Header
Sitemap Seite als Startseite festlegen     Virtueller Bürgerbriefkasten
 73/94   Seite empfehlen Seite drucken Seite zu den Favoriten hinzufügen Seite hoch


Fachleute besichtigen Glockenspiel

(halle.de) Am Freitag, 9. Juli 2004, besichtigen französische und belgische Glockenspiel-Fachleute Europas größtes Carillon im Roten Turm. Begeleitet werden die  Spezialisten von Frau Schilling, Geschäftsführerin der Apoldaer Glockengießerei. Die Firma hat die Glockenrippen und Teile des Carillons gefertigt.

Halles imposantes Glockenspiel befindet sich im Roten Turm. Dieser wurde 1418 im Schnittpunkt der Fernhandelsstraßen als freistehender Glockenturm errichtet. Er soll der einzige große freistehende Glockenturm in Deutschland sein. Seit dem 5. Juni 1993 beherbergt er das vermutlich größte Glockenspiel der Welt (Spielwerk: 81 Glocken, Gesamtgewicht: 46500 kg).

Vor elf Jahren, zur Eröffnung der Händel-Festspiele 1993, wurde das hallesche Glockenspiel eingeweiht, das mit seinen 76 Bronzeglocken und 5 für den Uhrschlag zu den bedeutendsten Carillons der Welt gehört.
Täglich zwischen acht und zweiundzwanzig Uhr ist das im Roten Turm eingebaute Instrumentarium auf dem Marktplatz zu hören.

Das aus verschieden gestimmten Glocken bestehende Carillon in Halle hat eine lange Geschichte. Bereits 1894 hatte die bekannte Hofglockengießerei Schilling aus Apolda ein erstes Glockenspiel im Turm eingebaut. Erneute Verhandlungen für eine Erweiterung  begannen noch vor dem Ersten Weltkrieg, die 1939 ihre Fortsetzung fanden. In den 60-er Jahren bekundete der damalige Rat der Stadt Halle erneut Interesse. 1976 wurde durch das Familienunternehmen aus Apolda der fünfstimmige Westminster-Uhrschlag in der erneuerten Turmhaube eingebaut.

Das Unternehmen wurde 1988 geschlossen. Die für den Roten Turm bestimmten 65 Glocken lagerten bereits in Thüringen. Durch die Zusammenarbeit mit der Karlsruher Gießerei Carl Metz konnte das hallesche Glockenspiel endlich vollendet werden. Die in Apolda sowie in Karlsruhe entstandenen Glocken wurden in der badischen Partnerstadt abgestimmt. Auf der mit 24 Glocken ausgestatteten elektronischen Spieleinrichtung können mehr als 100 Lieder und Melodien gespeichert werden.

 

 



07.07.2004
Anzeige

Anzeige

Anzeige