweise auf ein Haus.
Der Naturlehrpfad tangiert von den im genannten Gebiet aufgefundenen 35 Grabhügeln und Flachgräbern nur die drei auf dem Nordsporn des Langen Berges. Näheres ist der Tafel des Landesamtes für Archäologie an Grabhügel Nr. 3 zu entnehmen.
Nach der spätbronzezeitlichen Besiedlung der Heide (1000 vor unserer Zeitrechnung) sind hier weder ur- noch frühgeschichtliche Zeugen menschlicher Siedlungstätigkeit bekannt.

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Baumstubben (hier von Eichen)

Baumstubben sind Lebensräume einer Vielzahl auf diese besonderen Bedingungen spezialisierten Lebewesen. An frischen Stubben siedeln sich zuerst Käfer- und Fliegenlarven an. Beginnt sich die Rinde zu lösen, wird die Schnittfläche von Algen (vorrangig Blaualgen) überzogen und verschiedene Schneckenarten wandern ein. Pilze dringen mit ihrem Myzel in den Holzkörper ein (beispielsweise Baumporlinge, Hallimasch). Bei genügender Feuchtigkeit wachsen Polster verschiedener Moosarten auf der Stubbenoberfläche. Die Moosdecke bietet nun einer Reihe von Bodentieren (Regenwürmer, Asseln) optimalen Lebensraum, oft auch den Sämlingen von Waldbäumen.
Ein mit Gängen durchzogener Stubben bildet oft den Mittelpunkt eines Nestes der Roten Waldameisen, die den Stubben mit kleinen Zweigen und totem Laub oder Nadeln überziehen. Doch auch größere Tiere profitieren von zerfallenden Baumstubben. So sucht der auf Totholz spezialisierte Grauspecht dort nach Nährtieren, ebenso auch der Schwarzspecht.


 

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