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„Bäume erleben Geschichte - Bäume erzählen Geschichte“

Neue Waldbewohner in der Dölauer Heide erzählen Geschichten und laden zum Verweilen ein.

Künstler Jewgenii Sidorkin beim Aufstellen einer HolzplastikIm Projekt „Bäume erleben Geschichte – Bäume erzählen Geschichte“ schufen Jugendliche und Erwachsene mit und ohne Migrationshintergrund in gemeinsamer Arbeit und unter Anleitung des Künstlers Jewgenij Sidorkin zehn ca.zwei Meter hohe Skulpturen und zehn Bänke. Jede der einzigartigen Figuren hat einen Namen. Sie alle haben im April 2013 in der Dölauer Heide ihre Heimat gefunden und stehen an unterschiedlichen Orten, mit denen sie inhaltlich in Verbindung stehen. Die untenstehende Karte gibt einen Überblick über die Standorte der Kunstwerke. Jede der einzigartigen Figuren erzählt den Wanderern eine eigene Geschichte. So begrüßt der Waldkater am Eingang der Heide, die Seejungfrau am Heidesee, der Wolf an der Wolfsschlucht und der Bischof an der Bischofswiese. Kinder, Erwachsene, Familien und Senioren - sie alle können die Dölauer Heide neu entdecken, indem sie auf den Spuren dieser Skulpturen wandeln.

 

Weitere Informationen zum Projekt: „Bäume erleben Geschichte - Bäume erzählen Geschichte“

Seit der Gründung im Jahre 1993 hat sich der Verein „Hilfe für Flüchtlinge und Aussiedler e.V.“ die Betreuung von Flüchtlingen und die Integration von Ausländern zum Ziel gemacht. Mit dem Projekt „Bäume erleben Geschichte - Bäume erzählen Geschichte“ sollte die Arbeit mit den Migranten durch die Entwicklung von Demokratie und Toleranz im Denken junger Menschen geprägt sein.

Der Verein glaubt, zu diesem hohen gesellschaftlichen Anliegen mit diesem Projekt einen wertvollen Beitrag geleistet zu haben. Im hautnahen Umgang mit Menschen anderer Hautfarbe und anderen Kulturen, besonders mit Menschen jüdischen Glaubens, sammelten die Jugendlichen ihre eigenen Erfahrungen. Durch gemeinsames Erleben erfuhren die Jugendlichen viel über die deutsche Geschichte. Besonders die jüdischen Migranten konnten die Vergangenheit entweder durch eigene Erfahrungen oder durch die Schicksale der Familie emotional erlebbar machen. Dies führte bei den jungen Menschen nicht nur zu einem besseren Verständnis, sondern es erwies sich als ein wesentlicher Baustein in ihrem Denkprozess. Wie es schon in der Bibel niedergeschrieben ist, schafft gemeinsames Essen Verbindung. Beim gemeinsamen Essen wurde sich angeregt unterhalten und ausgetauscht. Eines der Ziele war es, Verbindungen zu schaffen, sich auszutauschen und eventuell auch Freundschaften zu schließen.
 

 Jugendliche heben eine Holzplastik hoch  Beim Aufstellen einer Holzskulptur im April 2013  Beim Aufstellen der Holzskulptur Waldkater in der Dölauer Heide

 

Gemeinsam mit dem Künstler Jewgeni Sidorkin fertigten die Jugendlichen und Migranten zehn ca. zwei Meter hohe Skulpturen für die Heide an. Gleichzeitig entstanden bei dem Kooperationspartner AWO-Erziehungshilfe Halle (Saale) gGmbH und bei der Volkssolidarität Querfurt-Merseburg e. V. zu den Skulpturen die dazugehörigen Bänke. Diese sind seit dem 9. April 2013 in der Heide zu finden. Jugendliche und Migranten ließen ihrer Kreativität freien Lauf und schrieben zu jeder der zehn Skulptur eine kleine Geschichte. Diese Skulpturen mit ihren Bänken stehen nun in der Heide und können mit ihren Geschichten entdeckt werden.

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