Berühmte Hallenser

Eichendorff, Freiherr Joseph von
geb. 10.3.1788 (Schloß Lubowitz bei Ratibor/Oberschlesien); gest. 26.11.1857 (Neisse);
Der bedeutende Dichter der deutschen Hochromantik schrieb sich am 2. Mai 1805 an der Juristischen Fakultät in Halle ein, wanderte durchs Tal der Saale und las auf dem Giebichenstein "Franz Sternbalds Wanderungen" von Tieck. Das Giebichensteiner Dichterparadies von Johann Friedrich Reichardt besuchte er während seiner einjährigen Studentenzeit nie. In "Erlebtes" von 1857 heißt es: "... und wie mancher junge Poet blickte da vergeblich durch das Gitter und saß auf der Gartenmauer ... künftige Romane vorausträumend". 1840 entstand das Gedicht "Bei Halle", dessen erste Zeilen fast jeder bekennende Hallenser auswendig weiß: "Da steht eine Burg überm Tale/Und schaut in den Strom hinein,/Das ist die fröhliche Saale/Das ist der Giebichenstein." Das alljährliche Frühlingssingen an der Eichendorff-Bank auf den Klausbergen gehört zu den städtischen Traditionen. 2005 wurde dort eine Konsole mit dem Text des Dichters enthüllt.

Einbeck, Konrad von
Der Baumeister und Bildhauer Konrad von Einbeck war um 1400 in Halle tätig. Er leitete hier seit 1382 als Magister lapicidarum (Meister der Steinmetze) den Neu- bzw. Umbau der St. Moritzkirche, später auch die Anfertigung der äußeren Dekoration der östlichen Kirchenteile, vor allem des prachtvollen hochgotischen Chores. Für das Innere der Kirche schuf er eine Reihe von Plastiken. Einige dieser Skulpturen, zum Beispiel des heiligen Moritz, genannt "Schellenmoritz", eines Ecce homo, des Christus an der Martersäule und ein Relief mit der Anbetung der 3 Könige, sind mit seiner Signatur versehen (Conradus de Einbecke). Sämtliche Arbeiten weisen stark realistische Züge auf und verraten eine bemerkenswerte Naturbeobachtung. Im nördlichen Nebenchor der Kirche befindet sich eine Büste, die als Selbstporträt des Meisters (um 1425) gilt.

Ender, Kornelia
Vierfache Olympiasiegerin; geb. am 25.10.1958 (Plauen)
1975 vier Goldmedaillen und einmal Silber bei den Olympischen Spielen in Montreal im Schwimmen; insgesamt 23 Weltrekorde

Erxleben, Dorothea Christine
Ärztin; geb. 13.11.1715 (Quedlinburg); gest. 13.06.1762 (Quedlinburg);
Erste Frau in Deutschland, die (in Halle an der Universität am 12.06.1754) den deutschen Doktortitel erwarb.


