Bürgerumfrage Halle 2009 als Bürgerbegehren nutzen
(halle.de/pd) In der nächsten Woche erhalten 6.000 Bürger und Bürgerinnen der Stadt Halle mit der Post Fragebögen der Bürgerumfrage Halle 2009. Diese wird in enger Zusammenarbeit der Stadt Halle und des Instituts für Soziologie der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg von einen Team um Prof. Reinhold Sackmann durchgeführt. Die Bürgerumfrage, die in regelmäßigen Abständen seit 1993 und in diesem Jahr bereits zum zehnten Mal durchgeführt wird, ermöglicht mit aktuellen Daten präzise städtische Planungen, z. B. für die Fortschreibung des Integrierten Stadtentwicklungskonzeptes.
Die Bürgerumfrage stellt zudem ein zentrales Instrument der demokratischen Mitbestimmung dar, da mit seinen Fragen geprüft wird, mit welchen Entwicklungen der Stadt die Bürger zufrieden sind und in welchen Bereichen sie sich Verbesserungen wünschen. Stadträte und Verwaltung lesen deshalb aufmerksam die Ergebnisse der Bürgerumfrage.
Schwerpunkte der Befragung in diesem Jahr sind Aussagen zum eigenen Stadtviertel und zum Image anderer Stadtteile, zur Qualität der Müllentsorgung, zu den Absichten des Wohnens im Alter, zum Bedarf an Kleingärten und zur Nutzung des Internets für Verwaltungsgänge.
Besondere Bedeutung haben z. B. die Fragen zur Kleingartennutzung. Nachdem in DDR-Zeiten Kleingärten sehr knapp waren, hat mit dem Bevölkerungsrückgang der letzten Jahre auch die Zahl ungenutzter Gartenparzellen zugenommen. Die Fragen der Bürgerumfrage zu diesem Thema helfen bei der Prüfung, ob die Überlegungen der Verwaltung mit den Wünschen und Absichten der Bürger übereinstimmen.
Großes Zukunftspotential weisen auch die Fragen zur Nutzung des Internets für Verwaltungsgänge auf. In anderen Städten konnten durch „papierloses“ E-Government Millionen an Kosten eingespart werden. Auch die Stadt Halle hat diesbezüglich in den letzten Jahren ihr Angebot ausgeweitet, hofft aber durch die Informationen der Bürgerumfrage herauszufinden, welche Schwächen das bisherige Angebot aufweist und wie es verbessert werden kann.
Passend zum Befragungsthema Internet gibt es diesmal erstmals die Möglichkeit, die Fragen der Bürgerumfrage auch im Internet direkt zu beantworten. Die ausgewählten Personen finden in ihrem Umfrageanschreiben eine Beschreibung wie man auf die Online-Umfrage zugreift.
Unabhängig davon, ob die Fragen auf Papier oder im Netz beantwortet werden, bittet die Stadt Halle um eine rege Beteiligung. Das Ziel ist dabei, die hohen Antwortzahlen der letzten Male zu wiederholen.
Je mehr Personen an der Befragung teilnehmen, desto besser die Planungsdaten und desto weniger leicht können Stadtrat und Verwaltung die Wünsche der Bürger und Bürgerinnen ignorieren. Die Erfahrungen der letzten Jahre zeigen, dass die Hallenser dieses Instrument der Bürgerbeteiligung gerne in Anspruch nehmen, um zwischen den Wahlen ihre Meinungen zu äußern.
Die Berichte zu den Bürgerumfragen 2005 und 2007 stehen zum Herunterladen auf halle.de zur Verfügung.
14.10.2009


