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München - Halle in 2:45 Stunden

Stadt Halle (Saale) ist einer der wichtigsten ICE Knotenpunkte Deutschlands

ICE-Liniennetz Deutschland um den Eisenbahnknoten HalleAm 10. Dezember 2017 wurde die ICE-Schnellfahrstrecke Berlin - München eröffnet. Die Stadt Halle (Saale) profitiert wie kaum eine andere Kommune von der Fertigstellung des „Verkehrsprojektes Deutsche Einheit Nummer 8“: Mit dem neuen Winterfahrplan rückt die Saalestadt auf die Karte des europäischen Schienen-Fernverkehrsnetzes. Und das im Sprint(er)-Takt: Die Verbindung Halle (Saale) - München wird mit den neuen, schnellen ICE-Sprintern um bis zu zwei Stunden schneller, von derzeit knapp fünf Stunden verringert sich die Fahrzeit bis München auf etwa 2:45 Stunden. Und das sechsmal täglich. Auf ihrer Fahrt zwischen Berlin und München stoppen die Hochgeschwindigkeitszüge auf ihrer Tempo-300-Fahrt lediglich in Halle (Saale), Erfurt und Nürnberg. Auch die bestehende Sprinter-Linie Berlin - Frankfurt/Main hält künftig allein in Halle (Saale) und Erfurt. Fünfmal täglich können seit Dezember  2017  Reisende umsteigefrei von Halle (Saale) nach Frankfurt fahren – und in die umgekehrte Richtung. Die Fahrzeit beträgt lediglich 2:40 Stunden.

„Unsere Stadt ist damit deutlich attraktiver und schneller mit der Bahn erreichbar. Damit ergeben sich neue Perspektiven für die Wirtschaft, den Tourismus und die Stadt als Messestandort."
                                                                                          Oberbürgermeister Dr. Bernd Wiegand

Halle (Saale) will den Standortvorteil als wichtiger ICE-Bahnhof für die weitere positive Stadtentwicklung nutzen. Auch Eckart Fricke, Konzernbevollmächtigter der Deutschen Bahn für Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen, betont die Chancen für Halle (Saale): „Mit den neuen Fahrplänen können sich vor allem unsere Kunden aus Halle (Saale) über deutlich kürzere Reisezeiten und bessere Fernverkehrsverbindungen freuen. Es ist ein gewaltiger Mobilitätssprung, den wir mit Inbetriebnahme der Hochgeschwindigkeitsstrecke Berlin – München über die Saalestadt erleben werden.“

Neue Zugbildungsanlage für den GüterverkehrModernisierung des Eisenbahnknotens
Mehr als 750 Millionen Euro investiert die Deutsche Bahn, um Halle (Saale) zu einem modernen Knotenpunkt im Reise- und Güterverkehr umzubauen und ihn mit den ICE-Neu- und Ausbautrassen zu verbinden. Das Projekt in Halle (Saale) umfasst rund 42 Kilometer Gleise und Oberleitungen, 133 neue Weichen, Bahnübergänge und Überführungen. Zwei neue Elektronische Stellwerke regeln den Zugverkehr, angeschlossen an die Bahn-Betriebszentrale in Leipzig. Ein wichtiges Projekt ist der Ausbau von Halles altem Rangierbahnhof zum zentralen Drehkreuz für den Schienengüterverkehr in Mitteldeutschland. Bis 2018 entsteht mit der Zugbildungsanlage Halle-Nord die modernste Anlage Europas, auf der täglich bis zu 2.400 Güterwagen zu neuen Zügen zusammengestellt werden können. Am 30. November 2017 begann der Testbetrieb.

Mehrere große Etappenziele hat die Bahn auf Deutschlands aktuell flächenmäßig größter Bahnbaustelle – elf Kilometer lang, bis zu 600 Meter breit – bereits erreicht. Seit Ende November 2017 können nun auch Reisende auf der Ostseite des Hauptbahnhofs die neu entstandene Infrastruktur nutzen. Neben den Bahnsteigen sind alle Gleiskörper neu gebaut, ebenso die Treppenanlagen zu den Bahnsteigen und die Fußgängerunterführung mit den Aufzügen. Der wegen der Bauarbeiten eigens errichtete Behelfsbahnsteig 13 a bleibt in Betrieb. Er bekommt einen direkten, barrierefreien Zugang zu den neuen Bahnsteigen.
 

Bis Ende 2019 werden nun die Bahnsteige der Westseite erneuert. Nur die Gleise 1 und 2 der S-Bahn bleiben noch so lange in Betrieb. Sie werden im Anschluss neu gebaut. Unabhängig davon beginnt am 10. Dezember 2017 eine neue Zeitrechnung für Halle (Saale) im Schienennetz. Mit dem Fahrplanwechsel wird die Stadt auch durch neue Direktverbindungen verstärkt an das Fernverkehrsnetz angebunden. Nach Erfurt und Berlin wird sich die Anzahl der Direktverbindungen mehr als verdoppeln: Statt sechs Direktverbindungen erhält Halle (Saale) täglich 14 Verbindungen in beide Richtungen. Dabei werden die mindestens alle zwei Stunden fahrenden Direktverbindungen nach Berlin teilweise bis nach Hamburg verlängert – Reisezeit 3:15 Stunden, rund eine halbe Stunde schneller als bisher.

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