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Berühmte Hallenser

Volkmann-Leander, Richard von

Überblick

Der Sohn von Alfred Wilhelm Volkmann war einer der bedeutendsten Chirurgen des 19. Jahrhunderts und gilt als Wegbereiter der modernen Chirurgie. Er studierte Medizin in Halle, Gießen und Berlin, wurde 1854 in Halle promoviert (De pulmonum gangraena) und war Assistent an der dortigen Chirurgischen Klinik, wo er sich 1857 für Chirurgie habilitierte (Observationes anatomicae et chirurgicae quattuor). Anschließend wurde er selbständiger praktischer Arzt in Halle, 1863 schließlich außerordentlicher Professor der Chirurgie und 1867 Ordinarius und Direktor der Chirurgischen Klinik. Während des Deutsch-Französischen Kriegs 1870/71 fungierte er als konsultierender Generalarzt des IV. Armeekorps. 1872 war er Mitbegründer der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie. 1878 übernahm Volkmann das Rektorat der alma mater hallensis. 1880 wurde er in die Deutsche Akademie der Naturforscher Leopoldina aufgenommen. Aufgrund seiner wegweisenden Arbeiten zur antiseptischen Wundbehandlung wurde er nicht nur zu Lebzeiten 1877 zum Geheimen Medizinalrat ernannt, sondern auch 1885 von dem deutschen Kaiser Wilhelm I. geadelt und von Papst Pius IX. nach Rom berufen. Zusätzlich zu seiner medizinischen Tätigkeit war Volkmann-Leander als Schriftsteller aktiv und verfasste unter anderem in den Kriegsjahren 1870/71 die Märchensammlung „Träumereien an französischen Kaminen“. Er war der Vater von Hans Richard von Volkmann.

1882 wurde Richard von Volkmann zum Ehrenbürger der Stadt Halle ernannt.

Beruf/Funktion

Mediziner, Schriftsteller 

Geburtsdatum

17.08.1830 

Geburtsort

Leipzig 

Sterbedatum

28.11.1889 

Sterbeort

Jena 

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