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Silberhöhe – Auf dem Weg zur Waldstadt
Im Rahmen des Stadtumbauprozesses wurde für den Stadtteil Silberhöhe das Leitbild für eine Waldstadt erarbeitet. Durch die Anpflanzung von Laubbäumen auf großflächigen Rückbauarealen soll ein natürlich wachsender Stadtwald entstehen, der in wenigen Jahren den Zentralbereich der Silberhöhe umgeben wird.
Das Projekt gleicht das Defizit an Waldbestand im Süden Halles aus und schafft ein neues Erholungsgebiet am Steilufer der Saale und der Elster.
Stadtteil erhält neues Gesicht
Deutlich sichtbar hat sich nach dem Abbruch der 11-geschossigen Hochhäuser am Anhalter Platz der Gesamteindruck des vorhandenen Grünzuges verändert. Dieser wird nach Abschluss der Rückbaumaßnahmen von einer fünfgeschossigen Wohnbebauung eingefasst. Die klare Form des offenen Grünzugs soll ebenfalls durch einen Hain umgeben und dadurch betont werden.
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Farbenspiele des Laubwaldes
Im geplanten Stadtwald sorgen baufreie Abschnitte für eine klare Gliederung und einen spannungsvollen Kontrast zwischen Baumdach und Lichtung. Die rasterartige Pflanzung von Birken- und Kiefernhainen unterstreicht diesen beabsichtigten Effekt. Das Zusammenspiel der unterschiedlichen Blühzeiten der zu pflanzenden Bäume, das Farbenspiel der Herbstfärbung sowie der Kontrast zwischen den weißen Birkenstämmen und den Kiefern machen die Besonderheit des neuen Stadtwaldes aus.
Kinderbeteiligungsprojekt Silberhöhe
Im Rahmen des bundesweiten Wettbewerbs 'Stadtumbau - nur mit uns' wurde das Kinderbeteiligungsprojekt „Silberhöhe – Die Waldstadt“ ins Leben gerufen. Ziel des Projektes war die aktive Einbeziehung von Kindern in die Planung der Stadtteilerneuerung. Die Ergebnisse unterschiedlicher Projektphasen wurden in die konkreten Objektplanungen integriert. Gewürdigt wurde das Projekt mit einem Sonderpreis des Kinderhilfswerkes. Die 5.000 Euro Preisgeld wurden für weitere Beteiligungsprojekte eingesetzt.
Kleine „Stadtteilforscher“ erkundeten ihr Viertel
In einer Zukunftswerkstatt bearbeiteten im März 2002 an acht Nachmittagen bis zu 40 Kinder spielerisch und mit großem Ernst Themen rund ums Wohlfühlen. So waren kleine „Stadtteilforscher“ unterwegs, beobachteten und fotografierten ihr Wohnumfeld, fanden „tolle und blöde Orte“ und dokumentierten das alles. So wurde es leichter, exakt zu benennen, was gefällt und was nicht. Voller Phantasie entstand auch ein „Wunschbaum“ mit einer Fülle von Ideen.
Aus Kinderwünschen wurde Wirklichkeit
Maskottchen Waldi sorgte erfolgreich dafür, dass sich die Stadtplaner bei ihren Entscheidungen an den Wunschbaum der Kinder aus Silberhöhe erinnern. Real flossen nämlich Kinderwünsche in die Entwürfe des Fachbereiches Stadtplanung ein, wurden dann nochmals mit den Kindern diskutiert und überarbeitet. Für die Entwicklungskonzeption Silberhöhe lag ein Entwurf für den öffentlichen Grünzug vor, der auch aus Kinderideen entstand.
Tolle Orte, blöde Orte – Ideen aus der Zukunftswerkstatt
Was sind blöde Orte? Kinder der halleschen Silberhöhe brachten es auf den Punkt: Ein Durchgang, dessen Wände bekritzelt sind. Häuser, die mit schlimmen Wörtern beschrieben wurden. Eine Wiese, die mit Hundekot voll ist ... Ein toller Ort dagegen macht Spaß: Ein sauberer Spielplatz, ein Naturpark mit Berg, ein Kletterbaum, eine Wiese zum Spielen. In der Zukunftswerkstatt fanden Kinder und Planer gemeinsam Plätze für die wichtigsten Bereiche und Objekte. Dabei ist eine Planungsskizze entstanden, die in naher Zukunft umgesetzt werden kann.
Und das wäre für die kleinen Stadtteilplaner der schönste Erfolg: Sagen zu können: „Hier steht mein Baum, und diese Höhle war meine Idee...“
Kontakt: Ulrike Neubert, Stadt Halle (Saale)




