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Formen und Dauer der Familienpflege

Ein Pflegekind kann vorübergehend, längerfristig oder dauerhaft in einer Pflegefamilie untergebracht sein.

Vollzeitpflege (bis zum 18. Lebensjahr)

kinderfüße im sandDas Kind lebt wie alle anderen Familienmitglieder über Tag und Nacht in der Pflegefamilie. Die Dauer kann vorübergehend oder langfristig bis zur Volljährigkeit des Kindes sein. Der Kontakt zu den Eltern wird angestrebt. Kann das Kind nicht in seine eigene Familie zurückkehren, ist das Pflegeverhältnis eine auf Dauer angelegte Lebensform. Auch in dieser Form sind Elternkontakte für das Kind wichtig und werden von den Mitarbeiterinnen des Fachbereiches Bildung  begleitet. Vollzeitpflegekinder sind keine Adoptivkinder, sie bleiben rechtlich das Kind der Herkunftseltern.
 

 

Sonderformen der Vollzeitpflege

  • Sonderpädagogische Pflegestelle für Kinder mit chronischen Erkrankungen oder Behinderungen.
  • Heilpädagogische Pflegestellen für Kinder mit besonderen Entwicklungsbeeinträchtigungen und/ oder besonderen familiären Problemlagen.

Angesichts der erhöhten Anforderungen an die Pflegepersonen wird von einem Elternteil, der die überwiegende Erziehungsarbeit leistet, eine berufliche Qualifikation (sozialpädagogischer oder medizinischer Abschluss) verlangt. Der erhöhte Erziehungsaufwand dieser Pflegeformen wird mit einem gesonderten Pflegegeld honoriert.

Bereitschaftspflege ( grundsätzlich nur bis 6  Monate Betreuungszeitraum)

Für Tage,  Wochen oder mehrere Monate lebt das Kind in der Bereitschaftspflegefamilie, in der es aufgrund einer akuten Notsituation sofort untergebracht wurde. Wegen der plötzlichen Herausnahme des Kindes aus seiner Familie und seiner Unterbringung in einer fremden Familie benötigt dieses Kind besondere Zuwendung und Fürsorge. Die Anforderungen an die Bereitschaftspflegefamilie sind besonders hoch. Häufig sind nur wenige Informationen über das Pflegekind vorhanden. In der Zeit der Betreuung müssen oftmals der Entwicklungs- und Gesundheitsstand des Kindes abgeklärt werden.

Die Hauptbetreuungsperson darf nicht berufstätig sein, da die Kinder in der Regel  keine Kindereinrichtung besuchen können,  weil es sich hier häufig um Säuglinge handelt. Der erhöhte Erziehungsaufwand dieser Pflegeform wird mit einem gesonderten Pflegegeld honoriert.
 

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