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Designpreis Halle

Der Wettbewerb „Designpreis Halle“ existiert seit 2007. Der Preis wird alle drei Jahre vom Designpreis Halle e. V. ausgelobt und gemeinsam mit der Stadt Halle, der regionalen Wirtschaft und der Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle vergeben. Er soll zwischen Wirtschaft und Design vermitteln, das Bewusstsein um exzellentes Design schärfen und für junge Designer einen Anreiz schaffen, sich mit ihren Arbeiten einem breiteren Publikum zu präsentieren und den Wettbewerb zu suchen. Ausgezeichnet werden herausragende gestalterische Produkte, Ideen und Konzepte. Die Preisträger werden durch eine hochkarätige Expertenjury ausgewählt.

Ein besonderes Merkmal dieses internationalen Wettbewerbs ist, dass er immer unter einem neuen Thema ausgeschrieben wird. Für die Ausstellung und Präsentation der nominierten Beiträge wird jeweils ein geschichtsträchtiger und themenbezogener Veranstaltungsort gewählt, welcher der Preisverleihung einen außergewöhnlichen Rahmen gibt.

Designpreis Halle – der Name ist ein Bekenntnis zu Halle und möchte die Stadt als Standort einer vielfältigen innovativen Wirtschaft und Forschung sichtbar machen. Der Preis versteht sich als Botschafter für das kreative Halle, das als inspirierender Raum für eine große gestalterische Szene auch attraktiv ist für junge frische Ideen aus aller Welt.

Designpreis Halle 2017

Dimensionen von Gegenwart – die Nominierten des Designpreises Halle 2017 stehen fest

Plakat Designpreis 2017. Spitzmaschine, daneben Würfel mit kurzen Bleistiftstummeln2016 wurde der mit insgesamt 10.000 Euro dotierte Designpreis Halle zum vierten Mal ausgelobt. Gesucht wurden Entwürfe, die sich mit dem Thema Zeit auseinandersetzen - sei es produktorientiert oder prozesshaft. Beiträge zum internationalen Wettbewerb konnten neuartige Dienstleistungen und Konzepte für veränderte Handlungs- oder Nutzungsstrategien sein sowie Produkte, die den Umgang mit der kostbaren Ressource Zeit auf gesellschaftskritische, erzählerische, besinnliche oder auch humorvolle Weise behandeln sein. Ausgezeichnet werden herausragende gestalterische Produkte, Ideen und Konzepte. 

Insgesamt 375 Arbeiten aus 31 Ländern wurden eingereicht, darunter erhielten die Organisatoren Einsendungen von Designerinnen und Designern aus dem Iran, aus Israel, Kuba, Mexiko, Belgien, den Niederlanden, den Vereinigten Staaten und Russland. Damit gingen für die vierte Ausgabe des Wettbewerbs die bislang meisten Bewerbungen in der Geschichte des Designpreises ein. Für die nun vom 24. Mai bis 11. Juni 2017 ausgerichtete Ausstellung im ehemaligen Gebäude der Physikalischen Chemie der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, Mühlpforte 1, wählte die hochkarätig besetzte Fachjury 15 Arbeiten, darunter drei Preisträgerarbeiten, aus, die zur Eröffnung am 23. Mai 2017 in einer dichten Inszenierung präsentiert werden. Was bedeutet „Zeit“ in der Epoche digitaler Umwertungen? Bei den 375 Einsendungen wurde deutlich, dass die Veränderungen in der Art und Qualität von Zeitmessung und -darstellung die Gestalter besonders beschäftigte. Doch auch das Aufhalten, Bewahren, Erinnern und Überformen der Gegenwart spielte bei vielen eingereichten Entwürfen eine Rolle. Wichtige Impulse stammen von künstlerischen Herangehensweisen, ebenso sind gestalterische Ideen aus dem Handwerk oder dem Film unter den Finalisten vertreten. Die 7-köpfige Fachjury nominierte aus allen Einreichungen besonders qualitätsvolle und spannungsreiche Entwürfe folgender Designerinnen und Designer:

  • María Marín de Buen aus Mexico City – „Alternative Temporalities, Exploring the Visualization of Time”
  • Kuesti Fraun aus Düsseldorf – „BEN”
  • Moritz Jähde aus Karlsruhe – „Kalender mit speziellem Mechanismus“
  • Isabel Cristina Gutierrez Jimenez aus Camagüey, Kuba – „Void“
  • Clemens Lauer und Max Guderian aus Karlsruhe – „Zeitanzeige“
  • Charlotte Lengersdorf aus Aachen – „agil – entwurf einer interaktiven schrift“
  • Patrick Palčić aus Berlin – „Es liegt was in der Luft“
  • Martin Pless aus Halle (Saale) – „LONDON BERLIN TOKYO“
  • Lisa Marie Quester aus Halle (Saale) – „1059“
  • Axel Schindlbeck aus Marseille – „Albert Clock“
  • Klemens Schillinger aus Wien – „Element 79 - Aurum charts“
  • Stefan Troendle aus München – „RaumZeit“
  • Felix Vorreiter aus Karlsruhe – „FLUX 1440“
  • Bernhard Wilke aus Reutlingen – „30758400“
  • Jan-Dirk Wolken aus Hamm – „Gedenkschale aus Naturstein“

Teilnahmeberechtigt waren Gestalterinnen und Gestalter sowie Studierende aller Design-Disziplinen, die zum Einsendeschluss am 31. Januar 2017 das 40. Lebensjahr noch nicht vollendet haben.

Termine
Auslobung des Wettbewerbs: 01. Juli 2016
Online-Anmeldung und Einsendung der Beiträge: 02. Januar - 31. Januar 2017
Benachrichtigung der Nominierten: bis 20. Februar 2017
Einsendung der nominierten Arbeiten: 16. April - 01. Mai 2017
Ausstellungszeitraum: 24. Mai bis 11. Juni 2017
Eröffnung und Preisverleihung: Dienstag, 23. Mai 2017, 19 Uhr (Einlass 18 Uhr)

Ausstellung

Ort: Ehemaliges Gebäude der Physikalischen Chemie der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, Mühlpforte 1, 06108 Halle (Saale)
Eröffnung und Preisverleihung: Dienstag, 23. Mai 2017, 19 Uhr (Einlass 18 Uhr)
Ausstellungszeitraum: 24. Mai bis 11. Juni 2017
Öffnungszeiten: Mo bis Fr 14:00 – 19:00 Uhr, Sa und So 10:00 – 19:00 Uhr
Eintritt: Der Eintritt ist frei.

Das diesmalig ausgewählte Areal ist eng mit den naturwissenschaftlichen Sammlungen der Martin-Luther-Universität am Domplatz 4 verbunden. Zur Eröffnung werden sogar beide Gebäude bespielt werden. Zu wünschen wäre, dass das seit Jahren leerstehende Gebäude zukünftig für eine positive Sammlungsentwicklung der Universität mit Flächen für weitere Universitätssammlungen sowie für den Wissenstransfer durch Sonderausstellungen und Museumspädagogik zur Verfügung stände. 2014 brachte die Verleihung des Designpreises im historischen Stadtbad von 1916 neuen Schwung in die Sanierung des Gebäudes, und auch 2017 führte die Intervention des Designpreises Halle im baufälligen, ehemaligen Umspannwerk am Hallmarkt zur späteren Reaktivierung und Umnutzung des Gebäudes.

Jury
Prof. Volker Albus (Professor für Produktdesign an der Staatlichen Hochschule für Gestaltung in Karlsruhe), Tulga Beyerle (freie Design-Expertin, Autorin und Kuratorin), Thomas Edelmann (freier Journalist u.a. für Design Report und Architektur & Wohnen), Prof. Axel Kufus (Professor für Produkt- und Prozessgestaltung an der Berliner Universität der Künste), Nils Holger Moormann (Möbelkollektion Moormann), Prof. Axel Müller-Schöll (Professor für Innenarchitektur/Ausbaukonstruktion an der Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle), Prof. Peter Raacke (ehemals Professor an der Hochschule für bildende Künste Hamburg), Prof. Vincenz Warnke (Professor für Industriedesign an der Burg Kunsthochschule Halle und Kurator des Designpreises Halle seit 2007)

Kurator
Prof. Vincenz Warnke, Professor für Industriedesign an der Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle

Förderer
Land Sachsen-Anhalt, Stadt Halle (Saale), Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle, Handwerkskammer Halle (Saale), Innung der Gebäudedienstleister Sachsen-Anhalt Süd, Industrie- und Handelskammer Halle-Dessau, Industrie- und Marketingclub Halle, Landesbetrieb „Bau- und Liegenschaftsmanagement Sachsen-Anhalt (BLSA)“, Techniker Krankenkasse, Volksbank Halle (Saale) eG, Zentralmagazin Naturwissenschaftlicher Sammlungen

Teilnahmegebühr/Kosten
Es wird keine Teilnahmegebühr erhoben. Die Kosten für die Einsendung und Rücksendung des Beitrags trägt der Teilnehmer.

Alle Informationen zur Ausschreibung des Designpreises Halle 2017 sowie eine Rückschau zu den vergangenen Preisen unter:

Halle-App

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