zur Startseite
Seite durchblättern:
Seite 7 / 15

Arbeitserlaubnis

Allgemeines

Eine Beschäftigung ist nur dann erlaubt, wenn es im Aufenthaltstitel ausdrücklich vermerkt ist.

Ausnahme: Ausländische Familienangehörige mit einer Aufenthaltserlaubnis nach den §§ 30 - 36 Aufenthaltsgesetz dürfen immer uneingeschränkt arbeiten – auch wenn im aktuellen Aufenthaltstitel noch die Nebenbestimmung „Beschäftigung nur nach Erlaubnis der Ausländerbehörde“ enthalten sein sollte.

Die Beschäftigungserlaubnis wird immer von der Ausländerbehörde zusammen mit dem Aufenthaltstitel erteilt. Eine gesonderte „Arbeitserlaubnis“, wie sie früher vom Arbeitsamt ausgestellt wurde, gibt es seit 01.01.2005 nicht mehr.

Anträge auf Erlaubnis einer Beschäftigung sind an die Ausländerbehörde zu richten unter Beifügung einer aussagekräftigen Einstellungszusage oder besser eines vorgefertigten Arbeitsvertragsmusters. 

Die Ausländerbehörde klärt die Möglichkeit einer Beschäftigung in einem internen Zustimmungsverfahren mit den Operativen Services der Bundesagentur für Arbeit (ZAV- Zentrale Arbeitsvermittlung) ab. 

Umfang der Arbeitserlaubnis

Jede beliebige Beschäftigung ausüben dürfen Inhaber

  • eines unbefristeten Aufenthaltstitels (Niederlassungserlaubnis, unbefristete Aufenthaltserlaubnis, Aufenthaltsberechtigung, Erlaubnis zum Daueraufenthalt-EU),
  • einer gültigen Aufenthaltserlaubnis,
  • einer Fiktionsbescheinigung,
  • einer Duldung,
  • einer Grenzübertrittsbescheinigung oder
  • einer Bescheinigung über die Aussetzung der Vollziehbarkeit der Ausreise mit der Nebenbestimmung "Erwerbstätigkeit gestattet" oder "Beschäftigung gestattet" sowie
  • Inhaber einer Aufenthaltserlaubnis nach den §§ 30 - 36 Aufenthaltsgesetz, auch wenn noch die Nebenbestimmung „Beschäftigung nur nach Erlaubnis der Ausländerbehörde” enthalten sein sollte.

Nur die konkret definierte Beschäftigung darf der Inhaber ausüben, wenn das Dokument darüber eine Aussage trifft:

Beispiel: Ist die Nebenbestimmung “Beschäftigung erlaubt als Spezialitätenkoch im Restaurant XYZ bis 31.12.2015” im Dokument enthalten, bedarf ein Wechsel des Restaurants der erneuten Zustimmung der Ausländerbehörde. 

Änderung eines Aufenthaltstitels zur Beschäftigung

Bei Wechsel des Arbeitsgebers, der Änderung der Tätigkeit beim gleichen Arbeitgeber, der Namensänderung des Arbeitgebers oder sonstigen Änderungen bei der Beschäftigung, ist das folgende Merkblatt zu beachten.   

 
Hinweis für Arbeitgeber

Das Aufenthaltsgesetz verpflichtet Arbeitgeber dazu, sich vor Aufnahme der Beschäftigung zu vergewissern, dass ihre ausländische Mitarbeiterin oder ihr ausländischer Mitarbeiter dazu berechtigt ist.

Seit 26.11.2011 sind Arbeitgeber verpflichtet, für die Dauer der Beschäftigung eine Kopie des Aufenthaltstitels, der Duldung oder der Aufenthaltsgestattung in elektronischer oder in Papierform aufzubewahren. Bei einem Versäumnis beträgt das Bußgeld bis zu 500.000 Euro.

Anerkennung ausländischer Berufsabschlüsse

Um in Deutschland im erlernten Beruf arbeiten zu können, ist der Nachweis eines entsprechenden Abschlusses erforderlich. Ob dieser Abschluss mit einem deutschen Abschluss vergleichbar ist oder ob er direkt anerkannt wird, ist auf dem Informationsportal der Bundesregierung zur Anerkennung ausländischer Berufsqualifikationen zu erfahren. Weiterhin berät die Industrie- und Handelskammer (IHK Foreign Skills Approval -IHK FOSA) zu Berufsabschlüssen und deren Anerkennung.

Kurzinfo nach Aufenthaltsart

Aufenthaltsgestattung (AG) und Duldung

Eine Beschäftigung ist nur mit Zustimmung der zuständigen Ausländerbehörde möglich. Dies gilt nur für die ersten 4 Jahre (ununterbrochen). Danach ist eine Beschäftigung zustimmungsfrei. Eine Ausbildung oder ein Praktika bedarf keiner Zustimmung.

Elektronischer Aufenthaltstitel (eAT)

Hier erfolgt eine individuelle Beratung bei Antragstellung, so bedarf es z.B.  bei einem Antrag gemäß §38a AufenthG der Zustimmung der zentralen Arbeitsvermittlung. 

Weiterführende Hinweise:

Bitte beachten Sie:

Sobald eine Entscheidung zu der beantragten Arbeitserlaubnis getroffen wurde, wird der Antragsteller von der Ausländerbehörde postalisch informiert. Es wird gebeten, bis dahin von zwischenzeitlichen Nachfragen abzusehen. 

Wegweiser

Abteilung
Einreise und Aufenthalt

Am Stadion 5
06122 Halle (Saale)

zum Stadtplan

Postanschrift

Stadt Halle (Saale)
Fachbereich Einwohnerwesen
06100 Halle (Saale)

Abteilungsleiter

Herr Jaeger

Kontakt

0345 221-5305

0345 221-5312

E-Mail

Terminvereinbarung

115 (nur innerhalb Halle (Saale))

0345 221-0

online

Öffnungszeiten

Dienstag (nur mit Termin)

08:00 bis 18:00 Uhr  

Donnerstag (nur mit Termin)

08:00 bis 15:30 Uhr

Freitag (nur mit Termin)

08:00 bis 12:00 Uhr

Öffnungszeiten zur Terminvereinbarung, Klärung kurzer Anliegen und Dokumentenabgabe/ -abholung

Montag

08:00 bis 15:30 Uhr

Mittwoch

08:00 bis 15:30 Uhr

Sprechzeiten der Einbürgerungs- und Staatsangehörigkeits- behörde

Montag

09:00 bis 12:00 Uhr

Dienstag

09:00 bis 12:00 Uhr und 13:00 bis 18:00 Uhr

Mittwoch

geschlossen

Donnerstag

09:00 bis 12:00 Uhr und 13:00 bis 15:00 Uhr

Freitag

geschlossen

Verkehrsanbindung

Straßenbahn

Linien 2, 9, 10, 11 + S-Bahn

Bus

21, 37, 41, 42, 43, 44

Weiterführende Hinweise

Anzeige EVH

Banner WG Freiheit