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49. Stein Naturlehrpfad I Dölauer Heide

rechts

Rotbuchen-Reinbestand (zirka 115 Jahre alt) (Bezugsjahr 2015)

Rot-Buche (Steckbrief)

viele graue StämmeBuchengewächse
Fagus sylvatica L.
Name Buche: Germanen ritzten Schriftzeichen in Buchenstäbe bzw. zusammengeheftete Buchenholztafeln
phagein (gr.) = essen (wegen essbarer Früchte); silva (lat.) = Wald

 

 

 

 

  • 25 bis 30 Meter (45 Meter Maximalhöhe) hoher Baum mit dünner, glatter, silbergrauer Rinde
  • wechselständige, 5 bis 10 Zentimeter große, eiförmigeBlätter, häufig mit den spitz-kegelförmigen Gallen der Buchengallmücke besetzt
  • Blütezeit: April bis Mai
  • unscheinbare Blütenstände, Blüten einhäusig, getrenntgeschlechtig
  • 2 dreikantige, rotbraune, ölreiche Nüsse (Buchecker) in 2 bis 2,5 Zentimeter langem weichstachligem, drei- bis vierklappigem Becher
  • Alter: 120 Jahre (Maximalalter 500-600 Jahre)
  • Heimat: Europa
  • einer der wichtigsten Waldbäume in Deutschland, Holz rötlich-weiß (daher auch der Name), hart, tragfähig, schwer, schlag- und druckfest, unter Wasser sehr dauerhaft
  • Verwendung als Möbel- und Bauholz, für Furniere, Brennholz (hoher Brennwert)
  • in Deutschland existieren über 1500 Ortschaften, deren Name auf die Rotbuche zurückzuführen ist
     

In Rotbuchenbeständen fehlen Strauch- und Krautschicht aufgrund der starken Beschattung durch das weitgehend geschlossenen Kronenddach meist völlig. Es können sich nur Frühblüher entwickeln, wenn sich im Frühjahr die Buchen noch nicht belaubt haben.

Rot-Buchen-Bestände in der Dölauer Heide

Die Forstbestände in der Dölauer Heide, in denen die Rotbuche dominiert, entstanden durch Unterbau der Rot-Buche in ehemalige Kiefernbestände. Die Rot-Buche bildet hier eine einheitliche Baumschicht, in der aufgrund der starken Beschattung durch das geschlossene Kronendach die Strauch- und Krautschicht fast vollständig fehlen. Ausnahmen sind der Buchenjungwuchs und der Waldmeister. Die Rot-Buche ist mit zirka fünf Prozent der Waldbestockung vierthäufigste Baumart der Heide.


links
Hier sehen Sie einen Eichenbestand mit Buchenunterbau. Infolge lockeren Kronendaches und den dadurch stärkeren Lichteinfall kann sich die Strauch- und Krautschicht gut entwickeln. (Vergleich mit Rotbuchenbestand)

 

 

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