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17. Stein des Naturlehrpfades II Dölauer Heide

Bei den Steinen Nr. 17 und 18 bietet sich eine Möglichkeit des Vergleichs von Rot-, Trauben- und Stiel-Eiche an. Hinter dem Stein Nr. 17 steht eine Stiel-Eiche und rechts neben ihr steht eine Trauben-Eiche. Vor der Trauben-Eiche stehen eine Vogel-Kirsche und eine Rot-Eiche.

rechts vom Weg

Traubeneiche, Steineiche, Wintereiche (Steckbrief)

Baum mit grünen wellenförmigen länglichen BlätternQuercus petraea
quercus = lateinischer Gattungsname = Eiche, petros (gr.) = Stein, Felsen, an Felsen vorkommend, auf steinigem Boden wachsend 

Familie: Buchengewächse

 

  • 20 bis 35 Meter (Maximalgröße 45 Meter) hoher Baum mit meist regelmäßigem Kronenaufbau und bis zum Wipfel durchgehender Stammachse
  • 6 bis 12 Zentimeter lange, wechselständige, verkehrteiförmige, am Spreitengrund keilförmigeBlätter, in der Mitte am breitesten, beidseitig fünf bis neun abgerundete Lappen, größte Lappen in der Spreitenmitte, Buchten zwischen den Lappen spitz, Stiel 1 bis 2,5 Zentimeter lang
  • Blätter bleiben den Winter über am Baum (Gegensatz zu Stiel-Eiche)
  • Blütezeit: April bis Mai (blüht nach der Stiel-Eiche)
  • unscheinbare männliche Blüten in bis 7 Zentimeter langen, lockerblütigen Kätzchen, jeweils eine bis zwei grünlich-gelbe weibliche Blüten
  • Eicheln zu mehreren („Trauben“-Eiche), sehr kurz gestielt (0 bis 20 Millimeter), bis zu ¼ vom Becher umgeben
  • Alter: 700 Jahre
  • Heimat: Europa, Kleinasien
  • typischer Baum des Hügellandes
  • Eichenkernholz ist schwer, sehr fest und elastisch, hat ein gut spalt- und bearbeitbares Kernholz, ist infolge des hohen Gerbsäuregehaltes (= Tanninsäure) besonders wasserbeständig
  •  wird verwendet für Erd- und Wasserbauten, im Schiffsbau, als Bau- und Furnierholz
  • früher: Gewinnung von Holzessig, Holzkohle, Gerbstoffextrakten, die gerbstoffhaltige (= Tannine) Rinde wurde in der Ledergerberei genutzt 
  • bevorzugt wintermilde Lagen
  • Trauben- und Stiel-Eiche haben in der Dölauer Heide einen Anteil von 25 Prozent der Waldbestockung 

Die Trauben-Eiche und die Stiel-Eiche sind eng miteinander verwandt und können sich (selten) untereinander kreuzen (bastardieren). Deshalb können die beiden Arten in der Praxis, ohne Prüfung der Genetik, oft nicht sicher unterschieden werden.
Als Faustregel kann gelten:
Eicheln kurzgestielt (bis 1 cm) und Blätter mit Blattstielen von 1- 2 cm Länge = Trauben-Eiche
Eicheln langgestielt (bis 4 cm) und Blätter mit Blattstielen unter 1 cm = Stiel-Eiche
 

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